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Überwachungsstaat – Mir egal

SEO-Offtopic  |   |  , 19:35 Uhr  |  7 Kommentare

So ein Navigationsgerät ist schon eine nette Erfindung. Bei einigen werden sogar die Staus und aktuellen Blitzer angezeigt. Die neue Handygeneration kann sich ebenso sehen lassen. Von jedem Punkt der Erde kann man ins Internet und wichtige Informationen und Nachrichten abrufen. Das Beste zurzeit ist jedoch diese Fernbedienung, mit der man bei diversen Unterhaltungsshows mitspielen und sogar Geld gewinnen kann. Wer genügend Bonuskarten großer Handelsketten gesammelt hat, bekommt sie sogar manchmal geschenkt…

Wenn man die Diskussionen in bekannten Internetforen verfolgt, wird eines sehr schnell deutlich. Bei technischen Erneuerungen sind wir Deutschen immer vorne mit dabei. Da nimmt man gerne eine schlaflose Nacht vor dem Eingang einen großen Kaufhauses, das doppelte des Preises oder einen leeren Kühlschrank in Kauf. Das Handy ist das Statussymbol Nr. 1. Für dieses gibt jeder Deutsche im Durchschnitt mehr Geld als für seine Kleidung aus. Wer nicht überall und zu jeder Zeit erreichbar ist, wird in unserer Gesellschaft schnell zum Außenseiter.

Fluggesellschaften müssen sämtliche Daten über 13 Jahre sichern. Neben allgemeinen Informationen wird auch die Kreditkartennummer gespeichert. Öffentliche Plätze sind in zunehmendem Maße kameraüberwacht. Mittlerweile ist es möglich, Gesichtsmuster anzufertigen und mit vorhandenen Daten abzugleichen. Am Schlimmsten ist jedoch die Tatsache, dass sämtliche Informationen auf privaten Rechnern eingesehen werden können. Hierzu braucht man nicht einmal etwas verbrochen zu haben, allein der Verdacht genügt…

Eines lassen wir uns Deutschen nicht nachsagen. Wir haben zwar in der Vergangenheit vieles falsch gemacht, haben jedoch daraus gelernt. Wenn es um bestimmte Themen geht, reagieren die meisten Mitglieder besagter Internetforen sehr empfindlich. Alle Beteiligten bezeichnen momentane politische Entscheidungen als gefährlich und nicht hinnehmbar. Die Privatsphäre des Menschen ist unantastbar. Wer sich nicht ganz klar gegen derartige Gesetzesänderungen ausspricht, hat in den Diskussionen schlechte Karten.

Tatsache ist, dass der Überwachungsstaat kommen wird. Wenn es darum geht, eindeutig Position zu beziehen und wirklich etwas zu unternehmen, waren wir Deutschen noch nie vorne mit dabei. Wir wissen über mögliche Konsequenzen ganz genau Bescheid, sind aber nicht gewillt, selbst etwas zu unternehmen. Den warnenden Zeigefinger heben können fast alle, mögliche Einschränkungen der Lebensqualität will keiner. Manchmal wünscht man sich ein eindeutiges Statement…

Gretus

P.S.: Suche Ladekabel für Apple iphone…

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Kommentare zu Überwachungsstaat – Mir egal:

  1. Franz says:

    Hallo Gretus & Co.,

    ich Habe deine Antwort auf meinen Kommentar erst heute entdeckt, obwohl ich eigentlich was ganz anderes im SEO-united-Blog gesucht hab (wie du vllt. schon bemerkt hast bin ich öfter hier, sehr informativer & lesenswerter Blog btw.), aber möchte nun doch noch kurz darauf Bezug nehmen.

    Das Phänomen mit dem generell dagegen sein ist in meinen Augen nichts neues und wird besonders von Jugendlichen (in meinen Augen) schon einige Jahrzehnte praktiziert, wobei ich glaube zu beobachten das im Zuge des „Auswandertrends“ (eigentlich lächerlich das ganze als Trend zu bezeichnen) auch mehr und mehr Erwachsene darüber meckern was doch alles falsch läuft in D und gegen vieles beschlossenes einfach aus Prinzip mal dagegen sind (Stichwort Kibiz-Gesetz in NRW).

    Zu der Sache mit der heißen Luft, sicher ist Reden einfacher und wird auch immer einfacher sein, wobei darüber reden immerhin ein Anfang des Widersetzens gegen etwas bestimmtes ist.

    Und ja, auch ich möchte die Vorzüge der Kommunikationsgesellschaft nicht missen, das mit Sicherheit nicht. Hab grad 3 Monate ohne privates Internet hinter mir, das reicht als Erfahrung. Doch die Frage ist, muss ich es als privater Nutzer hinnehmen, dass der Preis der modernen Kommunikation eine Überwachug; Generalverdacht von Seiten des Staates und auf der anderen Seite das intensive Überwachen, Analysieren und Nutzen meines Verhaltens von Firmenseite aus, ist?

    Mir persönlich ist es nicht egal wer meine Kreditkartennummer hat, wer mein Einkaufsverhalten analysiert, usw… Daher meide ich ganz persönlich auch so Sachen wie Payback-Karten, etc. so ziemlich komplett. Sicher mir entgehen dadurch bestimmte Sachen; was man nun als Verlust ansehen kann, aber nicht muss *gg*

    Was ich erst letztlich so alles „nettes“ auf der OMD hören durfte, hat mich wieder daran erinnert wie gläsern der Internetnutzer heute schon gegenüber Firmen ist und wie viel mehr er es wohl noch werden wird (und nun ja auch immer mehr gegenüber dem Staat) … das hat nichts mehr mit Kommunikation im eigentlichen Sinne zu tun :(

    @Heinz: Der Satz “Wie viele Bürger würden sich der Verfassungsbeschwerde anschliessen, wenn sie ausführlich, richtig und verständlich informiert wären und verstehen würden was das neue Gesetz für sie im Detail bedeutet.” widerstrebt mir sehr extrem.

    Mein liebstes Zitat passt da wie die Faust aufs Auge drauf: „Freiheit bedeuted Verantwortung. Das ist der Grund, weshalb die meisten Menschen Angst vor ihr haben.“ Wir alle (ok, fast alle die über 18 sind) sind mündige Bürger die eigentlich Ihre Rechte & Pflichten haben und zu denen gehört (meiner Meinung nach) auch das ich mich über die Sachen die um mich herum passieren informiere und mir dazu eine Meinung bilde, wobei das natürlich auch heißen kann das mir etwas egal ist. Das klingt jetzt etwas verwurschtelt, was ich allerdings meine ist das niemand die Pflicht hat mich über irgendetwas aufzuklären, viel mehr liegt die Pflicht bei mir mich über grundsätzliche Geschehnisse in meiner Umgebung und meinem Land zu informieren.

    So, das war jetzt doch kein kurzes Bezugnehmen mehr, aber egal *gg*

    Grüße

    Franz

    P.S.: Das Thema eignet sich ja gerade zu vorzüglich als Eröffnungspost auf meinem neuen Blog *gg*

  2. Heinz says:

    @Felix: Ich denke, dass das Verhältnis von 80 Mio zu 7000 Bürgern, die dagegen mobil machen, nicht wirklich etwas aussagt.

    Interessanter wäre „Wie viele Bürger würden sich der Verfassungsbeschwerde anschliessen, wenn sie ausführlich, richtig und verständlich informiert wären und verstehen würden was das neue Gesetz für sie im Detail bedeutet.“ Die Zahl würde, so hoffe ich, deutlich über 7000 liegen.

    Nebenbei: Man kann sich, soweit ich weiß, zur Zeit noch immer der Sammelklage anschliessen. Nur Mut! Es ist noch nicht zu spät!

    Viele Gruesse Heinz

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