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Nach YiGG nun Qype?

Internet  |   |  , 14:00 Uhr  |  7 Kommentare

Nachdem der Relaunch der Social-News Seite YiGG bereits im Juni 2008 gezeigt hat, wie man quasi sämtliche Reputation eines Webprojektes innerhalb eines Tages vernichten kann, scheint nun das Bewertungsportal Qype zu folgen.

Im Kern setzen beide Projekte auf die Meinung der breiten Masse, beides sind damit so genannte User Generated Content (ugc) Projekte wie sie im Buche stehen und somit massiv von ihren Mitgliedern abhängig.

Schaut man sich die Informationsarchitektur der gerelaunchten Qype-Version an, scheint der Architekt die Seite eher für Suchmaschinen als für Menschen konzipiert zu haben. Vermutlich erfolgte dieser Schritt, um den Investoren auch das vorhergesagte Wachstum präsentieren zu können. Ob dieser Schritt tatsächlich aber den erhofften Effekt herbeiführt, ist in meinen Augen mehr als fraglich.

Mit dieser massiven Veränderung hat man den Flow und das bisheringe Branding der Seite komplett verbrannt. Das markante Grün ist völlig verschwunden und der Wiedererkennungswert damit genommen. Die Gemeinde von Qype reagiert ähnlich empört wie im Sommer die Mitglieder von YiGG. Verständlich, wenn man bedenkt, dass der Mensch ein Gewohnheitstier ist und Veränderungen grundsätzlich erstmal skeptisch gegenüber steht.

Nun kommt es auf die Reaktionsfähigkeit des Teams um Qype an und wie man mit der Kritik umgeht. Auch wenn das Team als sehr innovativ gilt, durfte ich es bei einem persönlichen Besuch vor einem Jahr eher konservativ und unstrukturiert erleben. Ich hoffe, dass sich seitdem einiges getan hat und dass man nicht selbige Fehler wie bei YiGG begeht und ein eigentlich aufstrebendes Unternehmen mit einem auf den ersten Blick unnötigen Relaunch an die Wand fährt.

Als Quintessenz kann man hier gut feststellen, dass das Thema Suchmaschinenoptimierung in Unternehmen oftmals falsch verstanden wird. Auch wenn wir als Blogger immer wieder für mehr SEO plädieren, sollte man es nicht übertreiben und stets den User bzw. Besucher in den Vordergrund stellen.

Ein zweiter wichtiger Punkt ist, dass ein Projekt niemals für die Macher gedacht sein sollte. Bei den Machern setzt erfahrungsgemäß nach einiger Zeit ein Gewöhnungseffekt ein, man empfindet andere Projekte als „schöner“ und strebt so einen Relaunch an, der in den seltensten Fällen nur von heute auf morgen zu empfehlen ist…

Constantin

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Kommentare zu Nach YiGG nun Qype?:

  1. Michael Janik says:

    Ich habe mich wirklich erschrocken als ich das neue Design von Qype gesehen habe. Was hat die nur dazu getrieben. Wenn man schon umstellt und den Benutzern die Vertrautheit raubt, dann bitte schön sollte das Design voll überzeugen und nicht um 8 Jahre zurückgeworfen werden. Ich als Advanced Insider bei Qype sag da nur, selbst ins Bein geschossen.

  2. torsten says:

    Irgendwie ist der Charme verloren gegangen. Die Seite sieht jetzt aus wie alle möglichen 0815 Seiten. Schade, es hatte mir eigentlich Spaß gemacht. Gegen das abschreckende Knallrot komme ich irgendwie nicht mehr an. Vielleicht gibt es bald einen Relaunch vom Relaunch. Prinzip Hoffnung eben …

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