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Google droht VG Media mit Teilverbannung!

Internet  |   |  , 16:12 Uhr  |  8 Kommentare

Google LogoWie die Betreiber der Suchmaschine Google unter „News zu News bei Google“ berichten, sind die Mitarbeiter von Google Deutschland offenbar nicht länger bereit, dem ständigen Streit mit der VG Media noch weiteren Raum für Spekulationen einzuräumen. Googles Standpunkt bezüglich der freien Verwendung von kleinsten Textausschnitten ist klar und so wird Google bei sämtlichen Webseiten der VG Media zukünftig keine weiterführende Beschreibung, sondern nur noch einen Link sowie eine kurze Überschrift in den SERPs anzeigen…

Google unterstützt Presseverlage nach Kräften, auch online eine Lesergemeinde aufzubauen – und Geld zu verdienen. Jeden Monat leiten wir über eine halbe Milliarde Klicks zu deutschen Nachrichtenseiten. Jeder dieser Klicks ist für Verlage Schätzungen des amerikanischen Zeitungsverbandes zufolge zwischen 12 und 16 Cent wert […] Allerdings haben einige deutsche Verlage – vertreten durch die Verwertungsgesellschaft VG Media – kürzlich beschlossen, Google (und andere Anbieter) zu verklagen, weil wir Textausschnitte („Snippets“) und Vorschaubilder („Thumbnails“) verwenden, um Leserinnen und Leser auf die Seiten der betreffenden Verlage hinzuweisen […] Vor dem Hintergrund dieser Klage werden wir Snippets und Thumbnails einiger bekannter Webseiten wie bild.de, bunte.de oder hoerzu.de nicht mehr anzeigen, also jener Verlage, die in der VG Media organisiert sind. Für diese Seiten werden wir nur noch den Link zum Artikel sowie dessen Überschrift anzeigen.

Google weist in seinem Artikel noch einmal explizit darauf hin, dass auch Onlinezeitungen stets darum bemüht sein sollten, möglichst viele Leser zu erreichen und wenn überhaupt, nicht über rechtliche Androhungen gegen andere Webseiten, sondern über eine natürlich generierte Leserschaft Politik zu machen:

Nach einhelliger Meinung wurde die erste Zeitung der Welt, Relation aller Fürnemmen und gedenckwürdigen Historien, 1605 auf Deutsch von Johann Carolus veröffentlicht. Er verfolgte – vor fast einem halben Jahrtausend – bereits das Ziel, mit seiner Publikation möglichst viele Leser zu erreichen, also das, wonach jede Zeitung bis heute strebt.

In Anbetracht der Tatsache, dass eine vollständige Verbannung aus den Ergebnissen der in Deutschland mit weitem Abstand beliebtesten Suchmaschine auch für die Webseiten der VG Media einem geplanten Suizid gleichkommen würde, stellt sich die Frage wie die VG Media auf Googles Statement reagieren wird? Je länger der Streit um letztendlich einfach nicht eindeutig (!) einem einzelnen Autoren für immer zuordenbaren Textschnippseln geht, desto teurer dürfte der Streit für alle Beteiligten werden…

Weiterführende Informationen

Eure SEO-united.de Blogger

P.S.: Die VG Media hat bereits auf das Statement von Google reagiert und eine erste Pressemitteilung veröffentlicht: http://www.vg-media.de/images/stories/pdfs/presse/2014/141001_pm_vg-media_google.pdf

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Kommentare zu Google droht VG Media mit Teilverbannung!:

  1. Maxim sagt:

    Ich denke der Aspekt des Bildungsauftrags kann hier nicht wirklich angewandt werden. Wenn Google bewusst und freiwillig Nachrichten und Pressefreiheit unterdrücken würde, um damit z.B. politischen oder wirtschaftlichen Nutznießern dienlich zu sein, dann wäre die Berufung auf einen Bildungsauftrag richtig.

    Hier soll das Unternehmen aber gezwungen werden für seine eigene Dienstleistung Gebühren an Die selben Nutznießer dieser Dienstleistung zu bezahlen. Das abschalten der Snippets dieser Verlage ist mit dem Sperren eines Kunden gleichzusetzen, dem man Hausverbot erteilt und dieses Recht hat absolut jedes Unternehmen in Deutschland.

    Ich würde sogar so weit gehen, die klagenden Verlage komplett aus dem Index entfernen und zwar mit allen ihnen angeschlossenen Webseiten, für eine Sperrzeit von 6 Monaten. Als kleinen Denkzettel so zu sagen. Ungefähr so wie man einen Ladendieb sperrt.

    In diesem Sinne schönes WE euch allen 🙂

  2. Martin O. Hamann Website sagt:

    Gegen eine Teilverbannung (keine Snippets mehr) aus den Serps wird die VG Media wohl nichts machen können. Solange Google dem Bildungsauftrag weiterhin nachkommt, und den Zugang zu Presseerzeugnissen nicht bewusst blockiert, sind sie wahrscheinlich auf der sicheren Seite.

    • Gretus Website sagt:

      Hallo Martin,

      seit wann hat Google denn einen Bildungsauftrag? Hast Du das irgendwo so gelesen?

      Grüße

      Gretus

      • Martin O. Hamann Website sagt:

        Ich hätte das Wort Bildungsauftrag auch in Anführungsstriche setzen können oder sollen, das ist nämlich ein echtes Streitthema. Ich finde nämlich schon, dass ein so wichtiger Marktführer in der öffentlichen Wissensbeschaffung auch immer eine gewisse Verantwortung gegenüber den Bedürfnissen aller Nutzer hat und das könnten deutsche Gerichte ähnlich sehen. Wie würde es wohl moralisch rüberkommen, wenn Google diesen doch zumindest „ideellen“ Bildungsauftrag, wegen eindeutig kommerzieller Interessen (Einsparung von LSR-Gebühren), plötzlich verweigern würde?

        • Gretus Website sagt:

          Hallo,

          Bildungsauftrag ist irgendwie das falsche Wort. Google, und jedes andere Unternehmen im Internet, hat eine gewisse Verantwortung seinen Nutzern gegenüber. Wenn man von einer Suchmaschine verlangt, dass diese entsprechend der von ihr erbrachten Leistung stets noch eine Obendraufzahlung machen soll, kommt man als Suchmaschine in einen ständigen Konflikt mit sich selbst. Das funktioniert irgendwie nicht, da fliegt einem der Algorithmus dann um die Ohren 😉

          Grüße

          Gretus

  3. Till Jobstvogt Website sagt:

    Nach dem Lesen der Pressemitteilung der VG Media wusste ich nicht, ob ich nun Lachen soll oder mich “übergeben“ muss.

    Die haben wohl noch nichts von wirtschaftlichen Denken gehört. Ein Unternehmen muss wirtschaftlich denken und abwägen, ob sie für eine Dienstleistung, Feature, Software oder sonst was bezahlt oder nicht.

    Google bietet dem Suchenden durch die Anzeige von Snippets die Möglichkeit zu entscheiden, ob er auf der Seite die gesuchte Information finden könnte oder eher nicht.

    Möchte nun der Webseitenbetreiber Geld für die Anzeige des Snippets, so kann Google meiner Meinung nach den Textausschnitt für die Webseite deaktivieren.

    Ich kann die VG Media mit ihrer Denkweise nicht verstehen. Was die machen ist eine negative Darstellung von Tatsachen, in der Hoffnung dass möglichst viele darauf herein fallen und negativ über Google denken.

  4. Alex Website sagt:

    Gibt schon eine Stellungnahme von denen, siehe dem Tweet von Stefan Niggemeier: https://twitter.com/niggi/status/517312336471031808

    Mal schauen was das wird.

    • Gretus Website sagt:

      Hi Alex,

      danke für den Hinweis, habe den Verweis auf die Pressemitteilung gerade noch eingefügt…

      Grüße

      Gretus

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