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Zirkus SEO

Bloggen  |   |  , 18:01 Uhr  |  10 Kommentare

Da die Diskussion über die `Öffentlichkeitsarbeit´ einiger SEOs ein willkommener Lückenfüller für das Sommerloch zu sein scheint und da es sogar einmal ganz gut ist, sich über das momentane Image von SEO zu unterhalten, möchte auch ich an dieser Stelle einige Worte darüber verlieren…

Mir ging es nicht darum, die ganze Szene schlecht zu machen, mir geht es darum, darauf aufmerksam zu machen, dass das Verhalten bestimmter Personen dazu führt, dass das ohnehin schon angeschlagene Image von SEOs immer schlechter wird.

Fakt ist, dass nicht jeder das Auftreten besagter Persönlichkeiten richtig zu interpretieren weiß. Viele Webseitenbetreiber sind noch sehr jung und bekommen durch das ihnen präsentierte Bild ein falsches Verständnis über die tägliche Arbeit eines SEOs.

Ihnen wird vermittelt, ein guter SEO muss viel Geld verdienen und behält seine Methoden am Besten für sich. So wurde das SEOktoberfest als Treffen einiger privilegierter Insider dargestellt, welche die nicht unbeträchtlichen `Teilnahmegebühren´ durch die auf dem Treffen erhaltenen Informationen bereits jetzt wieder raus haben.

Nachzuhaken, wie konkret das investierte Geld wieder rein gekommen ist, möchte ich mir an dieser Stelle sparen. Wichtig ist mir lediglich, dass diese Heimlichtuerei und das ständige Kokettieren gerade unter jungen SEOs dazu führen könnte, dass man Suchmaschinenoptimierung als Persilschein für ein Leben in Saus und Braus versteht.

Ob ein mit verstellter Stimme aufgenommenes Interview, das Herzeigen des letzten Kontoauszuges oder die Geheimniskrämerei um ein Treffen, vermittelt wird, dass lukrative SEO Techniken streng geheim und nur einigen wenigen vorbehalten sind. Es wird damit angegeben, innerhalb von wenigen Stunden mehrere Tausend Euro verdient, Google ein weiteres Mal ausgetrickst oder sich mit Affililinks dumm und dämlich verdient zu haben.

Meiner Meinung nach findet hier eine Entfremdung gegenüber der eigentlichen Arbeit, gegenüber den Kunden und auch gegenüber den Besuchern statt. Vermittelt wird, Google bzw. der Besucher einer Webseite sei eine `Cashkuh´, die man nur richtig zu melken wissen muss. Dass man als SEO auch eine gewisse Verantwortung hat bzw. eine gewisse Ethik entwickeln sollte, sehe ich bei vielen SEOs nicht.

Wer seine Methoden nicht öffentlich preisgibt und SEO nicht als Arbeit sondern Status versteht, der wird dafür sorgen, dass sich das Image von SEOs weiter verschlechtert und Kiddies zukünftig nicht mehr Popstar sondern SEO werden wollen. Wenn dem so ist, bitteschön, nur sollte Dieter Bohlen dabei immer ein Idiot bleiben ;-)

Gretus

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