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Auflösung: Das Internet ist in Gefahr – Schaden externe Verlinkungen den eigenen Rankings?

Internet  |  Gast  |  , 14:40 Uhr  |  15 Kommentare

Vielen Dank an die zahlreichen Teilnehmer meiner gestern hier kurzfristig veranstalteten Umfrage `Schaden externe Verlinkungen den eigenen Rankings?´ Die Umfrageergebnisse bestätigen meinen Eindruck. Die meisten Teilnehmer glauben, dass externe Links keine negativen Auswirkungen auf die Rankingpower haben. Aber dennoch sind sich fast die Hälfte (!) der Teilnehmer nicht sicher, bzw. glauben an negative Auswirkungen:

Reduzieren Deiner Meinung nach externe (abgehende) Links die Rankingpower, die über die interne Verlinkung weitergegeben wird?

  • Nein (51%, 130 Votes)
  • Ja (27%, 69 Votes)
  • Bin mir nicht sicher (22%, 55 Votes)

Total Voters: 253

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In den Kommentaren hat niemand einen Link zu einer Untersuchung gepostet, die diese Wirkungs-weise auch nur annähernd belegt. Danke an Frank Mohnhaupt, der dies mit der Schaltung auf NoFollow mal getestet hat: Do follow oder no follow? Ein Experiment! Übrigens Frank: Die Art Deiner Optimierung und Verlinkung ist doch recht `experimentell´ 😉

Die Macht der Deduktion

Wie bereits oben geschrieben, bin ich nicht der Meinung, dass Google den Wert von internen Links entwertet, wenn sich auf der gleichen Seite oder sogar auf der gesamten Domain ausgehende Links befinden. Dafür sprechen mindestens zwei gute Gründe:

Mir ist kein Test bekannt, der dies eindeutig nachweist. Falls Ihr einen kennt, dann bitte klärt mich auf. Falls Ihr keine Tests findet, dann bitte stellt Eure eigenen Tests an. Ja, rein theoretisch kann es passieren, dass eine Seite durch das Hinzufügen nach außen gerichteter Links an Positionen verliert. Dies muss aber nicht zwingend mit einer Umverteilung von Linkpower zu tun haben. Es könnte eben auch sein, dass die Contentänderung alleine schon dazu führt. Oder Google könnte (schlecht gewählte) ausgehende Links als Spamsignal einstufen und die Seite deswegen herabstufen.

Gäbe es keine guten Links, dann könnte Google diese auch nicht als Rankingfaktor verwenden. Es lässt sich leicht recherchieren, dass Google den organischen Links den gesamten geschäftlichen Erfolg (mit Adwords) zu verdanken hat. Diese `editorielle Empfehlung´ (ein natürlicher Link) hat Google aus dem Suchmaschineneinerlei Ende der 90er Jahre klar herausgehoben und dazu befähigt alle anderen Anbieter hinter sich zu lassen. Dementsprechend haben sie bis heute ein tiefbegründetes Interesse daran, dass Menschen weiterhin Inhalte im Netz auf freiwilliger Basis verlinken. Ohne Links kein Google. Aus diesem Grund alleine macht es für mich absolut keinen Sinn, dass Google eine Seite dafür bestraft, gute/ passende/themenrelevante/legitime ausgehende Links auf andere Seiten zu setzen.

Außerdem lässt sich leicht ableiten, welch katastrophale Auswirkungen ein solcher Nachweis auf Google und damit auf das gesamte Internet hätte. Wenn tatsächlich die `Belohnung´ verloren ginge, indem externe Verweise die Linkwirkung negativ beeinträchtigten und jemand weist das ganz klar nach, würden logischerweise alle Webmaster damit anfangen, panisch alle Links auszubauen. Ein Kopfschuss für Googles Geschäftsmodell. Wer zweifelt daran?

Die Linkjuice-Zellteilung als Gedankenmodell

Wie berechnet Google denn jetzt den internen Linkjuice? Hier ein Vorschlag; eine Vermutung. Google könnte einfach die ankommende Linkpower verdoppeln. Stellt Euch einfach den Linkjuice als mit Flüssigkeit gefüllte organische Zelle vor. Was machen Zellen? Sich teilen und verdoppeln. Aus eins mach zwei, plöpp:

Unsere Seite hat insg. eine gewisse Menge an Linkpower erhalten. Diese verdoppelt sich und somit stehen automatisch 200 % an Punkten zur Verfügung. 100 davon können für interne und 100 für externe Zwecke in die weitere Kalkulation einfließen.

Der interne Linkjuice geht in unserem Beispiel zu jeweils 20 % an unsere fünf Links. Das gleiche passiert mit dem externen Linkjuice. Umgekehrt gilt natürlich auch, dass – egal wie viele interne Links auf einer Seite existieren – interne Links keinen Linkjuice bei externen Links `klauen´. Oder bezweifelt das jemand?

Sicher ist das eine simplistische Lösung. In der Praxis ist es immer komplexer. Dieser Erklärungsversuch soll aber auch keine tatsächliche Formel sein. Es ist ein reines Gedankenmodell, mit dem dieses spezielle Phänomen erklärt und die These vom unerlaubten Linkjuiceklau hoffentlich wiederlegt werden kann. Nennen wir das Modell: Die Linkjuice-Zellteilung.

Google wird niemanden dafür bestrafen, dass er auf gute Inhalte verlinken möchte. Keine Sorge. Ihr dürft gerne und viel auf andere Seiten verweisen. Damit könnte Ihr nur die anderen stärker machen, jedoch nicht Euch selbst schwächer. Und wenn doch, ja dann ist das Internet wirklich in Gefahr. Wenn Google so dumm ist und sich selbst zerstört, was machen wir dann?

Saša, linkaufbautour.de
Saša Ebach ist Vater, Dozent, Content-Stratege und Linkaufbau-Enthusiast. Er hilft dabei, echte Autoritäts-Links aufzubauen. Dabei kombiniert er hochwertige Inhalte mit ausgeklügelten Linkanfrage-Kampagnen. Nur so lassen sich langfristig stabile und zukunftssichere Rankings erzielen.

P.S.: Die Linkaufbautour hat nur noch wenige Termine. Dann wird sie komplett eingestellt. Wer zukunfts-sicheres Linkbuilding erlernen möchte, der ist hier unter vielen gleichgesinnten Linkbaitern sehr gut auf-gehoben. Auch das Thema Linkjuice-Zellteilung ist bei einer aufregenden Diskussion mit den Teilnehmern des Linkbait-Seminars entstanden. Wann meldest Du Dich an ?

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Kommentare zu Auflösung: Das Internet ist in Gefahr – Schaden externe Verlinkungen den eigenen Rankings?:

  1. Jens Website sagt:

    Ich denke das externe Links einer Unterseite wie auch einer Startseite schaden können. Erstmal immer dann wenn es zu viele externe Links sind. Dann natürlich wenn Sie mit dem Thema nichts zu tun haben. Und natürlich externe Links durch Werbung sind auch nicht unbedingt hilfreich. Ein Link zu einem passenden Wikipedia Eintrag kann z. B. auch einen positiven Effekt haben. Das ist meine Meinung.

  2. Marc Website sagt:

    Ich denke es ist wie immer nichts klar 😉

    – Wenn der externe Link dem Leser einen Mehrwert bietet, die Seite „gesund“ ist und gut performed, ist das sicherlich kein Nachteil.
    – Wenn ich zu „Schundseiten“ (Linkhubs, Verzeichnisse, abgestrafte Seiten, Banner und Adsense-Gemülle) verlinke, oder nur um den Link Willen ist das nicht gut.
    – Zu viele externe Links = nicht gut

    Wie immer gilt: Userorientiert denken, genau selektieren und MACHEN.

    Cheers!

  3. Oneck Website sagt:

    Bei dieser Betrachtungsweise darf ein Sonderfall nicht vergessen werden: Reine Linkhubseiten, die außer ausgehenden Links keine wesentlichen Inhalte tragen. Hier spielt die Zahl der Links durchaus eine Rolle, denn umso mehr Links, desto eher wird eine Seite als reiner Linkhub wahrgenommen.

  4. Matthias sagt:

    Meiner Meinung nach verdoppelt sich nicht die Linkpower, sondern interne und externe Links werden isoliert betrachtet, wie oben beschrieben, haben beide 100% der ankommenden Linkpower. Das mit der Verdopplung ist ein unnötiger Schritt, denn imo ist eine Seite nicht allein dadurch dadurch stärker, dass sie sowohl interne, als auch externe Links hat.

    Ob externe Links Einfluss auf das Ranking haben, hängt von Ihrer Relevanz ab. Unrelevante externe Links => Abwertung, Relevante externe Links => Aufwertung, da man von Google einen Hub-Bonus bekommt.

  5. Erik Website sagt:

    Ich stimme Mal Danny zu. Obwohl ich teilweise schon andere Erfahrungen sammeln konnte. Zu viel Links nach außen, können ganz schnell in die Hose gehen 🙂

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