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Einführung in die Semantische Suche

Internet  |   |  , 09:51 Uhr  |  4 Kommentare

Wie wir in unserem Artikel `Google plant next Generation of Search!´ berichtet haben, planen die Entwickler von Google die Auslieferung der Ergebnisse ihrer Suchmaschine mit Hilfe der Auswertung semantischer Beziehungen grundlegend zu überarbeiten. Um die bereits zahlreich zum Thema `Semantische Suche´ veröffentlichten Beiträge besser verstehen zu können, möchten wir Euch hiermit eine kurze Einführung in das Thema Semantik geben…

Was ist Semantik?

Der Begriff Semantik bezeichnet die Wissenschaft von der Bedeutung der Zeichen (Wörter, Phrasen oder Symbole) sowie deren Beziehungen zu- bzw. untereinander.

Was ist das Semantische Web?

Das Semantische Web ist ein Konzept zur Weiterentwicklung des World Wide Webs. Um die Flut von täglich neu entstehenden Informationen auch zukünftig für Menschen noch abrufbar zu machen, ist es erforderlich, dass (Such-)Maschinen diese interpretieren und verarbeiten können.

Für die verbesserte Verarbeitung von Informationen durch (Such-)Maschinen ist es erforderlich, dass diese Informationen nicht einfach nur untereinander abgleichen, sondern sie in für den Suchenden möglichst sinnvolle Beziehungen zueinander setzen. Hier ein Beispiel:

Dresden<stadt> liegt an der Elbe<fluss>. Paul Schuster<familienname> wurde 
1950<geburtsdatum> in Dresden<geburtsort> geboren.

Was ist die Semantische Suche?

Im Gegensatz zu einer lediglich auf den Abgleich von Keywords basierenden Suche, versucht die Semantische Suche die unterschiedlichen Intentionen hinter einer lediglich auf Keywords basierenden Suchanfrage zu erkennen und die individuell relevanten Ergebnisse anhand semantischer Beziehungen zwischen den gesuchten Begriffen und anderen im Index vorhandenen Informationen zu assoziieren.

Wie sieht das in der Praxis aus?

Wie Matt Cutts in unten stehendem Interview erläutert, gibt es zwei unterschiedliche Herangehensweisen für die Semantische Suche. Die eine Möglichkeit, Beziehungen zwischen Informationen darzustellen, ist diese mit zusätzlichen Markups explizit auszeichnen zu lassen. Anhand der Darstellung oben ist Dresden laut unserer Auszeichnung (< >) nicht nur eine Stadt, sondern auch ein Geburtsort.

Die andere Möglichkeit, Beziehungen zwischen Informationen darzustellen, ist diese nicht explizit auszeichnen zu lassen, sondern anhand der von Menschen z.B. bei Suchanfragen oder in Texten gemachten Beziehungen algorithmisch zu berechnen.

Semantische Suche vs. Social Web

Während es vergleichsweise einfach zu sein scheint, die semantischen Beziehungen zwischen von Menschen in Bezug auf Dinge gemachte Informationen zu berechnen, stellen Beziehnungen zwischen Menschen untereinder bzw. Menschen und Dingen für die Betreiber von Suchmaschinen ein Problem dar. Um Beziehungen zwischen Menschen berechnen zu können, braucht es deren aktiven Austauschs untereinander, um Beziehungen zwischen Dingen und Menschen bzw. zwischen Dingen untereinder berechnen zu können wiederrum deren vorherige Handhabung durch den Menschen.

Die Suche der Zukunft

Nimmt man die Semantische Suche als eigentliches Ziel einer Suchmaschine, so sind von den Nutzern untereinander gemachte soziale Beziehungen zwingend erforderlich, um den Nutzern zu den von ihnen gesuchten Informationen semantisch passenden Ergebnisse ausliefern zu können. Die Suche der Zukunft wird jedem Suchendem individuell auf seine Person zugeschnittene Informationen nicht einfach nur darstellen, sondern sie aufgrund der semantischen Beziehungen zwischen Menschen, Dingen und Orten individuell für ihn aufbereiten.

Um es noch einmal auf den Punkt zu bringen, für eine semantische Suche braucht Google soziale Beziehungen unter den Nutzern! Google+ war nie ein Facebook-Killer, sondern es ist der Grundstein für Semantic Search…

Weiterführende Informationen

Eure SEO-united.de Blogger

Sie befinden sind hier: Einführung in die Semantische Suche

Kommentare zu Einführung in die Semantische Suche:

  1. vanvox says:

    Nochmal ein Grund besonders auf Google+ aktiv zu sein und möglichst viele Beziehungen aufbauen, damit Google uns dann bei der Semantischen Suche mit einbeziehen kann.

  2. Philip says:

    Ich begrüße den Plan von Google. Es wird Zeit für mehr Verständnis über die Inhalte eines Dokuments. Das könnte in Punkto Qualität Vorteile bieten. Aber bis dahin ist es noch ein mühsamer Weg. Immerhin zeigt Google mit schema.org, wie man jetzt schon helfend eingreifen kann. Das ist leider bisher viel Aufwand und viel Code. Im Wildner Blog haben wir bereits einige Artikel zum Thema Semantik veröffentlicht, hier nur ein Beispiel…

  3. Alex says:

    Wenn Google+ als Grundlage für die semantische Suche fungieren soll, muss doch aber trotzdessen ein hoher Marktanteil erreicht werden. Ansonsten können doch nicht für jeden Suchenden auch soziale Beziehungen hergestellt werden, oder?. Also schließt dies meiner Meinung nach die Bezeichnung als „Facebook-Killer“ mit ein. Denn dies ist nach wie vor ein Ziel von G+.

    Übrigens, super Beitrag!

  4. Sabrina says:

    Schöne Erläuterung habt ihr da erstellt. Jetzt fehlt eigentlich nur noch die Erklärung für Korrelationen, die ja auch bei Social Media und SEO, bzw. dem Erfolg einer Seite zustande kommt. Google+ wird hierbei sicherlich noch eine große Rolle spielen ;)

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