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Russisches Roulette

SEO-Offtopic  |   |  , 11:19 Uhr  |  8 Kommentare

Nachdem bekanntlich kürzlich einige deutsche Webseiten aufgrund offensichtlich gekaufter Backlinks aus Russland abgestraft wurden, nimmt die Geschichte rund um Linkkauf aus Billiglohnländern eine weitere Wende…

Nicht nur, dass sich seit der Abstrafung ein jeder auf Kosten der betroffener Seitenbetreiber vom Linkkauf reinzuwaschen versucht, jetzt scheinen findige `Adelige´ auch noch auf den Gedanken gekommen zu sein, dass ganze Thema durch gezielte Aktionen immer weiter aufzubauschen.

Wie gestern u.a. bei SISTRIX zu lesen ist, hat der in lupenreinem Deutsch schreibende Russe Boris auf seiner Webseite linkzar.ru seiner Ankündigung, sämtliche über russische Links berichtenden Webseiten selbst mit .ru-Links zu bestücken nun Taten folgen lassen und einige der von ihm gelisteten bzw. von verunsicherten Webseitenbetreibern `verpfiffenen´ Seiten mit Links aus Russland versehen.

Boris alias Egor I Evstratov behauptet von sich, ein durch die negative Kritik geschädigter Betreiber von russischen Webseiten zu sein. Webseitenbetreibern, welche weiterhin über ihn bzw. das Thema berichten, will er nach eigener Aussage `vernichten´ und `Schreckliches erfahren´ lassen.

Egal ob an der Geschichte nun etwas Wahres dran ist oder nicht, die mittlerweile zu einer Schmierenkomödie verkommende Thematik zeigt einmal mehr, mit welchen harten Bandagen im Bereich Suchmaschinenoptimierung mittlerweile gearbeitet wird.

Einige Anbieter scheinen sich für nichts mehr zu schade zu sein. Kunden wird das Blaue vom Himmel versprochen, ihnen für minderwertige Arbeit das Geld aus der Tasche gezogen und selbst bekannte Unternehmen sind sich nicht zu schade, über andere Firmen herzuziehen und ihnen die Kunden abspenstig zu machen.

Für mich persönlich ist die ganze Sache ein Linkbait, bei dem sich der Betreiber von linkzar.ru nicht einmal davor zurück scheut, mit den Ängsten anderer Menschen zu spielen.

Wahrscheinlich sogar bewusst, gibt er dem Thema weiteren Spielraum bzw. versucht es zu verwässern, da sich tatsächlich wegen minderwertigem Linkaufbau abgestrafte Seitenbetreiber nun auf ihn beziehen und andere die Chance wittern werden, auf den Zug aufzuspringen um Konkurrenzseiten aus dem Index zu schießen.

Google und Co. werden sich der Thematik annehmen und womöglich unschuldig abgestrafte Webseiten genau überprüfen müssen. Ich möchte nicht wissen was als nächstes kommt, aber mit SEO hat das Ganze nicht mehr viel zu tun…

Gretus

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Kommentare zu Russisches Roulette:

  1. Sebi says:

    So langsam macht SEO nicht mehr Spass. Wenn es so einfach ist, andere Seiten anzuschwärzen oder sogar selber in den Filter zu schiessen, wird sich in der Szene ein ganz anderes Schlachtfeld auftun. Gerade für Agenturen die Kunden betreuen, könnte es schlimm werden. Dritte Personen setzen auf Kundenseiten unerwünschte Links, schicken kurz mal eine Mail an den Kunden um ihn zu fragen, was er davon hält und schon könnte es passieren, dass der Kunde die Aufrichtigkeit des Unternehmens anzweifelt und evtl. wechselt. Durch solche Aktionen wird der Bereich kaputt gemacht. Lachender Dritter könnte google sein, wenn die Interessenten dann wieder die nicht belinkbaren Adwords buchen.

  2. Kevin says:

    Überhaupt komisch, das die bestraften Seiten mit RU Links jetzt für neue Keywords ranken.
    Bedeutet nur eins: Der Google .ru Filter arbeitet noch nicht wie gewünscht.

    Sobald das wirklich jemandem nachweislich schadet hört der Spaß auf. Dann würde es Zeit, das sich möglichst viele Webmaster mit Google in Verbindung setzen und denen davon erzählen.
    Auch wenn es nur einzelne Seiten betrifft, das Thema ist heiß und darf von Google eigentlich nicht ignoriert werden.

  3. Gretus says:

    Hallo,

    auf der anderen Seite geht es hier aber auch um bares Geld, da hört für einige der Spaß auf. Demnächst muss man als SEO noch mit kugelsicherer Weste rumlaufen ;-)

    Grüße

    Gretus

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