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Personalisierte Suche – Nein Danke

Internet  |   |  , 22:34 Uhr  |  5 Kommentare

Angestoßen von einem Beitrag auf  TechCrunch, laut dem Google mit Bewertungselementen in den Ergebnissen experimentieren würde, ist das Thema personalisierte bzw. individuelle Suchergebnisse einmal mehr in aller Munde…

Bereits jetzt befürchten einige Webseitenbetreiber, schon bald könnte Suchmaschinenoptimierung nicht mehr bedeuten, eine Webseite auf die Bewertungskriterien der Algorithmen bekannter Suchmaschinen abzustimmen, sondern seine Seite in den Ergebnissen hoch zu voten bzw. hoch voten zu lassen.

Neben immer wieder diskutierten Gesichtspunkten, ob z.B. die allgemeine Qualität der Ergebnisse unter der Bewertungsmöglichkeit leiden würde, ob und wie man die Bewertungen manipulieren könne, wird ein wichtiger Punkt bei der ganzen Thematik oft völlig außer Acht gelassen, die Eigenarten bzw. Vorlieben der Nutzer selbst.

Aus der Sicht eines Users stellt sich die Frage, ob dieser personalisierte, also individuell auf seine Person zugeschnittene Suchergebnisse überhaupt haben möchte? Möchte der durchschnittliche User bei einer Anfrage lieber ein individuelles, auf Grundlage seines bisherigen Suchverhaltens abgestimmtes Ergebnis, oder möchte er lieber genau das Ergebnis, welches jeder andere Nutzer auch erhält?

Die Antwort auf diese Frage ist komplizierter als man zunächst annehmen sollte. Aus der Sicht von Google, dem absoluten Markführer im Bereich Internetsuche, bedeutet die Frage im Kern, ob man mehr Profit aus individuell beeinflussbaren Einzelpersonen oder einer die selben Inhalte konsumierende Masse herausschlagen kann?

Die letztendliche Antwort, und damit wohl auch die Suchmaschine der Zukunft, wird beide Varianten abdecken und dem User die Möglichkeit geben, neben individuellen auch auf allgemein gültige Informationen bzw. Angebote zugreifen zu können. Die personalisierte Suche wird ein Element der Suchmaschine von morgen werden, allgemein und durch einen mathematischen Algorithmus erzeugte Ergebnisse werden jedoch auch immer ein Bestandteil zukünftiger Suchmaschinen bleiben.

Der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Wahrscheinlich würde die Mehrzahl diejenigen Informationen, welche jeder andere auch erhält, den individuell auf ihre Person abgestimmten Angeboten vorziehen. Gemeinsam sucht es sich nämlich einfach besser ;-)

Gretus

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Kommentare zu Personalisierte Suche – Nein Danke:

  1. Ich says:

    Bewertungen aus der Schule wie 1-6 oder 5 Sternchen sind ein feuchtes Furz wert. Besonders in Deutschland neigen Menschen sich selber zu kritisieren. Ich arbeite seit einem Monat an einem anderen Bewertungssystem für alle Inhalte im Internet. Bei mit gibt es keine Sternchen und schlechte Bewertungen sind unmöglich. Vielleicht schnallt die Menschheit endlich, wie sie unangenehme Sachen aus der Welt befördert.

    Verrückt eigentlich, denn meine Seite sollte ein Geschenk für Sergei Brin sein und nun machen sie selber etwas ähnliches.

  2. Zacapa says:

    Grundsätzlich denke ich, dass eine personalisierte Suche für die Großzahl der weniger versierten Internetnutzer vermutlich positive Auswirkungen hätte, indem sie schneller das Gesuchte finden. Personalisiert in dem Sinne, dass das Surfverhalten des Nutzers (wie auch immer) analysiert wird, und die Suchergebnisse entsprechend angepasst. Diese Suchmöglichkeit sollte allerdigs immer optional bleiben, damit man seine Ergebnisse mit anderen vergleichen kann (nach dem Motto: Gib mal bei google „Schlauchboot“ ein, Ergebniss 3 ist genau was Du suchst…)
    Für SEOs hört sich das natürlich erstmal nicht so pralle an, bedeutet es doch wieder weitere Variablen und Unwägbarkeiten bei der Platzierung von Webseiten.

    Und einen zusätzlichen Gedanken möchte ich noch ins Spiel bringen: wenn Google durch gute Analysa es so hinbiegt, dass die Ergebnisse gerade nicht so perfekt passen, die darüber geschalteten Adwords aber um so besser, was das wohl für Auswirkungen auf googles Umsatz hätte :)

  3. Michael says:

    Die Vorlieben werden nicht aus Bewertungen abgeleitet werden. Das ist viel zu leicht manipulierbar. Vielmehr wird man beim Bewertungssystem bisheriges Suchverhalten verwenden und davon werden Suchergebnisse abgeleitet werden, jedoch auch nur zu einem gewissen Prozentsatz. Ich glaube, dass Suchmaschinen immer mehr Informationen in immer kürzer Zeit verarbeiten werden können. Und wenn Rechenpower keine Rolle mehr spielt, wird bisheriges Suchverhalten mit einbezogen. Warum nicht.

  4. Patrick says:

    Wird wohl Zeit seine eigene Community aufzuziehen, die man dann regelmäßig mit neuen News impft.

  5. Andreas says:

    Unter personalisierter Suche verstehe ich groben Zügen eigentlich etwas anderes. Personalisierte Suche heißt für mich nicht, dass (Google) das Surfverhalten des Nutzers analysiert und darauf hin vermeintlich abgestimmte Ergebnisse präsentiert. Mittelfristig sehe ich unter den Gesichtspunkten Performance und Qualität nicht die Möglichkeit, dass Google das immense Suchvolumen (alleine in D mehr als 3,7 Mrd. Suchanfragen pro Monat) derartig analysieren kann, dass aus personalisierten Ergebnissen mehr Profit herausgeholt werden kann bzw. die Ergebnisqualität optimiert wird.

    Meines Erachtens wird mittelfristig die „Erweiterte Suche“ im Hinblick auf Personalisierung der Ergebnisse mehr Gewicht erhalten. Nur ein Beispiel: Schon mal darüber nachgedacht, welche Schlüsse aus dem Eingabefeld „Keine Antwortseiten von der Site oder Domain“ ziehen kann? Agreggiert und personalisiert haben diese gewonnen Informationen einen erheblichen Mehrwert für Google.

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