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Filter Bubble – Folgen personalisierter Informationen

Internet  |   |  , 12:47 Uhr  |  14 Kommentare

Via Andrea Reitmeier von seo.blog.de bin ich heute über einen Begriff gestolpert, welcher mir in seinen Auswirkungen zwar durchaus bewusst war, ich ihn so aber noch nicht gehört hatte: The Filter Bubble

Der von Eli Pariser geprägte Begriff `Filter Bubble´ beschreibt eine der gefährlichsten, wahrscheinlich sogar die gefährlichste Entwicklung, welche momentan im Internet stattfindet. Hier zunächst der Versuch einer Definition:

Der Begriff Filter Bubble bezeichnet die aufgrund der Personalisierung von Informationen entstehende Einschränkung des Informationszugangs eines Internetnutzers. Die in erster Linie auf Relevanz ausgerichtete Filterung von Informationen führt dazu, dass der individuelle Zugang zu Informationen von den großen Informationsanbietern (Google, Facebook usw.) immer mehr kontrolliert wird.

Die Auswirkungen der auf Relevanz ausgerichteten Informationsdarbietung kennt jeder von Euch. Wenn Ihr etwas bei Amazon bestellt, bekommt Ihr auch Wochen danach immer noch ähnliche Produkte empfohlen. Wenn Ihr etwas bei Google sucht, verschieben sich die Ergebnisse entsprechend Eures Klickverhaltens und wenn Ihr bei Facebook nachschaut, bekommt Ihr längst nicht mehr alle, sondern nur noch die Statusmeldungen bestimmter Nutzer angezeigt.

Wie Eli Pariser in seinem Vortrag ganz richtig erklärt, war dieses nicht immer so. Neue Techniken (Targeting usw.) machen es den Schwergewichten im Internet immer leichter, das Surfverhalten ihrer Nutzer zu analysieren und die zukünftige Auslieferung von Werbung bzw. Inhalten danach auszurichten.

Die längst existierende `Filter Bubble´ eines jeden von uns hindert uns daran, freien Zugang zu sämtlichen Informationen des Internets zu erlangen! Welche Informationen für uns relevant sind, entscheiden nicht mehr wir durch unser menschliches Verhalten, sondern Google und Co. durch ihre Berechnungen, wie sich unser bisheriges Verhalten auf unsere Zukunft auswirken könnte.

Ich persönlich möchte in jeder neuen Sekunde frei entscheiden können, was ich bei Amazon kaufe, ich möchte die Suchergebnisse sehen die jeder sieht und ich möchte durch mein bisheriges Verhalten mein zukünftiges Handeln im World Wide Web nicht durch Google, Facebook oder wem auch immer vorbestimmt wissen…

Gretus

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Kommentare zu Filter Bubble – Folgen personalisierter Informationen:

  1. Dan Website sagt:

    Ich sehe es genauso wie du Gretus, so lange man das abschalten kann ist es okay, alles andere ist Zwang und Bevormundung, nur ist es jetzt auch teilweise etwas schwieriger mit der Kommunikation zwischen Agentur & Kunde wenn jeder was anderes sieht 🙂

    Gibt jedoch Möglichkeiten das Abzuschalten auch ohne sich bei einem Google-Konto einloggen zu müssen, siehe hier…

  2. […] Über die Folgen der personalisierten Suche machte sich diese Woche SEO-united.de Gedanken […]

  3. UppS sagt:

    Das einzige Problem: Den normalen User dürfte es, wie auch bei amazon, Null Komma Null gar nicht interessieren, denn letztendlich bekommt er das was er (meistens) will – und da kann man moralisch, ethisch usw. sein, die meisten Menschen leben auch ohne Internet und G in ihrer (selbst gewählten) Informationsblase, die heißt dann halt nur Bild, Stammtisch & RTL oder von mir aus Mütter, werdende Mütter und Gyno-Treff usw.

    Und die einzigen, die das so wirklich ärgert, sind die, die so nichts mehr mit diesen „Informationsabgeschotteten“ verdienen können, weil sie mit ihren herkömmlichen Methoden nicht mehr an sie rankommen: Marketinggeilis, Werbefuzzis – SEOs ;).

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