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Robert Basic über Twitter

Internet  |   |  , 11:00 Uhr  |  11 Kommentare

Der Microblogging-Dienst Twitter ist momentan in aller Munde. Wir von SEO-united.de hatten die Gelegenheit, mit Robert Basic über den Hype um Twitter aber natürlich auch über ihn selbst und seine aktuellen Pläne zu sprechen…

H. Hemken: Freut mich, dass Du erneut einem Interview zugestimmt hast. Wenn Robert Basic sich in nur 140 Zeichen beschreiben müsste, wie würde das aussehen?

R. Basic: Er achtet nicht auf Äußerlichkeiten, schaut den Menschen ins Herz, interessiert sich fürs Internet und wie Menschen besser zusammenleben können.

H. Hemken: Du siehst, ich habe mir Twitter als Thema für das Interview ausgesucht. Was dagegen?

R. Basic: Ich bestimme ja nicht über Deine Interessen, warum sollte ich was dagegen haben, wenn Du nach Twitter fragst?

H. Hemken: OK, zunächst aber noch kurz zu Dir. Der Verkauf Deines Weblogs basicthinking.de ist nun schon eine Weile her. Wie geht es Dir?

R. Basic: Extrem gut, entspannt, easy…

H. Hemken: Gibt es Tage, an denen Du den Verkauf Deines Blog bereust?

R. Basic: Nicht einen einzigen Tag. Ich habe die Zeit genossen, und genieße nun, was vor mir liegt.

H. Hemken: Bevor wir auf Deine aktuellen Projekte zu sprechen kommen, lass uns etwas über Twitter sprechen. Warum twitterst Du?

R. Basic: Weil einige Bekannte drin sind und damit der Gesprächsort vorgegeben ist.

H. Hemken: Hättest Du gerne mehr als 140 Zeichen zur Verfügung oder findest Du, dass diese Beschränkung Sinn macht?

R. Basic: Es ist schon erstaunlich, dass mit 140 Zeichen tatsächlich so ein Gebilde entstehen kann, es zeigt uns aber erneut lediglich auf, wie anpassungsfähig der Mensch darin ist, um miteinander in Kontakt zu treten.

H. Hemken: Gerade bei der Berichterstattung aktueller Geschehnisse, wie z.B. dem Amoklauf in Winnenden, ist Twitter immer wieder auch in der Kritik. Ist die Kritik berechtigt?

R. Basic: Wenn man Twitter magische Fähigkeiten als Kommunikationskanal zuschreibt, klar, ja. Es sind jedoch die Menschen, die einen Kommunikationskanal ausmachen, nicht die Technik selbst, die nur einen kleinen Faktor dabei ausmacht. Wenn, dann sollte man die Menschen kritisieren, nicht die Werkzeuge.

Eines noch: Die Vernetzungssystematik von Twitter zeigt interessante Wege auf, wie man Informationen im Netz noch schneller verbreiten könnte. Ich könnte mir durchaus vorstellen, dass es andere Plattformen beeinflussen wird, die auf ähnliche Systematiken setzen werden (auch ergänzend, nicht nur alleine). Sollten die verschiedenen Anlauforte übergreifend vernetzt werden (Ansätze wie z.B. Facebook, Twitter und Friendfeed), wäre das sehr zu begrüßen.

Letztendlich alles, was den Fluss von Informationen effizienter werden lässt, ist prinzipiell förderungswürdig und unterstützenswert. Die Welt schrumpfen lassen, eine großartige Vision, wie man das Internet verstehen kann und alle Werkzeuge, die es im Gesamten ausmachen. So betrachtet – bei der Frage, ob die Kritik berechtig ist – sollte man immer zwei Ebenen betrachten. Was machen die Menschen aus der Technik und was macht die Technik aus den Menschen?

H. Hemken: Hat Twittern noch etwas mit Journalismus zu tun?

R. Basic: Das sehe ich neutral. Wenn die Journalisten Twitter nutzen möchten, hat es natürlich etwas damit zu tun (z.B. greift CNN gerne auf Userstimmen aus Twitter zurück und baut diese in die News mit ein). Wie sie das nun für sich nutzen, ist mehr eine Frage dessen, was dabei am Ende des Journalistentages herauskommt. Das war ja aber nicht die Frage hier ;-)

H. Hemken: Einige Experten sind der Meinung, Twitter sei die bedeutendste Webseite seit Google. Wie siehst Du das?

R. Basic: Ich würde mich hüten davor, so einen Unsinn zu verzapfen. Niemand kann in die Zukunft schauen und vorhersagen, was wirklich bedeutend für die Menschheit war und was nicht. Daran würde ich gerne auch Google messen, wenn man von `bedeutendste Webseite´ spricht. Die `bedeutendste´ Webseite ist für mich übrigens nicht Google, sondern die Wikipedia, die eine weitaus größere Idee in sich birgt, als es Google jemals leisten können wird. Google entdeckt vielleicht Wissen, Wikipedia fördert aber Wissensverteilung und erzieht dazu. Was ist bedeutender? Sicher nicht das Entdecken, das ist nur eine Frage der Technik. Nicht aber die Einstellung der Menschen.

H. Hemken: Google hat nach eigenen Angaben kein Interesse an Twitter. Wenn Du bei Google was zu sagen hättest, würdest Du versuchen Twitter zu kaufen?

R. Basic: Google ist ein wirtschaftlich agierendes Unternehmen. Sollte es also erkennen, dass man mit Twitter unmittelbar oder strategisch Markpositionen halten, festigen und ausbauen kann, würde ich es tun. Betrachtet man Google als größte Litfaßsäule der Welt, macht es erst dann Sinn, wenn es sich bestätigt, dass Twitter zu einem echten Anlaufzentrum für viele Eyeballs wird. Und es würde sogar passen. Ich verwette alles darauf, dass Twitter bereits jetzt schon mit Kleinanzeigen experimentiert. Es liegt ja auch auf der Hand.

H. Hemken: Angenommen Twitter würde tatsächlich Robert Basic gehören, welche konkreten Verbesserungsvorschläge hättest Du?

R. Basic: Lass mal sehen. Grouping, anonymes Following, wesentlich größere Stabilität und Performance, mehr Zeichen bei Direct Messages, gezielte Tweets an mehrere, ausgewählte User (Unterschied zu Grouping), Einbaumöglichkeit von Videos und Podcasts wie auch Files (wie einst bei Pownce.com)

H. Hemken: Als Eigentümer würdest Du um das Thema Monetarisierung nicht herum kommen. Wir wird Twitter zukünftig Geld verdienen?

R. Basic: Habe es oben schon angesprochen. Ich finde die Möglichkeiten, Kleinanzeigen zu schalten, sehr charmant. Es spricht auch nichts gegen Premiumgebühren mit Zusatznutzen wie etwa erweiterten Suchmöglichkeiten, Grouping und erweiterten DM-Zeichen.

H. Hemken: Mit weit über 3000 Followern bist Du einer der `erfolgreichsten´ Twitterer in Deutschland. Was müssen unsere Leser machen, um auch so erfolgreich zu werden?

R. Basic: Ach, das ist doch einfach erklärt, als Blogger von Basic Thinking. Baut also ein ähnlich bekanntes Blog und los geht’s. Oder lasst Euch rote Haare wachsen. Oder heiratet Demi Moore. Viele Wegen führen nach Rom :-)

H. Hemken: Ganz konkret, welche drei Eigenschaften zeichnen einen erfolgreichen Twitterer aus?

R. Basic: Wenn Du mich als denjenigen fragst, der immer heiß auf gute Infos ist, dann würde ich die User mit TopTweets versorgen. Eigentlich ist es die gleiche Frage wie was macht einen erfolgreichen Blog aus? Es ist das Besondere, das über dem Durchschnitt der Massen hinausragt. Und das können viele Dinge sein, weil wir Menschen so unterschiedlich sind.

H. Hemken: Und welche drei Dinge sollte man besser tunlichst unterlassen?

R. Basic: Ne, bitte nicht diese 3, 7, 10 Do’s and Dont’s. Was macht einen guten Fußballer aus? Er ist schnell, trickreich, hat ein Auge für das Spiel, schießt Tore am laufenden Band, trainiert härter als andere, gibt nie auf, sein Körper ist wenig verletzungsanfällig, diszipliniert, und, und, und :-D

H. Hemken: Kommen wir nun wieder zu Dir. Was machst bzw. was planst Du gerade?

R. Basic: Ich beschäftige mich mit Buzzriders. Einem Konzept, das ich bald auf meinem Blog robertbasic.de konkreter vorstellen werde.

H. Hemken: Klingt spannend. Ich bedanke mich für das Interview und wünsche Dir alles Gute. Dir bleiben 140 Zeichen zur freien Verfügung, was sagst Du?

R. Basic: Ob es spannend ist, wird sich zeigen wenn es konkret zu sehen ist ;-) Ich habe zu danken fürs Interview!

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Kommentare zu Robert Basic über Twitter:

  1. Kreatnier says:

    Was’n langweiliges Interview. Twittermist…

  2. Simon says:

    Ich bin wirklich gespannt, was Robert aus seinem Projekt Buzzriders zaubern wird – definitiv sehr interessantes Interview mit ihm. Teaser ist Geschmackssache, aber hey – ein Interview mit Robert bekommt man auch nicht alle Tage.

  3. Stefan Waidele says:

    @Dapema: Ich denke, Gretus hat meinen Kommentar richtig verstanden: Das Interview ist gut, aber der Teaser würde jeden Radiomoderator vor Neid und Ehrfurcht erblassen lassen. :)

  4. Dapema says:

    @Stefan … leider gibt es auch Blogger welche nicht so gut informiert sind, da sie nicht den ganzen Tag entsprechende Infos lesen können, sollte dieses Interview den überflüssig sein nur weil Du schon informiert bist? Ich denke es waren gute Fragen…

    Ich hab da mal zum Interview auf meinem Blog verlinkt ;)

  5. Gretus says:

    Hallo Stefan,

    Robert redet zwar bekanntlich sehr gerne, hält sich aber in Bezug auf neue Projekte usw. gerne auch mal bedeckt ;-)

    Zugegeben, der Teaser war falsch gewählt…

    Grüße

    Gretus

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