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Ein guter Beitrag wird auch ohne Keywords in Title und Description oft gelesen

Kolumne, SEO  |   |  , 09:26 Uhr  |  19 Kommentare

In meinem Debüt als Blogger, das hier letzte Woche veröffentlicht wurde, hatte ich es bereits anklingen lassen: Der Leser steht heutzutage bei SEO im Mittelpunkt. Zumindest dann, wenn man schon seit einigen Jahren mit SEO sein Geld verdient und nun nach dem i-Tüpfelchen sucht, das einen auf Platz 1 bringt, (abseits von klassischen Off-Page- und On-Page-Optimierungen).

Es ist auch davon auszugehen, dass hier im Blog bei SEO-united.de eher der erfahrene SEO zu meinen Lesern gehört.

Solltest du überraschenderweise kein Profi-SEO sein, sondern eher Hobby- oder Anfänger-SEO, dann lies bitte nicht weiter bevor du ein „echter SEO-Meister“ bist. SEO wirst du am besten indem du HIER KLICKST!

Hallo liebe Berufs-SEOs,

jetzt da wir unter uns sind, brauche ich auch nichts mehr über Meta-Tags, latent semantische Optimierung, PageRank-Skulpting, Canonical, CNO-Expireds, 301, Russenlinks oder Linkbait zu erzählen, ihr wisst was das alles ist.

Panda ist ein Bug-Fix für Caffeine

Vor 2009 war Google aus heutiger Sicht betrachtet träge. Regelmäßig hat Google versucht das ganze Internet zu crawlen. Die Suchmaschiene versuchte alle Linktexte auszuwerten und die Rankings zu berechnen, die dann relativ statisch blieben, bis Google kurze Zeit später erneut alles crawlte und den Index neu berechnete. Bis 2008 gab es den „Supplemental Index“, damals waren PageRank und Linktexte entscheidend. Rankings sprangen nach oben oder unten und blieben dann wieder eine Weile so. Damals haben sich SEOs noch Gedanken gemacht, wie man Inhalte möglichst schnell in den Google-Index pushen kann und einige dunkelgraue Tricks haben noch bestens funktioniert.

(Falls hier doch noch irgendwelche Anfänger-SEOs mitlesen: Es gab eine Zeit, da war Google noch sehr naiv. Man konnte mit weißer Schrift auf weißem Untergrund Unmengen an Long-Tail-Keywörtern unterbringen oder automatisch generierte Unterseiten mit nahezu identischen Content, z.B. nur einen Städtenamen ausgetauscht, leicht zum Ranken bringen. Zum Glück gab es damals noch nicht so viele SEOs!)

Früher war alles schlechter

Heute dagegen ist Google verdammt schnell! Veröffentlicht man auf einer sehr bekannten Webseite einen Artikel, findet man diesen meist in weniger als 30 Sekunden im Google-Index und selbst Beiträge auf kleinen Blogs, werden meist eher innerhalb einiger Minuten in den Index aufgenommen. Im Gegensatz zu den Prä-Caffein-Zeiten als die Indexierung oft noch viele Stunden, manchmal sogar Wochen auf sich warten ließ. Google wertet heute viel viel mehr aus als Linktexte und PageRank (also vereinfacht: die Anzahl und Stärke der Links) es kommt heute mehr und mehr auf das Verhalten des Nutzers an, das Google „heimlich beobachtet“ und die Signale die dieser User aktiv sendet.
Es gibt nicht mehr DIE Top 10 die SERPs werden individualisiert für jeden einzelnen Nutzer. Nur wenn Google gar keine Daten über den Suchenden hat werden die Rankings ausgespielt die einem auch die SEO-Tools anzeigen, doch welchen Wert hat das wenn wir in eine Zeit kommen da Google über JEDEN NUTZER Daten hat? Dann wird auch jeder Nutzer komplett angepasste Ergebnisse haben und ein +1 wird wertvoller als ein Link!
(Linktipp: Interaktive Grafik was Google nutzt mit Zeitrstahl 2008 bis 2010 mit Schieberegler)

Googles Panda-Update ist seit dem 12.08.2011 auch für den deutschen Sprachraum aktiv! Also streiche ich den eigentlich hier vorgesehenen Blick in die Glaskugel und verweise lieber auf den Beitrag von Sistrix, auch sehr lesenswert ist das, was Marcus Tober aus der Wüste Arizonas im Seachmetrics Blog zu Panda geschrieben hat und last but not least möchte ich euch den Artikel von Gretus hier im SEO-united.de Blog nahe legen.
Was die langfristigen Auswirkungen sein könnten und wie wir das aktuelle Google-Update in einigen Jahren rückblickend bewerten werden, versuche ich nächsten Montag zu ergründen.
(… und weil ihr so lange durchgehalten habt, gibt es auch diese Woche wieder 3 tolle „Poster“ zum selber ausdrucken und an die Wand hängen!)
Ich freue mich auf eure Kommentare, Tweets, Likes und Shares.

3 Poster zum selber ausdrucken und an die Wand hängen

1. Die Geschichte des Internet – Wichtige Webseiten und Innovationen (leider nur bis 2009 also noch ohne Google+:

2. Datenschutz und Privatsphäre bei Facebook und anderen Diensten:

Infographic by WordStream Internet Marketing Software

3. Die Geschichte des Suchens von 1990 bis Panda:

Link-Tipps für SEO-Anfänger

Mit folgenden Links könnte man anfangen, wenn man SEO werden will:
– als erstes verstehen wie Google will, dass SEO gemacht wird
– danach lesen was 2008 die Grundlagen der Suchmaschinenoptimierung waren und zum Teil noch heute sind
– und zum Schluss ALLE FOLGEN Radio4SEO anhören, was soviel bedeutet wie etwa zwei Wochen langes Extrem-SEO-Podcast-Höhring
Jedem, dem hier noch ein oder zwei Tipps einfallen, möchte ich herzlich bitten, sie hier in einem Kommentar dem SEO-Nachwuchs mit auf den Weg zu geben.

Über den Autor:

Ich lebe in Berlin und arbeite als Social Media Analyst bei der Bild digital GmbH & Co. KG. Wer mehr über mich erfahren will, dem empfehle ich meinen Steckbrief hier auf SEO-united.de.
Maximilian Muhr, plus.google.com
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Kommentare zu Ein guter Beitrag wird auch ohne Keywords in Title und Description oft gelesen:

  1. Frank Website sagt:

    „Der Leser steht heutzutage bei SEO im Mittelpunkt.“

    Die Aussage kann ich so nicht nachvollziehen. Schau Dir mal die neueste Springer-Seite „Finanzkraft-Punkt-de“ an. Gekaufte Texter schreiben substanzlose Artikel, die noch nicht einmal mit der Headline konform gehen. Ich bin im Geldgeschäft seit fast 20 Jahren tätig in verschieden Banken auch im Ausland. Die besagte Webseite dient niemals den Lesern sondern einzig der Suchmaschinenoptiomierung des Verlags.

    Ich stimme Dir in dem Punkt zu, dass gute Artikel auch ohne Keywords in Überschrift und Beschreibung gelesen werden. Das meint Google nämlich mit „unique content“ – einzigartige Themen, die noch niemand im Internet beackert hat und die von der Masse nachgefragt werden. Google meint nicht „einzigartige Anordnung von Schlüsselwörtern“ zu Themen, die millionenfach im Netz vertreten sind und die die Masse langweilen.

    Damit hat sich aber SEO von selbst erledigt.

    (4+7=11) 🙂

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