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Ab wann ist ein Text ein Plagiat?

Internet  |   |  , 10:30 Uhr  |  39 Kommentare

Die aktuelle Diskussion um die gegenüber Karl-Theodor zu Guttenberg gemachten Plagiatsvorwürfe zum Anlass genommen, werfen die Frage auf, wann man einen Text als den `eigenen´ bezeichnen kann? Da auch Suchmaschinen Texte auf ihre Einzigartigkeit hin prüfen, möchten wir mit einer Umfrage herausfinden, ab welchen Prozentsatz der Übereinstimmung mit einem bereits existierenden Text ein neuer Text als `Plagiat´ betrachtet werden muss…

Hier zunächst ein Beispieltext aus der Doktorarbeit zu Guttenbergs:

Dissertation

In deren Plädoyer für einen amerikanischen Bundesstaat lebt die damals geführte Diskussion wieder auf und es sind prinzipielle Überlegungen über die Probleme zu finden die Einigungsprozesse von solcher Größenordnung aufwerfen. Zudem ist eine Stringenz der Argumentation zu erkennen, die verwundern muss, wenn man die Entstehungsgeschichte der „Papers“ bedenkt.

Original

In deren Plädoyer für einen amerikanischen Bundesstaat lebt die damals geführte Diskussion wieder auf, doch nicht nur das: Hier sind prinzipielle Überlegungen über die Probleme zu finden, die Einigungsprozesse von solcher Größenordnung aufwerfen. Und es ist eine Stringenz der Argumentation zu erkennen, die verwundern muss, wenn man die Entstehungsgeschichte der „Papers“ bedenkt.

Wie man unschwer erkennen kann, hat zu Guttenberg den Text seiner Dissertation mehr oder weniger vom Original, einem 1997 veröffentlichten Artikel in der FAZ abgeschrieben. Da möglicherweise auch Suchmaschinen diese Methode zur Plagiatserkennung verwenden, streichen wir zur Ermittlung des genauen Prozentsatzes der Übereinstimmung einfach einmal sämtliche Füllwörter aus beiden Texten:

Dissertation

Plädoyer, amerikanischen, Bundesstaat, lebt, geführte, Diskussion, prinzipielle, Überlegungen, Probleme, finden, Einigungsprozesse, Größenordnung, aufwerfen, Stringenz, Argumentation, erkennen, verwundern, muss, Entstehungsgeschichte, Papers, bedenkt.

Original

Plädoyer, amerikanischen, Bundesstaat, lebt, geführte, Diskussion, prinzipielle, Überlegungen, Probleme, finden, Einigungsprozesse, Größenordnung, aufwerfen, Stringenz, Argumentation, erkennen, verwundern, muß, Entstehungsgeschichte, Papers, bedenkt.

Durch das Streichen der Füllwörter haben beide Texte eine Übereinstimmung von 100%! Obwohl Karl-Theodor zu Guttenberg den Text für sein Verständnis möglicherweise ausreichend verändert hat, hat er ihn aus Sicht einer Suchmaschine tatsächlich 1zu1 aus der FAZ übernommen.

Hätte zu Guttenberg die Hälfte der für einen Text wirklich aussagekräftigen Wörter geändert, hätten beiden Texte nur noch eine Übereinstimmung von 50%, hätte er drei Viertel der Wörter anders geschrieben, nur noch eine von 25% usw.

Ab welchem Prozentsatz der Übereinstimmung seid Ihr unter Verwendung beschriebener Vorgehensweise der Meinung, dass ein Text nicht mehr als unique, also als Plagiat ansehen werden muss?

Ab wann ist ein Text ein Plagiat?

  • Ab einer Übereinstimmung von 50% (25%, 276 Votes)
  • Ab einer Übereinstimmung von 30% (13%, 141 Votes)
  • Ab einer Übereinstimmung von 60% (12%, 128 Votes)
  • Ab einer Übereinstimmung von 90% (11%, 124 Votes)
  • Ab einer Übereinstimmung von 70% (11%, 118 Votes)
  • Ab einer Übereinstimmung von 10% (10%, 108 Votes)
  • Ab einer Übereinstimmung von 40% (8%, 83 Votes)
  • Ab einer Übereinstimmung von 80% (6%, 61 Votes)
  • Ab einer Übereinstimmung von 20% (5%, 59 Votes)

Total Voters: 1.098

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Eure SEO-united.de Blogger
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Kommentare zu Ab wann ist ein Text ein Plagiat?:

  1. B2B says:

    Aus Sicht der Suchmaschinenoptimierung sind Plagiate mehr oder weniger an der Tagesordnung um Backlinks zu generieren. Die Frage, ab wann es sich hier um ein Plagiat handelt, kann sicher bis zum Erbrechen diskutiert werden. Meiner Meinung nach sind Beiträge, die einen erweiterten Informationsgehalt beherbergen durchaus legitim. Vermutlich gibt es aber auch darüber andere Meinungen…

    Als absolut positiv sehe ich die Änderung des Algorithmus der Google-Relevanz-Bewertung, die endlich sogenannten Content von minderwertigen Fließband-Produktionen der „Content-Farmen“ abstraft!

  2. Frank says:

    Was ist schon ein Plagiat. Man kann jeden Text nur genau einmal verfassen, alle weiteren über das selbe Thema sind dann Plagiate. Es kommt aber halt auf die Schöpfungshöhe an, ob das Kopieren rechtlich zulässig ist oder nicht. Und da urteilt so ziemlich jedes Gericht anders…

  3. Matthias says:

    Aus wissenschaftlicher Sicht ganz klar geregelt ab 3 Wörtern. So lernt man es im Studium. Google wird wohl etwas toleranter sein. Kommt wahrscheinlich auch auf die Menge des sonstigen Textes einer Seite an. Wie ihr z.B. hier auch zitiert habt, ist das ja üblich und wird nicht bestraft, wenn es kleine Teile sind (und aus wissenschaftlicher Sicht gekennzeichnet ist).

  4. Was andere über SEO geschrieben haben (KW 8) | SEO BOOK says:

    […] Die Umfrage auf SEO-united.de, ab wann ein Text ein Plagiat ist (und mit der eigentlich der Frage nachgegangen werden sollte, was Duplicate Content ist) fand ich nicht überzeugend […]

  5. Raymond Appels says:

    @Starnberg Ob der Link zu deiner Webseite, den du beim Kommentar angegeben hast, von den Suchmaschinen weiter verfolgt wird oder nicht.

    Wenn er weiter verfolgt wird (do follow), „erbt“ deine Seite ggf. einen guten Ruf und kann durch diesen externen Links in den Suchmaschinen besser gelistet werden.

    Viele Blogger schreiben nur aus diesem Grund Kommentare. Warum es hier nicht aktiviert ist, kann ich (noch) nicht nachvollziehen, aber es wird einen Grund geben. Man kann aber auch „ohne Alkohol“ spaß haben ;-)

    Wenn man z.B. über den Suchmaschinen bezüglich seinem Tätigkeits- oder Hobby-Bereich besser gefunden werden will, dann macht es schon Sinn, in populären Blogs zu schreiben, auch wenn die Funktion „NoFollow“ aktiviert ist. Siehe hier (an 4. Stelle mit diesem Artikel).

    Die Aufregung einiger Co.-Autoren geht im Grunde darum, dass sie der Meinung sind, dass sie durch NoFollow weniger „Wert“ zurück bekommen, als sie SEO-united.de geben. Freiheit von Meinungsäußerung ist gestattet – manche Menschen kommen und andere gehen ;-)

    Liebe Grüße
    Raymond

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