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Videowerbung auf dem Vormarsch

Kolumne  |  Alex  |  , 09:51 Uhr  |  7 Kommentare

Seit Februar 2008 testet Google die Einbindung von Videowerbung innerhalb der Ergebnisseiten der Google-Suche in den USA. Zunächst ist geplant die Videoanzeigen unauffällig in die Suche zu integrieren. Der Suchmaschinenbenutzer muss durch das Anklicken eines Buttons bestätigen, dass er auch tatsächlich das dazugehörige Video der Werbeanzeige sehen möchte.

Vorerst werden normale Anzeigen um eine Plusbox bzw. Plusbutton, ähnlich wie bei Universal Search (universeller Google-Suchdienst), erweitert, die auf weitere Inhalte (bspw. Videowerbung) hinweist, die für den Suchmaschinenbenutzer interessant sein könnten.

Hintergrund der Tests ist nach Marissa Meyer, Google Vice President of Search Products and User Experience, die Erweiterung der Google-Suche zum Suchdienst Universal Search. Mit Universal Search bietet Google den Benutzer seit Mitte 2007 eine unviverselle Suche an. Bei einer Suchanfrage werden neben Webseiten auch Bilder, Videoclips und Blognews auf den Ergebnisseiten aufgelistet. Dabei bricht Google mit der Tradition, unterschiedliche Suchdienste wie z. B. Blog- und Video-Suche zu trennen. Aufgrund der erweiterten Informationsinhalte der Suchergebnisse, seien aber Textanzeigen nicht mehr so effektiv, weshalb laut Marissa Meyer neue Werbeformate entwickelt werden müssten.

Vor diesem Hintergrund könnte die Google-Werbung künftig bildlastiger ausfallen. Der Grundsatz, nur kontextbezogene Werbung anzuzeigen, soll dabei weiter beibehalten werden. Was bedeutet aber diese Entwicklung für Werbende? Google zufolge sollen durch Videoanzeigen vorerst keine höheren Kosten pro Klick anfallen, als bei normalen Textanzeigen. Einen entscheidenden Unterschied gibt es jedoch: Bei Videoanzeigen werden die Klicks verrechnet, die zur Anzeige des Videos führen, egal, ob ein Nutzer auch tatsächlich die Webseite des Werbenden besucht.

Zur Zeit werden in Europa etwa 200 Millionen US-Dollar für Videowerbung ausgegeben. 2012 sollen die Ausgaben in Europa auf 2,4 Milliarden, in den USA 2,1 Milliarden und in Asien 3,3 Milliarden US-Dollar betragen. Das geht aus einer Studie des eCommerce-Magazins „emarketer“ hervor. Unterstützt wird diese Einschätzung durch die Nielsen Media Research. Die Ausgaben für Video Ads stiegen nach dieser Studie im zweiten Halbjahr 2007 um +228 % auf 3,92 Millionen Euro. Im ersten Halbjahr 2007 gaben die deutschen Marketer lediglich 1,19 Millionen Euro für Bewegtbild-Werbung aus.

Laut einem iBusiness-Artikel wird Videowerbung aktuell in Deutschland verstärkt im Bereich der Imagewerbung und bei Branding-Maßnahmen eingesetzt. Eine untergeordnete Rolle spielen dabei Produkt-Videos, die im Abspiel-Anschluss im Idealfall zur Bestellung führen sollen.

Sollten Unternehmen vermehrt auf Videowerbung setzen? Erfolgt der Test „Videoanzeigen in die Suche zu integrieren“ erfolgreich, wird Google auch das Angebot auf andere Länder, außer den USA, ausweiten.

Wir dürfen also gespannt sein, wie lange wir noch auf die Einbindung von Videowerbung innerhalb der Suchergebnisse warten müssen :-D

VG und bis zum nächsten Beitrag

Eure Alex

P.S.: Nächster Beitrag erscheint wie gewohnt in 14 Tagen…

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Kommentare zu Videowerbung auf dem Vormarsch:

  1. Sven says:

    Also wenn ich irgendwo Chef wäre, dann würde ich mir auch lieber so ein Video angucken anstatt langweilig Text zu lesen. Lustige Bewerbungen würde ich vielleicht sogar bei YouTube einstellen :-)

  2. Marco says:

    Also ich test seit ca. 2 Monaten privat captainad und bin von den Klickzahlen nicht so begeistert! Die Frage ist doch, ob der User diese Video Werbung oder Werbung in Videos nicht als zu störend empfindet?

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