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YIGG! – Der Weg zum Galgen?

Internet  |   |  , 18:08 Uhr  |  9 Kommentare

Die Internetgemeinde ist in heller Aufruhr. Die Social-Community YIGG! hat seine Pforten geöffnet und nimmt als erste Website in Deutschland am Adsense-Sharing Programm teil. Das heißt im Klartext, dass es Mitgliedern ermöglich ist, am Erfolg der eingestellten Nachrichten zu partizipieren, und über eine API Klickprovision zu generieren.

Das neue Modell hat sich schnell herum gesprochen und schon jetzt einen enormen Anstieg der eingestellten Anzeigen zur Folge. Bis zu 1000 Nachrichten finden sich seit der Neuerung in der Warteschleife, bisher pendelte der Wert ungefähr um die 400 Nachrichten.

Das Phänomen ist einfach zu erklären. Immer wenn es irgendwo im Internet den Anschein macht, es gäbe leicht verdientes Geld zu holen, kommen alle herbei geströmt. Oft erkennen die Leute jedoch sehr schnell, dass es eben doch nicht so einfach ist, wie es anfänglich zu sein scheint und verschwinden auch recht schnell wieder.

Traffic ist der wesentliche Indikator für Einnahmen, und so werden die Mitglieder versuchen, diesen zu erhöhen. Hierbei geht es weniger um das Erzielen von Votes – die inhaltliche Qualität spielt keine große Rolle mehr – sondern lediglich um das „Abfangen“ von Traffic. Da YIGG! diesen maßgeblich über Suchmaschinen generiert und die Rankings nicht an Votes gebunden sind, braucht man nur genügend Nachrichten einzustellen und wird früher oder später auch Besucher abbekommen.

In meinen Augen hat YIGG! seit einiger Zeit große Probleme, das soziale System funktioniert einfach nicht. Die Mitglieder sind korrupt und schieben sich gegenseitig die Bewertungen zu. Bestimmte Gruppen dominieren das System und gewähren Minderheiten keinen Eintritt. Für diese Vermutung ist das Yiggsharing (schnell haben die Blogger einen Namen gefunden) ein weiteres Indiz. Die Macher von yigg.de versuchen so mehr User auf die Plattform zu ziehen, um dem sozialen Gedanken irgendwie gerecht zu werden.

Es bleibt abzuwarten, ob dieses so gelingt. Dafür braucht es zum einen Erfolgsmeldungen aus der Blogsphäre und zum anderen ein System, welches die Qualität der eingestellten Nachrichten sicherstellt. Steigt weiter einfach nur die Anzahl der Nachrichten, war die Nummer in meinen Augen ein Flop.

YIGG! wird fortan noch stärker mit Spam zu kämpfen haben. Nur wenn man die Qualität der Nachrichten steigert, mehr aktive User auf die Plattform zieht und den Lesern einen Mehrwert bieten kann, ist die Plattform noch zu retten.

Ansonsten wird die Webseite yigg.de das erste prominente Beispiel von Selbstbereinigung eines Marktes sein, welcher in Deutschland auf lange Sicht vermutlich ohnehin scheitern wird, die soziale Idee kann in Deutschland nicht funktionieren. Soziales Denken lässt sich nicht erkaufen und die kritische Masse kann vermutlich nie erreicht werden.

Wir von SEO-united.de haben die Idee einer sozialen Community noch nicht verworfen, sondern experimentieren seit einiger Zeit verstärkt mit anderen Diensten und möglichen Alternativen, z.B. ShortNews oder Webnews. Über ShortNews haben wir Euch bereits berichtet, ein ausführlicher Bericht über die Stärken von Webnews wird in Kürze folgen.

Constantin

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Kommentare zu YIGG! – Der Weg zum Galgen?:

  1. Ronny says:

    Stimmt.
    Und Yigg waren nicht die Ersten AdSense-Sharing-Anbieter. Infopirat und one3p.de waren da schon etwas eher (über ein jahr) dabei.

  2. fibelus says:

    Und wieder bleibt nur festzuhalten, das Shortnews.de seiner Zeit einfach voraus war.
    Schon seit Jahren läßt Shortnews seine User teilhaben und gewährt Prämien für klickstarke News.

    Zudem liefert Shortnews auch noch Traffic, wie ihr berichtet. Wenn ich nicht schon da wäre, hätte ich mich jetzt registriert ;-)

  3. Tim says:

    Hi zusammen,

    kann die Sorgen nachvollziehen, sehe aber (gerade den Punkt Eintritt für Minderheiten / Neue) kein Problem und bin inzwischen mit ca. 50% meiner News auf der Startseite. Klar, dazu brauche ich ein paar Freunde, wie überall.

    Ich halte eher das Thema Traffic für ein Problem. Eine absolute Top News (Platz1 Seite 1) brachte nur rund 100 Exits.

    Naja, schaun wir mal.

    Grüße, Tim

  4. Sascha says:

    Einmal abgesehen davon, dass ich nicht glaube das man damit wirklich viel Geld verdienen kann, ist die 100% Regel genau auf die Sommermonate (wo am wenigstens los ist) gelegt!

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