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Wikipedia weist auf rechtliche Konsequenzen für bezahlte Einträge hin

Internet  |   |  , 09:17 Uhr  |  6 Kommentare

Logo WikipediaWohingegen bis vor einiger Zeit noch das Gerücht herrschte, die freie Online-Enzyklopädie Wikipedia könnte sich aufgrund der stetig sinkenden Anzahl freiwilliger Autoren kaum mehr dagegen wehren, dass zunehmend dort auch eher kommerziell orientierte Nutzer ihr „Unwesen“ treiben können, hat die Wikimedia-Community dem nun doch einen Riegel vorgeschoben: Die neuen Nutzungsbedingungen von Wikipedia bezeichnen das Editieren von Inhalten gegen Bezahlung als Black-Hat-Praktik (?) und deuten an, dass man eventuell sogar rechtliche Probleme bekommen kann, wenn man sich für seine Mitarbeit bei Wikipedia auch weiterhin in irgendeiner Form auszahlen lässt…

Heute nehmen wir eine wichtige Änderung an unseren Nutzungsbedingungen vor. Diese Änderung verdeutlicht und verstärkt das Verbot der Verheimlichung von bezahlten Bearbeitungen auf allen Wikimedia-Projekten […] Wenn Sie für Ihre Bearbeitung bezahlt werden, müssen Sie diese bezahlte Bearbeitung offenlegen, um die neuen Nutzungsbedingungen einzuhalten. Sie müssen Ihre Zugehörigkeit in Ihrer Bearbeitungszusammenfassung, Benutzerseite oder Diskussionsseite angeben, um Ihre Perspektive fair offenzulegen […] Wenn Sie für Ihre Bearbeitung bezahlt werden, gelten möglicherweise zusätzlich zu den Nutzungsbedingungen noch andere Regeln. Besondere Richtlinien für einzelne Wikimedia-Projekte oder entsprechende Gesetze in Ihrem Land (beispielsweise Gesetze zur betrügerischen Werbung) erfordern möglicherweise weitere Angaben oder verbieten eine werbliche Bearbeitung gegen Bezahlung gänzlich. (Quelle)

Das Kuratorium der Wikimedia Foundation hat neben den Änderungen der Nutzungsbedingungen auch einen Board Letter sowie FAQs zum Thema veröffentlicht. Hier ein Auszug:

Gemäß der Richtlinie 2005/29/EG über unlautere Geschäftspraktiken der EU (und den entsprechenden nationalen Versionen) ist der Einsatz „redaktioneller Inhalte … zu Zwecken der Verkaufsförderung [verboten, wenn] der Gewerbetreibende […] diese Verkaufsförderung bezahlt [hat], ohne dass dies [daraus] eindeutig hervorgehen würde“. (Quelle)

Obgleich es wahrscheinlich schwer sein dürfte, irgendwelchen Mitgliedern von Wikipedia tatsächlich einen „Betrug“ vorzuweisen, ist die grundsätzliche Einstellung der freiwilligen Autoren gegenüber bezahlten Einträgen nun wieder klar. Wer Unannehmlichkeiten vermeiden möchte, sollte seine wie auch immer geartete „Bezahlung“ gemäß den neuen Nutzungs-bedingungen in Zukunft einfach immer offenlegen und sich bei Fragen dazu an die Community wenden…

Weiterführende Informationen

Eure SEO-united.de Blogger
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Kommentare zu Wikipedia weist auf rechtliche Konsequenzen für bezahlte Einträge hin:

  1. Evgeniy says:

    Das ist leider noch eine Auswirkung des gängigen Ranking-Konzeptes, das auf Überbewertung von Incoming-Links basiert. Wäre das Ranking-Prinzip anders, um wie viel schöner wäre die ganze Kommunikation im Web! Ansonsten degradiert alles und am Ende bleibt nur Link Dropping.

    Im Übrigen ich bin sicher, dass mit der Änderung der AGB dem nicht beizukommen ist. Was aber sicher stattfinden wird: man wird übereinander petzen um so zu versuchen einen Artikel über die Konkurrenz aus der Wiki weg zu bekommen. Sollte jemand bei Wiki melden, der oder jener hat einen Bezahlbeitrag geschrieben – was passiert dann? Könnt ihr selbst denken, so, wie schnell die Wiki-Redakteure sonst schnell mit dem Löschen sind…

    Außerdem ist die Formulierung „Bezahlbeitrag“ ziemlich schwammig. Schreibt jemand einen Bezahlbeitrag, wenn man über das eigene Unternehmen schreibt? Es gibt ja bereit das Kriterium der Relevanz, den die Redakteure ziemlich eigensinnig einsetzen, wenn jetzt dazu noch das Kriterium der angeblichen Entlohnung kommt, dann darf ein Redakteur praktisch jeden Artikel als bezahlt brandmarken, denn egal, was geschrieben wird, irgendjemand wird davon profitieren, sogar wenn es um ganz abgehobene Dinge geht wie z. B. Grundlagenforschung.

    Ein Beispiel hierzu: Mein Bruder promoviert in der Biologie und schreibt ein Artikel in d. Wiki über das Zeug, woran er forscht. Das Ergebnis der Forschungsarbeit wird aber ein kommerzielles Produkt sein, woran der Kleine auch Vermarktungsrechte besitzt – ist der Artikel bezahlt? Na eben. Am besten keine solche Regel aufsetzen, die nicht eindeutig angewandt werden können.

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