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Die Kehrseite von Social Media (Update)

Internet  |   |  , 10:20 Uhr  |  14 Kommentare

Netzwerke wirbeln das Internet ordentlich durcheinander. Wo momentan noch Suchmaschinen die größten Knotenpunkte des Internets darstellen, könnte es bald schon sein, dass Facebook, Twitter und Co. den Großteil der Besucherströme des World Wide Webs regeln…

Im Zuge ihres `Content Discovery and Engagement Report´ (PDF) hat das Unternehmen Outbrain kürzlich untersucht, wie sich der externe Traffic einer durchschnittlichen Webseite mittlerweile zusammensetzt:

Das es Unterschiede in der Qualität des Traffics via Suchmaschinen (41%) bzw. sozialen Netzwerken (14%) gibt, zeigen die folgenden Grafiken. Während die Nutzer einer Suchmaschine gezielt nach etwas suchen, kommen die Nutzer sozialer Netzwerke oft eher zufällig auf eine Webseite.

Oben sehen wir die durchschnittliche Anzahl von Pageviews via Suchmaschinen bzw. sozialen Netzwerken auf eine Webseite geleiteter Besucher. Besucher via Suchmaschinen verbringen deutlich mehr Zeit auf einer Seite als die Besucher via Netzwerk.

Über das Social Web auf eine Seite aufmerksam gewordene Besucher haben die höchste Bounce-Rate überhaupt. Viele also klicken einfach auf einen Link, besuchen kurz die Webseite und verlassen sie dann auch wieder.

Im Bereich Social Media Marketing engagierte Webseitenbetreiber sollten sich darüber im Klaren sein, dass Facebook, Twitter und Co. zwar eine Menge Traffic bringen, dieser aber lange nicht so zielgerichtet ist wie der Traffic über Suchmaschinen.

Eine der größten Herausforderungen im Bereich Social Media dürfte es sein, die besucherspezifischen Daten seiner Webseite (Bounce-Rate, Time on Site usw.) im Zuge oftmals auch unqualifizierter Besucher über Social Media weiterhin stabil zu halten.

Wie man an folgender Grafik erkennen kann, geht das Engagement einzelner Fans von Seiten aus dem Bereich `Media´ bzw. `Brands´ mit steigender Gesamtzahl der Fans tendentiell zurück. Lediglich bei Fanseiten zum Thema `Artists´ steigt mit wachsender Fangemeinde auch das Engagement einzelner Fans.

Nimmt man das allgemeine Engagement der Fans als Hinweis darauf, welche Themen sich in sozialen Netzwerken auf Dauer durchsetzen werden, könnten sich Facebook und Co. in Bezug auf die Trafficgenerierung für Medienseiten bzw. die Reputationsmöglichkeiten für Marken bald schon als Luftblase erweisen.

Das Interesse der Mitglieder an kommerziellen Inhalten bzw. Produkten wird weiter schwinden. Lediglich wer es schafft seine Inhalte bzw. seinen Brand durch konkrete Persönlichkeiten zu repräsentieren, wird auch in Zukunft noch von Facebook profitieren können…

Gretus

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Kommentare zu Die Kehrseite von Social Media (Update):

  1. […] SEO-united.de berichtet von Untersuchungen, die ergeben haben, dass die Absprungrate bei Social Media deutlich größer ist als beim herkömmlichen Suchmaschinen-Traffic […]

  2. SandraundSven Website sagt:

    Was die Studie sagt können wir sehr gut bestätigen. Wir generieren für unser Hobbyforum sehr viel Traffic über Twitter, mehr noch als über Facebook. Denn bei Facebook finden Kommentare etc. oft direkt bei Facebook statt. Twitteruser hingegen hinterlassen auch Nachrichten bei uns – wahrscheinlich schon deshalb weil man bei Twitter längere Texte nicht schreiben kann.

    Denke Unternehmen können von Social Media sehr wohl profitieren, dann aber eher bei Angeboten etc. Also wenn man zum Beispiel 100 Fernseher für einen günstigen Preis loswerden will. Dann twittert man das und wird die auch schnell los, auch wenn die User dann nicht wieder auf die Seite kommen zu einem späteren Zeitpunkt. Man muß das Medium also zu nutzen wissen.

  3. Warum Social Media nicht alles ist » www.vorwaerts.biz sagt:

    […] Beim Lesen einiger Blogs und Tweets stieß ich gestern auf einen interessanten Artikel von Gretus bei seo-united.de mit dem Titel Die Kehrseite von Social Media […]

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