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Epidemie Linkgeiz

Internet  |   |  , 12:21 Uhr  |  13 Kommentare

Das Unwort des Jahres 2008 lautet `Herdprämie´. Würde es eine spezielle Wahl unter SEOs geben, würde sicher der Begriff `Linkgeiz´ ganz weit oben stehen. Linkgeiz bezeichnet den Umstand, dass kaum mehr freiwillige Links zu anderen Webseiten gesetzt werden…

Die Gründe für diese Entwicklung sind vielfältig. Zum Einen ist es so, dass immer mehr Webseitenbetreiber sich mit dem Thema SEO bzw. Suchmaschinenoptimierung beschäftigen, d.h. schnell mitbekommen, dass Backlinks einen positiven Einfluss auf das Ranking einer Webseite haben. Jeder weiß, dass man mit Links zu einer anderen Seite diese in den Suchmaschinen nach oben bringt. Aus diesem Grund, werden Links mittlerweile ganz offiziell gehandelt, d.h. man kann Links kaufen oder seine Linkplätze für bares Geld verkaufen.

Neben dieser Kenntnis über den Wert von Backlinks, findet eine zunehmende Anonymisierung von Links statt. Immer mehr Links werden nicht mehr manuell gesetzt, sondern automatisch generiert. Weblogs zum Beispiel sind gezielt darauf ausgelegt, durch die Kommentar- bzw. Trackbackfunktion den Verlinkungsprozess zu automatisieren. Ohne großes Zutun, kann sich jeder in wenigen Sekunden Links von anderen Seiten generieren.

Die mühsame Recherche von geeigneten Quellen ist also überflüssig und wird durch die Monopolstellung der Suchmaschine Google sogar noch verstärkt. Wo es früher zum Teil sehr schwer war, gute Quellen ausfindig zu machen, sind diese heute über Google für jeden frei zugänglich. Der Wissenstand über bestimmte Themen ist durch Google für jeden gleich, die Chancen eine geeignete Quelle zu finden dadurch ebenfalls.

Möglich ist auch, dass sich mit der Kenntnis über die Bedeutung des Begriffes `Linkgeiz´ die Situation immer weiter verschlechtert. Linkgeiz ist wie eine Epidemie. Einmal in den Köpfen angekommen, treibt sie ihr Unwesen und verleitet Webseitenbetreiber unbewusst dazu, im Zweifelsfall doch lieber keinen Link zu setzen.

Man kann immer wieder nur betonen, dass ausgehende Links einen positiven Einfluss auf die eigene Webseite haben. Das Internet ist ein Pool an Informationen, Hyperlinks bilden die Infrastruktur und führen die Teilnehmer von einem Punkt zum anderen. Wer mit seiner Webseite nicht in einer Sackgasse landen möchte, muss zu anderen Punkten des Verbundes linken.

Dass Google Links zu anderen Seiten positiv bewertet, ist mittlerweile bewiesen. Dass man nur erntet, wenn man auch aussäht ist ebenfalls jedem bekannt. Warum sich der Virus Linkgeiz trotz alledem immer weiter ausbreitet, ist eigentlich nicht nachvollziehbar. Leider gönnt man gerade im Internet seinen Mitmenschen mittlerweile nur das Schlechteste…

Gretus

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Kommentare zu Epidemie Linkgeiz:

  1. Marcus says:

    Ich würde nicht mal sagen, dass der Großteil an Penisneid denkt. Denke das die meistens aus Unwissenheit diesen Linkgeiz haben. Z.B. wieso verdienen sich Linkverkäufer trotz der ganzen Google Abstrafungen (Wurde ja auch X-mal in allen Blogs und Foren und Nachrichten usw. wieder und wieder gekäut) noch eine Goldene Nase? Tja, weil die meisten Leute immer noch nach dem Pagerank gehen. Hoher Pagerank = viel Geld.

    Es wird zwar viel in Foren und bei Halbwissenden geschrieben, dass ausgehende Links schaden würden, aber habe noch nirgendwo ein Praxisbeispiel gesehen, dass es schwarz auf weiß beweist. Deshalb gehen viele (wohl) auf Nummer sicher und machen einfach Nofollow. Also entweder Schisser oder einfach Gutgläubiger (wegen Unwissenheit)

  2. Shibari says:

    Der Linkgeiz ist wahrhaft eine Seuche, gegen die es anzukämpfen gilt. Denn wenn niemand mehr links setzt, wer soll dann noch nach oben kommen? Linktausch, richtig betrieben ist immernoch eine gute chance, seine Seite nach vorn zu bringen und letzten endes profitieren ja doch beide seiten davon, wenn man es auf die richtige art und weise betreibt. gute verlinkung ist durch nichts zu ersetzen… egal wieviel pr der linkpartner hat. sobald die seite in g gelistet ist, zählt der link und bringt aufwind.

    ich denke der linkgeiz dabei hat viel viel viel mit penisneid zu tun. wobei man oft das wesentliche schon längst aus den augen verloren hat

  3. Typisch deutsch. Auch der ganze nofollow kram. Leute macht die Augen auf – ohne Verlinkung wäre das Internet nicht was es heute ist und ausgehende Links schwächen eure Seite nicht!

  4. Justin says:

    Ich finde es widerlich diesen Linkgeiz, wenn ich was gut finde dann verlinke ich den und gut ist.

  5. Omori says:

    Ja, der Mangel an „dem anderen etwas gönnen“ ist auch meiner Meinung nach weit verbreitet. Das Extrembeispiel habe ich letztens gesehen:

    Ein Blog mit einer Blogroll bestehend aus ca. 40 Links. Alles Links auf eigene Unterverzeichnisse des Blogs, als Linktexte nur Keyword-Stuff! Auf dem gesamten Blog kein einziger externer Link zu sehen…

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