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Bing – Der Google Killer

Internet  |   |  , 17:00 Uhr  |  7 Kommentare

Die neue Suchmaschine von Microsoft heiß Bing und wird am 3. Juni offiziell an den Start gehen. Microsoft selbst bezeichnet seine neue Suche nicht als Suchmaschine im herkömmlichen Sinne, sondern als Entscheidungshilfe, sich im immer größer werdenden World Wide Web zurecht zu finden…

Das bereits jetzt veröffentlichte Video zeigt in der Tat, dass Bing weniger eine das Web sortierende Maschine als ein komplex strukturiertes Interface darstellt, mit welchem man nach Kategorien geordnet in aufbereiteten Informationen suchen sowie konkrete Absichten verfolgen bzw. Handlungen tätigen kann.

Auch bei Bing wird, ähnlich wie bei allen neuen Suchmaschinen, schnell die Frage laut, ob sich die neuen Suche als potentieller Google-Killer eignet. Weiß man um das klägliche Scheitern von ehemaligen Kandidaten wie z.B. Wikia Search, steht man mit der Aussage, Bing wird kein Killer ohne Zweifel auf der sicheren Seite.

Mit hoher Wahrscheinlichkeit wird es tatsächlich so sein, dass auch Bing dem Suchmaschinenriesen Google im besten Fall einige weitere Prozentpunkte abnehmen, niemals aber dessen Marktführerschaft im Bereich Internetsuche wirklich gefährden kann.

Um die Frage nach einem Killerstatus genauer zu beantworten, sollte man zuerst einmal überlegen, was überhaupt ein Google-Killer ist. Ist lediglich eine Suchmaschine, welche Google vom Thron des Marktführers stoßen wird ein Killer, oder sollte man auch eine einfach nur bessere Suchmaschine bereits als Google-Killer bezeichnen?

Wenn man Letzteres als Kriterium zulässt, könnte man Bing durchaus als Killer bezeichnen. Wo Google seine Suche in der letzten Zeit lediglich immer wieder um neue Features erweitert hat, kommt Bing mit dem kompletten Umfang der derzeit technisch möglichen Such- bzw. Darstellungsmöglichkeiten daher. Bing listet nicht nur die im Internet vorhandnen Inhalte, die als `Decisonengine´ bezeichnete Suche verarbeitet diese auch und bietet gerade bei speziellen Suchanfragen weit mehr als lediglich nach Relevanz sortierte Verweise zu anderen Webseiten.

Bing ist ein Google-Killer, weil die Macher nicht wie Google das Problem hatten, eine in erster Linie durch ihre Einfachheit erfolgreich gewordene Suche durch eigentlich notwendig gewordene Änderungen aufs Spiel zu setzen. Anstatt wie Google neue, nicht selten bessere Suchmöglichkeiten lediglich alternativ bzw. ergänzend zur bisherigen Suche zur Verfügung zu stellen, bietet Bing diese Möglichkeiten direkt und ohne große Umschweife.

Das Internet hat sich in den letzten Jahren explosionsartig weiter entwickelt. Wo beinahe täglich bis dahin kaum vorstellbare Dienste veröffentlicht werden, nutzt ein Großteil der Menschheit immer noch eine Suchmaschine, welche sich vom Grundgerüst her kaum verändert hat. Egal ob nun durch andere Medien oder neue Features ergänzt, die eigentliche Suche von Google ist und bleibt eine bloße Liste mit Verweisen zu anderen Webseiten.

Die Menschheit wird wohl auch zukünftig `googlen´ und nicht `bingen´. Google versteht es wie kein anderes Unternehmen, den Nutzer an seine Dienste zu binden und immer wieder von sich Reden zu machen. Bing ist keinesfalls schlechter als Google, wir wissen es mittlerweile nur nicht besser…

Gretus

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Kommentare zu Bing – Der Google Killer:

  1. NoSpam says:

    Zu allererst vielen Dank für den sehr gut recherchierten Artikel über bing. Jetzt liegt es eigentlich vor allem an uns Usern, auch wirklich davon Gebrauch zu machen und nicht immer wie selbstverständlich zu „googeln“. Für alle SEO-Anbieter, Online-Shop-Betreiber und auch alle jene, die vom web-traffic leben, wäre es schon von Vorteil, wenn sich endlich ein Gegengewicht zu Google etablieren könnte.

  2. Jan says:

    Auch ich kann „Google-Killer“ nicht mehr hören. Und zwar weil es dazu führt, dass jede neue Suchmaschine direkt mit Google verglichen wird, und wenn dort das erste Suchergebnis schlechter ist, war es halt nicht der Google-Killer und man kommt nie wieder. Eine differenzierte Beurteilung eines neuen Dienstes wird dadurch unmöglich. Ich bin sicher, dass der Suchmaschinenmarkt kein natürliches Monopol darstellt, der zwingend auf einen einzigen Player hinausläuft. Neben dem kurzen und knackigen Namen hat Bing bestimmt Vorteile gegenüber Google, die es wert sind herausgefunden zu werden, selbst wenn Google nicht daran zugrunde geht.

  3. Martin O. Hamann says:

    Danke für den Artikel. Wow, also bing hat was und man merkt dass dort sehr viel Geld hinein gestecken worden sein muss. Diesmal macht microsoft alles richtig, denn sie haben gelernt dass man mit halben Sachen keinen Blumentopf im web gewinnen kann. Also das lapidare Google-Killer kann ich aber auch nicht mehr hören weil es absolut Quatsch ist und nur impliziert dass Google gekillt werden müsste. Bing gefällt mir weil der Name kurz & knackig ist und mich reizt wie die einzelnen Buchstaben miteinander spielen.

  4. Gretus says:

    Hallo Alex,

    genau kenne ich mich da nicht aus, aber das Ganze hat wohl kartellrechtliche Gründe. Sonst könnte z.B. der IE ja auch einfach Google sperren…

    Grüße

    Gretus

  5. Alex says:

    Wenn bing ein Produkt von Microsoft ist, warum bauen die Entwickler dann keine Extension zu bing in die Standardprodukte wie IE, die ja jeder Neuling auf dem Rechner hat. Oder gibts das schon und es ist an mir vorbeigezogen? Aber ich hatte von Anfang an keine Bing-Toolbar in meinem IE ;-)

    Ihr wisst wie ichs meine^^

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