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Twitter – Wer nicht wirbt, der stirbt

Internet  |   |  , 18:03 Uhr  |  5 Kommentare

Um endlich Geld zu verdienen, erlaubt der Microbloggingdienst Twitter namhaften Unternehmen seit Kurzem die Schaltung von Werbung. So genannte Promoted Tweets bzw. Promoted Topics ermöglichen es Firmen wie Walt Disney oder Coca Cola, ihre Echtzeit-nachrichten gegen Bezahlung in den Suchergebnissen bzw. den gerade am meisten diskutiertesten Themen unterzumogeln…

Die Schaltung von Werbung auf Twitter ist bereits seit einiger Zeit möglich. Umso erstaunlicher die Tatsache, dass sich bislang kaum jemand darüber aufgeregt hat, bzw. die in den Echtzeitstrudel eingekauften Nachrichten als gravierenden Eingriff in den eigentlichen Sinn und Zweck von Twitter angesehen hat.

Eine der grundlegenden Ideen von Twitter ist die natürliche Selektion von Nachrichten aus der ganzen Welt. Durch Funktionen wie dem Folgen interessanter Personen bzw. dem Retweeten von interessanten Meldungen, ist Twitter aufgrund seiner Technik der optimale Maßstab für die Wichtigkeit bestimmter Nachrichten unserer Gesellschaft. Wird eine Meldung oft rewteetet, scheint sie für die Allgemeinheit wichtig. Wird sie es nicht, scheint die Meldung nicht von Interesse zu sein.

Die Promoted Tweets bzw. Topcis ermöglichen es zahlungswilligen Unternehmen, den eben beschriebenen Mechanismus der sich natürlich ergebenen Selektion gezielt zu manipulieren. Anstatt wie jedes einfache Mitglied darauf zu hoffen, dass ein normal eingestellter Tweet eine Welle an Reaktionen auslöst, wird sich einfach eine prominente Platzierung innerhalb der Reaktionskette erkauft und die so eingestellte Nachricht zu einem Selbstläufer gemacht.

Jedes Unternehmen muss zusehen dass es Geld verdient, das ist keine Frage. Fraglich es jedoch, ob Twitter sich mit einer derartigen Einbindung von Werbung nicht doch ein Eigentor geschossen hat? Meldungen, durch den Druck der Massen via Twitter und Co. könnten ganze Diktaturen ausgehebelt werden, sind seltener geworden. Kein Wunder vielleicht, wenn Freiheitskämpfer bei ihren Aktivitäten von einer Koffeinbrause umworben werden…

Gretus

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Kommentare zu Twitter – Wer nicht wirbt, der stirbt:

  1. […] Cola eines der ersten Unternehmen war, welche die kürzlich erst von Twitter eingeführten Werbemöglichkeiten testen durften, ist es zwar fraglich, ob auch zukünftig dort gestartete Kampagnen derart gute […]

  2. Webdesign-er says:

    Naja, damit Twitter nicht zum Milliarden-Grab wird, müssen langsam mal Einnahmen generiert werden. Könnte mir auch vorstellen, dass die Investoren langsam nervös werden und Zahlen sehen wollen.

  3. Micha S. says:

    Ehrlich gesagt, ist mir die Werbung noch gar nicht aufgefallen?! Aber bei dem Geld, was die bislang bekommen haben, müssen die langsam beweisen, dass Twitter kein zumindest wirtschaflicher Reinfall ist. Aber bei den Besucherzahlen und dem Pagerank stelle man sich vor, die schalten einen Werbebanner auf der Startseite. MfG

  4. Maxim says:

    Da wirds wohl neben SEA und SEM noch TA und TM geben :)

  5. Mike says:

    Die Investoren wollen, nach doch relativ langer Zeit auch endlich mal sehen, das da mehr passiert. Wen sie die Werbung nicht zu aufdringlich machen, dann werden es die Nutzer auch akzeptieren. So wie jetzt, geht es meiner Meinung nach noch. Wobei ich mich wundere, das es den Dienst noch gibt, bzw das der immer noch so viel verwendet wird.

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