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Brands waren gestern

Internet  |   |  , 11:58 Uhr  |  8 Kommentare

Im Internet aufgetauchte Designvarianten zukünftiger Versionen des Webbrowsers Google Chrome deuten darauf hin, dass die Betreiber bekannter Suchmaschinen die Zugehörigkeit eines Webdokuments zu einer bestimmten URL für immer weniger wichtig erachten…

Wie sich erkennen lässt, nimmt der Platz für die URL bei den Designvarianten von Google Chrome einen immer unbedeutenderen Platz ein. Wird die Adresse eines Webdokuments heute noch zentral im oberen Bereich dargestellt, könnte die URL bei zukünftigen Versionen z.B. nur noch in der Sidebar angezeigt werden.

Tatsächlich ist es so, dass selbst die Betreiber bekannter Suchmaschinen deren heutige Funktionsweise als veraltet ansehen. Anstatt bei einer Suchanfrage einfach nur möglicherweise relevante Dokumente aufzulisten, sollte eine gute Suchmaschine ihrer Meinung nach schon heute dazu in der Lage, der Anfrage entsprechende Inhalte aus sämtlichen im Internet vorhandenen Dokumenten zu extrahieren und zu einem neuen, gezielt der Anfrage entsprechenden Inhalt bzw. Dokument zusammenzufassen.

In einem kürzlich von Rand Fishkin von seomoz.org mit Stefan Weitz, dem Director of Search bei Bing, wird die Funktionsweise einer Suchmaschine von morgen näher umschrieben (ab 06:20 min):

Leiten heutige Suchmaschinen ihre Nutzer in der Regel lediglich auf andere Seiten weiter, werden zukünftige Suchmaschinen dazu in der Lage sein, die von Nutzern gestellten Anfragen in Form einer detaillierten Übersichtsseite direkt zu beantworten. Ähnlich wie bereits bei Google Places, wird es auch Nutzern ohne eigene Webseite möglich sein, ihre Inhalte bei Suchmaschinen hochzuladen und an den im Internet generierten Umsätzen teilzuhaben.

Anders als jedoch noch heute, werden es nicht Webseiten sein, die via Suchmaschinen generierte Besucherströme unter sich aufteilen, sondern Nutzerkonten, welche die direkt bei z.B. Google generierten Umsätze untereinander teilen.

Als Beispiel wird man als Betreiber eines Shops oder eines bestimmten Informationsangebots keinen eigenen Webshop bzw. keine eigene Webseite mehr brauchen, sondern man wird seine Produkte bzw. Informationen unmittelbar bei Suchmaschinen einstellen können. Heute noch in erster Linie auf die Verteilung von Traffic aufbauende Vergütungsmodelle werden nach und nach durch auf die Verwendung nutzerspezifischer Daten aufbauende Modelle der Abrechnung ersetzt werden.

Brands und URLs waren gestern. Zukünftig wird es auch in Bezug auf SEO nicht darauf ankommen, seine Informationen bzw. Produkte unter einem möglichst bekannten Dach bzw. auf einer einzelnen Webseite zu vereinen, sondern darauf, den Betreibern bekannter Suchmaschinen die für die Erstellung ihrer eigenen Inhalte notwendigen Daten in großem Umfang bzw. unter der Verwendung möglichst etablierter Nutzerkonten zur Verfügung zu stellen. URLs werden im Internet von morgen durch Nutzer-IDs ersetzt werden, bekannte Brands durch vertrauenswürdige Personen…

Gretus

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Kommentare zu Brands waren gestern:

  1. Jan says:

    Ich frage mich gerade, was „zukünftig“ bei dieser Prognose bedeuten könnte. Ist damit eher 1 Jahr, 5 Jahre, 10 Jahre oder vielleicht irgendwann mal gemeint?

  2. Raymond Appels says:

    Klein war gestern. Wir sind in der Zeiten der MEGA-Unternehmen angekommen. Sogar große namhafte Unternehmen werden verschwinden und es werden Giganten entstehen, von der wir heute noch nie gehört haben.

  3. Active-Seo says:

    Ohhhh das ist aber ein Blick in die Glaskugel ;) Ich glaube Profezeiungen zur Zukunft des Netzes nur noch wenn ich sie war werden sehe.

    Nicht alles was Google vorhat, plant, entwickelt ist auch praxistauglich, bzw. setzt sich durch.

  4. Markus Bauer says:

    Super Artikel mit nachvollziehbaren Schlussfolgerungen: Trust, Authority & Credibility, die Suchmaschinen neuen Online-Inhalten zubilligen, werden künftig weniger an Organisationen und URLs und mehr an die Personen bzw. IDs und Accounts gebunden sein, die den Content publiziert haben.

    Der bisherige AdSense-Verdienst auf eigenen Webseiten könnte für die Content-Produzenten (wenn eigener Content – als Teil eines Patchwork – künftig direkt in den „SERPs“ angezeigt wird) dann zum AdWords-MITverdienst direkt bei Google (& Co.) werden.

  5. Markus says:

    Mir fehlt zu dieser Herangehensweise noch der Zugang, glaub ich. Mir scheint das zu sehr auf die jeweilige Suchmaschine konzentriert. Zudem werden sich „gelernte“ Verhaltensweisen nicht so schnell ändern.

    Schön, dass es SEO-united.de weiter gibt!

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