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Rupert Murdoch macht dumm

Internet  |   |  , 11:21 Uhr  |  6 Kommentare

Wäre das Internet ein Staat, könnte man Google ohne Zweifel als dessen Regierung bezeichnen. Der Suchmaschinengigant gibt die Regeln vor, nach denen man sich im World Wide Web zu richten hat…

Ähnlich wie unsere Bundesregierung momentan über die Zukunft von durch die Wirtschaftskrise in Nöte geratene Unternehmen entscheiden muss, werden auch dem Internet früher oder später einzelne Branchen zum Opfer fallen. Letztendlich aus Steuergeldern finanzierte Staatshilfe sollen laut Gesetz lediglich diejenigen Unternehmen erhalten, welche ein sicheres Zukunftsmodell vorlegen können.

Leitragende des Internets sind in erster Linie die herkömmlichen Medien. Mogule wie Rupert Murdoch fürchten um ihre Zukunft und versuchen alles, um von der Regierung, in diesem Fall also Google, Hilfe zu bekommen. Ähnlich wie große Unternehmen in der realen Wirtschaft damit drohen, ihren Standort ins Ausland zu verlagern, drohen nun auch Verleger, ihre Seiten für Google zu sperren und nur noch anderen Suchmaschinen zugänglich zu machen.

Analog zu unserer Bundesregierung steht auch Google unter einem gewissen Druck. Wo unsere Regierung alles daran setzt, ihre Arbeit in der nächsten Legislaturperiode fortsetzen zu können, muss auch der Suchmaschinenbetreiber stets versuchen, die Bedürfnisse der Bevölkerung, sprich der Nutzer ihrer Suchmaschine, zufrieden zu stellen.

Einflussreiche Unternehmen, egal ob im Internet oder der realen Wirtschaft, wissen um ihre Vormachtstellung und versuchen diese dafür zu nutzen, die Regierung unter Druck zu setzen. Leitragender in der realen Wirtschaft ist der Ottonormalverbraucher. Was sich Manager großer Unternehmen an zusätzlichen Staatsgeldern erzwingen, wird dem kleinen Mann wieder abgezogen. Das Resultat ist ein durch immer neue Schulden der Regierung zusehends verarmender Staat.

Um einer Verarmung der Bevölkerung eines Staates bzw. auf das Internet bezogen, einen Mangel an Informationsfreiheit der Nutzer, zu verhindern, muss die Regierung bzw. demzufolge Google alles daran setzen, die Machenschaften in erster Linie auf Profit ausgerichteter Unternehmen zu unterbinden bzw. deren Zukunftsmodell kritisch zu hinterfragen.

Wenn Medienunternehmer wie Rupert Murdoch mit ihren in unserer heutigen Medienlandschaft nicht mehr profitablen Unternehmen ins Ausland abwandern wollen, dann sollte man sie ziehen lassen. Gesonderte Konditionen für Internetunternehmen mit einem nicht mehr sicheren Zukunftsmodell werden dazu führen, dass der Ottoanomalnutzer als Leitragender hervor geht und immer öfter für Inhalte bezahlen muss.

Ein, nur weil einige Unternehmen die Zeichen der Zeit verschlafen haben, sich nicht auf die Bedürfnisse der Bevölkerung, sprich des Internets einstellen sondern bei der Regierung, also Google um `Staatshilfe´ betteln, zunehmend kostenpflichtiges Internet wird dazu führen, dass die Nutzer diesem das gleiche Desinteresse gegenüber entwickeln wie der Politik. Das Resultat wird eine Verdummung aller sein…

Gretus

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Kommentare zu Rupert Murdoch macht dumm:

  1. Gretus says:

    Hallo Mathias,

    ich bin fest davon überzeugt, dass einige die Situation ausnutzen und trotz womoglich ´sogar höherer Einnahmen in der Zukunft momentan auf `aussichtslos´ markieren und Geld schinden wo es nur geht.

    Zum Beispiel eine zusätzliche Vergütung von Google dafür zu verlangen, dass man bevorzugt in den Google News aufgeführt wird oder seine Seiten zu sperren, obwohl Newsseitenn alle Vorzüge genießen die es nur gibt, ist einfach nur ein Witz.

    Google ist kein Selbstbedienungsladen, wollte ich mit meinem Beitrag sagen. Was Murdoch und Co. sich heute erzwingen, wird uns normalen Nutzern morgen das Genick brechen…

    Grüße

    Gretus

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