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Wird Google selbst zur Content Farm?

Google  |   |  , 16:29 Uhr  |  33 Kommentare

In dem Artikel `Google Patent reveals plan left by Content Farms´ auf blogstorm.co.uk beschreibt Partrick Altoft ein im Februar 2010 veröffentlichtes Patent des Unternehmens Google, welches interessanterweise genau die Vorgehensweise derjenigen Webseiten beschreibt, die im Zuge des kürzlich von Google vollzogenen Updates abgestraft wurden…

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The statistics collection and analysis engine 110 can also determine the relevance (e.g., the IR score) of documents associated with a search query (e.g., a topic corpus) to identify a quality associated with the results of the query […] In some examples, a search engine 120 can notify a searcher that quality associated with the topic corpus is low, for example, in comparison to topics which are similarly popular based on search logs […] The content generators 220, 230, 240 can include a variety of different mechanisms for creating additional content for the topic corpus.

Vereinfacht gesagt beschreibt das Patent ein Verfahren, bei dem Google die inhaltliche Qualität der nach Eingabe eines Suchwortes gelisteten Webseiten ermittelt und im Falle einer minderen Qualität dem Suchenden bzw. dritten Anbietern die unmittelbare Möglichkeit einräumt, selbst Inhalte zu diesem Suchwort zu erstellen.

Wie Patrick richtig erklärt, erinnert dieses Patent doch sehr an die Vorgehensweise diverser im Zuge des Panda Updates von Google abgestrafter Webseiten. Auch Anbieter im Bereich Demand Media (= Schrott auf Bestellung) nutzen Tools, mit welchen sie das `Suchmaschinenpotential´ bestimmter Inhalte errechnen. Gibt es zu einem relativ häufig genutzten Suchbegriff beispielsweise kaum relevante Inhalte, erkennen dieses die Tools und ein entsprechender Text wird in Auftrag gegeben.

Patrick Altoft vermutet, dass Google die durch den Wegfall diverser Webseiten entstandenen `Lücken´ womöglich selbst durch eigens initiierte Inhalte ersetzen will. Das Erstellen von speziell für Suchmaschinen geschriebenen Texten auf der einen Seite zu verbieten, auf der anderen Seite aber bei erkennbaren Bedarf selbst dafür zu sorgen, dass bestimmte Lücken in den Suchergebnissen geschlossen werden, wäre schon ein starkes Stück seitens des Suchmaschinenbetreibers.

Man darf an dieser Stelle nicht vergessen, dass sich Unternehmen wie Google jedes Jahr unzählige Verfahren usw. patentieren lassen und lange nicht jedes davon auch tatsächlich zum Einsatz kommt. Inhalte des Webs sollten auch zukünftig immer aus einem natürlichen Bedürfnis entstehen und nicht, weil ein Unternehmen oder ein Suchmaschinenbetreiber sich einen aktuellen Nutzen daraus versprechen…

Gretus

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