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Das Internet macht mobil

Internet  |   |  , 21:17 Uhr  |  4 Kommentare

Mit dem Verkauf der UMTS-Lizenzen im Sommer 2000 und den daraus entstandenen Mehreinnahmen zur Tilgung der Staatsschulden wurde einer der Grundsteine für die schleppende Marktverbreitung von mobilen Breitbandverbindungen in Deutschland gelegt. Die Kuh musste so lange wie möglich gemolken werden, um die 50 Milliarden Lizenzgebühren wieder einzuspielen…

Ein weiteres Handicap für eine schnelle Verbreitung des mobilen Internets waren die schlechten Endgeräte. Die Smartphones der ersten Generation waren kaum zu gebrauchen und so dümpelte der Markt lange Zeit vor sich hin.

Mit der Markteinführung des I-Phones im Juni 2007 kam jedoch die Wende. Kurz darauf überschlugen sich die Ankündigungen für neue Smartphones, Google kündigte mit Android und dem G1 ein mobiles Betriebssystem bzw. Handy an und bis heute sind bereits knapp 900.000 .mobi Domains registriert.

Wo die Entwicklung vorher eher schleppend verlief, geht es nun mit riesen Schritten voran. Immer mehr Smartphones mit eigenen Browsern drängen in den Markt und immer neue Applikationen werden veröffentlicht. Diese technischen Erneuerungen werden deutliche Veränderungen im Internet zur Folge haben. Insbesondere das Userverhalten dürfte sich stark an die Gegebenheiten des Mobile Web anpassen. Kurz gesagt müssen Informationen schneller und kompakter zur Verfügung stehen, Design dürfte an Wichtigkeit anbüßen und die Funktionalität weiter in den Mittelpunkt rücken.

Leider versuchen sich die deutschen Mobilfunkkonzerne immer noch damit, die UMTS-Kuh zu melken, was den entgültigen Durchbruch noch verhindert. Mobile Internet Flatrate Tarife sind noch immer völlig überzogen, denn ab 1GB Verbrauch im Monat wird meistens deutlich die Bandbreite gedrosselt. Ich persönlich rechne nicht damit, dass sich derartige Tarifmodelle langfristig durchsetzen. In einigen Monaten werden die ersten uneingeschränkten Flatrates zu moderaten Konditionen verfügbar sein, was eine rasante Steigerung des mobilen Traffics zur Folge haben dürfte.

Für SEOs dürfte diese Steigung ein Segen sein. Neue Zielgruppen, neue Spielfelder, neuer Traffic und frische Themenfelder gilt es zu erobern. Die Entwicklung bedeutet aber auch, dass Internetportale diesbezüglich angepasst werden müssen. Wenn die mobilen Zugänge schneller und insgesamt besser werden, so werden die Displays der mobilen Entgeräte eine gewisse Größe nicht überschreiten. Auch wenn wir endlich mobil sind, steht derzeit noch nicht fest, wohin genau die Entwicklung gehen wird. Was meint ihr, wie wird sich das Mobile Internet entwickeln und welche großen Veränderungen kommen auf uns zu?

Constantin

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Kommentare zu Das Internet macht mobil:

  1. Marcel says:

    Ich bin ja eigentlich nicht so für staatliche Regulierung, aber ich glaube hier wäre die mal angebracht und das jetzt nicht nur Deutschland weit sondern EU weit. Ich bin jetzt zwar nicht so Internet süchtig, aber wenn ich mal 1-2 Wochen in Urlaub (Österreich, Korfu usw.) bin, möchte ich schon die Möglichkeit haben schnell mal nach dem rechten zu schaun. Ok, kann man jetzt auch schon, aber da zahlt man ja meist gewaltig drauf.

  2. Constantin says:

    Wenn ich die Phrase „Ab dem Datenvolumen von 300 MB (Combi Flat S Special) und 1 GB (Combi Flat M/L Special) wird die Bandbreite im jeweiligen Monat auf Max. 64 kbit/s (Download) und 16 kbit/s (Upload) beschränkt“ im Kleingedruckten der I-Phone-Tarife von T Mobile richtig verstehe, dann ist selbst der teuerste Tarif für 120,- Euro im Monat auf Maximal 1Gb beschränkt. Damit ist insbesondere die Nutzung von „Always-Online“-Diensten nicht wirklich möglich. 1GB ist extrem schnell erreicht…

    Ich hoffe, dass die mobilen Tarife dem Internet helfen, zum Massenmedium zu werden. Dafür muss sich jedes Kind auf dem Schulhof ein Smartphone inkl. vernünftiger Konditionen haben. Ich denke nicht, dass dies in einiger Zeit wesentlich mehr kosten wird als wir heute für unsere Handytarife ausgeben.

    Liebe Grüße,
    Constantin

  3. Tobias says:

    „denn ab 1GB Verbrauch im Monat wird meistens deutlich die Bandbreite gedrosselt“
    Tippfehler? Bei den „Möchtegernflatrate-Tarifen“ die ich kenne, sind es 5 oder 10 GB. Natürlich hätte ich auch gerne unbegrenzte Flatrates, aber mit 10 GB kann man schon bequem unterwegs surfen, arbeiten und mailen. Für 25 EUR finde ich das auch ganz ok, auf unter 10 EUR werden diese Preise wohl auch nicht fallen. Vielleicht hat die Beschränkung ja auch den Vorteil, dass die „Poweruser“ dadurch das UMTS nicht langsamer machen. :)

    Über kurz oder lang wird sich natürlich einiges verändern und vorallem Smartphones weiter verbreitet werden. Ich muss gerade an meine Zugfahrt letzte Woche denken. Da hatte gefühlt jeder 4. einen Laptop auf dem Tisch stehen (keine Geschäftsleute). Das war vor ein paar Jahren auch eher die Seltenheit.

  4. Phil says:

    […]Die Kuh musste so lange wie möglich gemolken werden, um die 50 Milliarden Lizenzgebühren wieder einzuspielen[…]

    Das dauert noch ne Weile! Und zu Deiner Frage Constantin – Wenn man jetzt sagen würde, wie einst Bill Gates es tat, als es um Internet ging „Eintagsfliege“, wäre dies gewiss falsch! Ich denke das mobile Web wird relevant und auch interessant sein, für jedermann! Aber bis dahin ist es noch eine Weile, denn teils ist dies für viele „Otto-Normal-Verdiener“ noch purer Luxus, und wenn die Technologie dann schon einigermassen überholt ist, und es wieder neues gibt, da wird es die breitflächige mobile Web Nutzung geben! Aber das kann gut und gerne noch 5 bis 10 Jahre dauern!

    Gruß
    Phil

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