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Die Lösung im Leistungsschutzrecht-Streit

Internet  |   |  , 10:37 Uhr  |  17 Kommentare

Die gestrige Bundestagsdebatte über das Leistungsschutzrecht hat einmal mehr gezeigt, dass das geplante Gesetz in seiner jetzigen Form kaum realisierbar ist! Da es bei der Diskussion um das LSR unserer Meinung nach letztendlich nur darum geht, wie viele Wörter eines Textes Suchmaschinen in ihren Ergebnissen darstellen dürfen ohne dabei eine Urheberrechtsverletzung zu begehen, haben wir uns einmal Gedanken gemacht, wie man das Problem lösen könnte…

Um die unterschiedlichen Fronten bei der Diskussion um das Leistungsschutzrecht zu verstehen, hier zunächst einige Anmerkungen:

  • Ein von einem Autor verfasster Text stellt sein geistiges Eigentum dar und sollte vor dem Missbrauch Dritter geschützt werden
  • Ab wann ein Missbrauch seines Textes vorliegt, sollte der Autor selbst bestimmen können
  • Suchmaschinen helfen dabei, dass Inhalte im Internet besser gefunden werden können
  • Suchmaschinen verdienen an den Inhalten Dritter und sind bestrebt, möglichst viele Informationen auf ihren eigenen Seiten anzubieten

Angesichts der Tatsache, dass die Darstellung eines fremden Textes ab einer bestimmten Länge tat-sächlich eine Urheberrechtsverletzung darstellt und die Betreiber bekannter Suchmaschinen immer mehr bestrebt sind, möglichst viele Informationen auf ihren eigenen Seiten anzubieten, sollte neben der existierenden Möglichkeit, ob Suchmaschinen einen Text generell verwenden dürfen oder nicht (robots.txt), zusätzlich (!) eine Möglichkeit gefunden werden, bei der der Urheber eines Textes selbst bestimmten kann, wie viele (zusammenhängende) Wörter seines Textes Suchmaschinen bei ihrer Ergebnisauslieferung bzw. Aggregation von Inhalten darstellen dürfen.

Eine für die Betreiber von Suchmaschinen verbindliche (!) Meta-Angabe, dass sie nur eine bestimmte An-zahl von Zeichen oder Wörter bei der Darstellung in ihren Ergebnissen oder Newsaggregatoren verwenden dürften, wäre technisch leicht zu realisieren und würde in der Praxis dazu führen, dass nach und nach ein natürliches Gleichgewicht zwischen Informationseigentümer (Autoren) und Informationslieferant (Such-maschinen) entstehen würde:

Stellt ein Autor fest, dass ihm durch eine vom ihm zu hoch gewählte Anzahl der Wörter welche Suchmaschinen von seinem Text verwenden dürfen, potentielle Besucher seiner Webseite verloren gehen, kann er den Wert nach unten korrigieren. Merkt er dagegen, dass die Suchmaschinen durch eine von ihm zu niedrig gewählte Anzahl von Wörtern Probleme damit haben seinen Text richtig zu verarbeiten und er deswegen in den Ergebnissen schlechter gelistet wird, kann er den Wert gegebenenfalls nach oben anpassen.

Der Autor eines Textes sollte selbst bestimmen können, ob und wie viel seines geistigen Eigentums Suchmaschinen dafür verwenden dürfen, seinen Text im Internet auffindbar zu machen! Je mehr/weniger seines Eigentums er freigeben würde, desto mehr/weniger würde er selbst davon profitieren/darunter leiden…

Eure SEO-united.de Blogger
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Kommentare zu Die Lösung im Leistungsschutzrecht-Streit:

  1. […] Wie wir in unserem Artikel `Die Lösung im Leistungsschutzrecht-Streit´ beschrieben haben, bedarf es in der Diskussion einer differenzierten Betrachtung der möglichen technischen Lösungen […]

  2. Bernd Hohmann sagt:

    Es ist ja nicht so, dass die Suchmaschinen und Aggregatoren in aller Heimlichkeit den Content klauen sondern sie klingeln (http get) und stellen sich brav mit Namen vor (zb. „googlebot-news“). Es kann mir keiner erzählen, dass die Verlage damit kein Werkzeug in der Hand haben den Bots entsprechend ausgewählten Content hinzulegen.

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