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Gute Nachrichten für idealo, Preisvergleich und Co.

Internet  |   |  , 10:52 Uhr  |  11 Kommentare

preis_vergleichWie in der Pressemitteilung `Kommission erzielt Google-Verpflichtung zu vergleichbarer Anzeige konkurrierender Suchdienste´ nachzulesen, hat die Europäische Kommission in Zuge ihrer kartellrechtlichen Prüfung zum Thema Online-Suche und Suchmaschinen-werbung erreichen können, dass Google ein verbessertes Angebot zur Vermeidung einer womöglich milliardenschweren Strafzahlung unterbreitet. Die Betreiber der in Europa teil-weise mit einem Marktanteil von über 90% (?) dominierenden Suchmaschine haben unter anderem nun angeboten, im Zuge ihrer spezialisierten Suchdienste (z. B. für Produkte, Hotels, Restaurants usw.) fortan auch die Dienste dreier objektiv ausgewählter Konkurrenten anzuzeigen…

Nachfolgend die von der Europäischen Kommission unter `Frequently asked questions´ gemachten Vor-schläge zur Verbesserung der Suchergebnisse bei shoppingbezogenen Suchanfragen:

Alternativen bei Google Shopping

Alternativen bei Google Shopping

Alternativen bei Google Shopping für mobile Endgeräte

Alternativen bei Google Shopping für mobile Endgeräte

Wie an den Screenshots zu erkennen, dürften insbesondere die bislang fast schon tot geglaubten Preis-vergleiche wie hierzulande zum Beispiel preisvergleich.de, idealo.de oder auch guenstiger.de von den Ein-geständnissen von Google profitieren. Waren die Anbieter simpler Preisvergleiche in der Vergangenheit tatsächlich sukzessive in den Ergebnissen von Google nach hinten gedrängt worden, dürften sie demnächst womöglich prominenter als jemals zuvor dort erscheinen.

Eine Beurteilung der Einigung des Streits zwischen dem Unternehmen Google Inc. und der Europäischen Kommission aus Sicht eines Suchmaschinenexperten ist nicht ganz einfach: Schaut man sich die Such-ergebnisse einer Preisvergleichsseite wie z.B. preisvergleich.de etwas genauer an, so bestehen auch deren sichtbare Ergebnisse – zumindest momentan noch – zu einem nicht unerheblichen Teil entweder aus für die dahinter stehenden Anbieter kostenpflichtigen Anzeigen oder aus Werbung, über deren Einblendung bzw. Klicks Google diese Seiten quasi mitfinanziert:

Kostenpflichtige Anzeigen bei Preisvergleichsseiten

Kostenpflichtige Anzeigen bei Preisvergleichsseiten

Google-Werbung bei Preisvergleichsseiten

Google-Werbung bei Preisvergleichsseiten

Sollte Google, wie in den Beispielen der Europäischen Kommission dargestellt, tatsächlich auf Dauer dazu gezwungen werden, quasi 1zu1 auf eigene bzw. fremde Angebote zu verweisen, würde dieses am Ende be-deuten, dass bekannte Suchmaschinen wie Google, Bing oder auch Yahoo zwar gut genug dafür wären, uns Suchende bei alltäglichen bzw. allgemeinen Fragen mit ihren zumeist kostenlosen Services unter die Arme zu greifen, bei Suchanfragen aber, wo so oder so irgendwelche Gelder fließen, sie stets am Besten mindestens die Hälfte der hier potentiell verfügbaren Einnahmen an irgendwelche Dritte abgeben müssten.

Unterm Strich bleibt abzuwarten, wie genau Google die Forderungen der Europäische Kom-mission umsetzen wird und wie sich dieses dann auf auf die Ergebnisqualität der Suche im Internet im Allgemeinen auswirkt. Am Ende bleibt die Befürchtung, dass sämtliche Anbieter kostenloser Services im Internet zunehmend dazu gezwungen sein könnten, ihre Dienste kosten-pflichtig und damit dann garantiert nicht mehr objektiv zu gestalten…

Weiterführende Informationen

Eure SEO-united.de Blogger
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Kommentare zu Gute Nachrichten für idealo, Preisvergleich und Co.:

  1. David Website sagt:

    Als ob Google das jucken würde 😉 Google macht was es will und keiner wird es aufhalten, auch keine EU oder das Kartellamt.

    • Mathias Website sagt:

      Google hat sich über die Jahre wohl einen eigenen Staat im Nirvana des ewigen Netzes aufgebaut. Die lassen sich nicht wirklich drein reden.

  2. Till Website sagt:

    Hallo,

    Ob das auch den kleineren Preisvergleichsseiten was bringt? Bei meinen Preisvergleichen hatte ich bisher jedoch kaum das Gefühl, durch den Preisvergleich von Google beeinträchtigt worden zu sein.

    Wenn ich was kaufe, dann vergleiche ich die Preise in verschiedenen Preisvergleichen und schaue mir Bewertungen von anderen Nutzern an.

    Grüße Till

  3. Martin sagt:

    Also könnte mir vorstellen, dass bei der objektiven Auswahl die negativ bewertet werden, die zuerst prominente Bezahlartikel listen und dass Adsense Anzeigen, bzw. die AGB es verbieten werden, Anzeigen auf Vergleichsseiten zu setzen.

    Dann also die Frage, das alte Geschäftsmodell und keiner der drei objektiv gewählten zu sein ist status quo, oder einer der drei glücklichen zu sein und dafür auf die extra Einnahmen verzichten.

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