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Pills, Porn und Poker – Für YouPorn und Co. geht es bergab

Internet  |   |  , 15:42 Uhr  |  12 Kommentare

Während es in SEO-Kreisen früher immer hieß, das Maß alle Dinge sei es, Webseiten rund um die Themen `Pills, Porn und Poker´ bei Google und Co. ganz nach vorne zu bringen, scheint die Nachfrage nach derartigen Angeboten mittlerweile gesättigt. Egal, ob Suchanfragen aus dem Erotik-Bereich, solche zum Thema Glücksspiel oder auch gezielte Suchen z.B. nach Viagra, glaubt man dem Suchthemen-Analysedienst Google Trends, geht die weltweite Nachfrage nach derartigen Angeboten seit Jahren schon bergab…

Nachfolgende Screenshots belegen den Zerfall der einstigen SEO-Hochburgen recht deutlich. Schaut man sich die jeweiligen Suchvolumina an, so gibt es bereits seit ca. 2010 einen deutlichen Abwärtstrend bei Anfragen rund um die Themen Pills, Porn und Poker:

YouPorn

YouPorn bei Google Trends

Poker

Poker online bei Google Trends

Viagra

Viagra bei Google Trends

Ganz gleich, ob die sinkende Nachfrage nach oben stehenden Suchbegriffen nun dadurch zustande kommt, dass Google und Co. entsprechende Angebote strikt reglementieren und zum Beispiel die Webseite des Sex-Video-Anbieters YouPorn gar nicht mehr in den Ergebnissen ihrer Suche anzeigen, oder es tatsächlich so ist, dass es immer weniger Internetnutzer gibt, die sich solche Angebote wünschen, das einstige SEO-Maß `Pills, Porn und Poker´ scheint veraltet und bedarf einer Erneuerung:

Wer sich mit dem Thema Suchmaschinen etwas auskennt, der weiß, dass deren Betreiber längst nicht mehr nur darauf aus sind, ihren Nutzern Informationen lediglich darzubieten, sondern sie sich wünschen, dass die Nutzer zunehmend auch mit diesen interagieren! Die Ergebnisse von Google und Co. sollen uns Suchende nicht mehr nur zufriedenstellen, sondern dazu animieren, uns mit diesen wirklich auch aus-einanderzusetzen. Die Auseinandersetzung mit Webinhalten, ganz gleich wie, bedeutet in der Praxis, dass wir unsere Suchaktivitäten verschärfen, noch mehr bei Google und Co. aktiv sind und noch mehr auf die dortigen Werbeanzeigen klicken.

Um eine größtmögliche Interaktion ihrer Nutzer zu erwirken, gestalten die Betreiber bekannter Such-maschinen ihre Ergebnisse immer aktueller, immer präziser und immer mehr so, dass die Nutzer sich durch Einbindung von Empfehlungen ihrer Freunde und Bekannten dazu animiert fühlen, bei deren Gestal-tung direkt mitzuwirken. Aus SEO-Sicht gesehen, bevorzugen Google uns Co. also immer mehr die aktuellen Inhalte bekannter News-Quellen (Stichwort: Google News), die direkte Auslieferung von Wissen (Stichwort: Google Knowledge Graph) sowie die Einbindung von sozialen Empfehlungen (Stichwort: Google+).

Times

Times bei Google Trends

Travel

Wetter Berlin bei Google Trends

Twitter

Twitter bei Google Trends

Um die kürzlichen Entwicklungen im Bereich Suchmaschinen in einer ähnlich leicht zu merkenden Floskel wie `Pills, Porn und Poker´ zusammenzufassen, gleichzeitig aber auch zu verdeutlichen, dass die Be-treiber von Google und Co. insbesondere im Bereich der sozialen Empfehlungen nicht mehr nur allein entscheiden können, möchten wir von SEO-united.de die Floskel `Times, Travel und Twitter´ als Grund-lage für eine Diskussion über die Zukunft von SEO in den Raum stellen.

Times, Travel und Twitter

Mann hinterm PC

© lassedesignen – Fotolia.com

Geht man vom alleinigen SEO-Standpunkt aus, ist es unserer Meinung nach mittlerweile nicht mehr das alleinige Maß aller Dinge, den Nutzer einer Suchmaschine einfach nur durch irgend-welche Angebote zu befriedigen, sondern ihn erstens, immer auf dem Laufenden zu halten (Stichwort. Times), ihn zweitens, durch von Google und Co. möglichst oft von eigenen Webseiten extrahierte Inhalte zu deren Besuch zu animieren (Stichwort. Travel) und drittens, ihn durch möglichst exklusiv auf Social Media Plattformen wie z.B. Facebook, Twitter oder auch Google+ veröffentlichte Inhalte dazu zu bewegen, in einen stetigen Dialog mit einem zu treten…

Eure SEO-united.de Blogger
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Kommentare zu Pills, Porn und Poker – Für YouPorn und Co. geht es bergab:

  1. Richard says:

    Hoi Gretus,

    die PPP-Vermutung haben ja meine Vorredner schon kritisiert, und so gern ich Alliterationen mag, ich mag noch deine TTT-Alternative in Frage stellen. Das sind sicher drei nette Beispielthemenfelder, auf denen auch in Zukunft wachsende Aufmerksamkeit liegen wird, aber ich denke, sie funktionieren anders als PPP – man hat ein paar Newsportale, die man eben nutzt, wie auch immer. Man hat seine Social Media Kanäle, die man aber auch nutzt und insbesondere bei denen man sich registriert. „Travel“ passt als Generikum am ehesten in die „PPP“-Struktur, aber es wird nie in der Form tatsächlich zum zielgerichteten Googeln verwendet werden. Ich suche nach „Porn“, weil man da eben recht zuverlässig wechselnde/neue Ergebnisse findet, ich suche nach „Viagra“, weil man da eben die verschiedenen Anbieter findet, nach „Poker“, weil ich, Überraschung, dann online pokern kann. In dieser „Allgemeinheit“ kann ich nicht nach „Travel“ suchen um anschließend ein spezifisches und meine Bedürfnisse treffendes Ergebnis zu finden.

    Zusammengefasst: PPP funktioniert deswegen so gut, weil es sehr allgemeine Suchanfragen mit einem in der Regel passenden, spezifischen Angebot beantworten kann. Deine TTT-Beispiele passen da auf mehreren Ebenen nicht.

  2. EllaM says:

    Ich kann mich meinen Vorrednern nur anschließen. Wie Etienne schon gesagt hat, sagt keine der Grafiken wirklich aus, dass das Suchvolumen sinkt. Es könnte auch konstant sein, während das Gesamtsuchvolumen wächst. Die Nachfrage nach Porn ist sicher nicht gesunken, eher hat sich Youporn als Marke etabliert. Die Seite gab es 2005 noch gar nicht und sie wird wegen der Ähnlichkeit zu Youtube wohl eine der bekannteren Pornoseiten sein, deren Namen man sich merkt und direkt eintippt. Viagra dürfte im Pills Bereich sicher auch nicht das Top Moneykey sein, zudem gibt es Generika, die dazu führen können, dass die Nachfrage nach der einen Marke zurückgeht, ohne dass der Pills Bereich insgesamt leidet. Der Poker-Hype ist zumindest in Deutschland wirklich ziemlich durch, aber die Kurve ist noch die konstanteste von allen.

    Und was am wichtigsten ist: Die Y-Achse ist ja nicht gleich skaliert, die Suchanfragen nach dem Berliner Wetter werden kaum so groß sein, wie die nach Twitter. D.h. die Poker-Anfragen könnten zwar relativ sinken, aber immer noch auf einem sehr hohen Gesamtniveau sein.

    Die Youporn- und Twitter-Werte sind auch die einzigen, bei denen es wenigstens einen 0-Wert gibt, an dem man den Abfall der Kurve abschätzen kann. Auf einer Skala von 1-100 könnte der Viagra-Wert nämlich von 100 auf 99 oder von 100 auf 80 gefallen sein.

    • Gretus says:

      Hallo Ella,

      letztendlich ist es wahrscheinlich so, dass die Nachfrage nach derartigen Angeboten wirklich relativ konstant bleibt, die Leute nur anders danach suchen. Die Aussagekraft obiger Grafiken anzu-zweifeln, halte ich für Pillendreherei, wenn, sind die Suchwörter falsch gewählt…

      Grüße

      Gretus

      • EllaM says:

        Ich habe die Aussage der Diagramme nicht angezweifelt, dass die Kurve nach unten geht ist ja klar. Nur kann man ohne irgendeine Skala imho nicht davon sprechen, dass es „bergab“ geht, weil du keinerlei echte Bezugsgrößen hast. Schau dir einfach mal die Kurve von Xvideos an. Da könnte ich jetzt argumentieren, die Pornogucker von Youporn sind alle dorthin abgewandert, Porn is fine.

        Es ist doch nichts neues, dass man Diagramme schön dramatisch gestalten kann, indem man an der Y-Achse günstig skaliert. Auf einer Achse von 1-2 sieht der um 1% gestiegene Unternehmensgewinn natürlich bombig aus ;) Aus diesem Grund ist, wie ein Vorposter schon gesagt hat, eine Aussage wie „bergab“ ohne Skala auf der Y-Achse schon ziemlich mutig. Du kannst bei Viagra nicht sagen, ob die Anfragen um 0,1, 1, oder 10% runtergegangen sind. D.h. du hast hier einen nicht quantifizierbaren Trend für einen Suchbegriff und von dem soll man auf eine ganze Branche schließen, noch sehr viel mutiger.

        Um es mal auf den Punkt zu bringen: den Kurven nach könnte Viagra von 200 Millionen auf 199 Millionen Suchanfragen gefallen sein, während Times stabil bei 2000 liegt. Youporn fällt um eine Million, während 700 Millionen Chinesen Xvideos für sich entdeckt haben. Du kannst aus den Diagrammen einen groben Trend für den Suchbegriff ableiten, nach dem Wetter in Berlin wird im Sommer öfter gesucht, aber dafür gleich einen Trend für ganze Branchen ableiten zu wollen, ist wie gesagt mutig.

        Ich bin übrigens spätestens auf diesen Trichter gekommen, weil ich vor Weihnachten solche Diagramme mit dynamischen Y-Achsen programmiert habe. Ein Zuwachs von 10 in Diagramm 1 war im Diagramm 2 so groß, wie einer um 1000. Solche Dinger sind also mit viel Vorsicht zu betrachten.

  3. Andre says:

    Ich sehe das wie Etienne,

    jedoch gehe ich noch einen Schritt weiter und behaupte einfach mal, dass YouPorn das Tempo der Pornowebseiten geworden ist. So ziemlich jeder (Mann) der schon mal im Internet war und dieses Thema aufgegriffen hat, hat die Webseite wohl gefunden.

    Fordere doch mal den Direct-Zuwachs von YP an ;)

    • Gretus says:

      Hi Andre,

      wurde die Seite nicht neulich verkauft? Könnte mir vorstellen, dass YP auch trafficmäßig seinen Zenit erreicht hat…

      Grüße

      Gretus

  4. Etienne says:

    Hi Gretus,

    ausgerechnet Youporn zu nehmen ist denke ich wenig repräsentativ. Ich denke nicht, dass eine Marke für den Markt repräsentativ ist. Zumal mit der Zeit sicherlich genug User verstehen, dass wenn sie auf Youporn möchten, dass sie dazu kein Google brauchen, sondern die URL direkt in den Browser eingeben können.

    An sich macht es auch wenig Sinn, dass der Durschnittsbürger im Jahr 2014 weniger Interesse an Pornographie hat als jemand vor 5 Jahren. Ich denke der Demand for porn ist ungefähr so wenig volatil wie der an Milch, Butter oder frischem Brot.

    Also, könnte eher heißen, dass YouPorn an Marktanteilen verloren hat. Denn schaut man sich mal die Google Trends für das generische Wort „porn“ an, sieht der Trend ganz anders aus.
    LG

    • Gretus says:

      Hi Etienne,

      das mit Wörtern wie Sex, Porn usw. hatte ich auch recherchiert. Derartige Wörter fallen meiner Meinung nach total raus, weil es typische `Testkeywords´ sind. Geben Leute ein, weil es witzig ist…

      Grüße

      Gretus

      • Etienne says:

        Kann es sein, dass mein anderer Kommentar im SPAM-Filter gelandet ist, weil ich zu viele Porno-Begriffe verwendet hab? :D (Ich hatte noch einen anderen Kommentar hinterlassen, der die Google Trends Ergebnisse für verschiedene andere Keywords auflistet)

  5. Chris says:

    Die Trends sind doch nur relative Angaben bezogen auf das absolute Suchvolumina. Google schreibt selbst: „Diese Angaben spiegeln nicht das absolute Suchvolumen wider.“ Weiterhin steigert Google mit jedem Jahr das Suchvolumen insgesamt. Das bedeutet zwei mögliche Schlussfolgerungen aus der Grafik oben:

    * Das Suchvolumen für `Pills, Porn und Poker´ wächst mit einem geringeren Prozentsatz als das Gesamt-Suchvolumen
    * Das Suchvolumen für `Pills, Porn und Poker´ ist konstant.
    * Das Suchvolumen für `Pills, Porn und Poker´ verringert sich.

    Welches der drei Szenarien zutrifft lässt sich ohne Wissen über die absoluten Zahlen nicht entscheiden.

    Ausgeschlossen werden kann lediglich, dass `Pills, Porn und Poker´ mit dem gleichen oder einem größeren Prozentsatz zuwächst als das Gesamt-Suchvolumen.

    Ist natürlich nicht so die tolle Headline für einen Artikel…

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