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Bing – Analyse der Ergebnisse I

SEO  |   |  , 11:20 Uhr  |  33 Kommentare

Gut eine Woche ist es her, dass Microsoft mit seiner neuen Decisionengine Bing an den Start gegangen ist. Auch wenn in Deutschland nur eine abgespeckte Version zur Verfügung steht, so war doch genügend Raum sich einen ersten Eindruck von Bing zu verschaffen…

Wer sich Bing einmal anschaut, dem fallen schnell die Parallelen zum Marktführer Google auf. So hat sich Microsoft bei den wesentlichen Elementen auf wenig Experimente eingelassen, was zur Folge hat, dass die Serps auf den ersten Blick für Otto-Normaluser kaum von den Google-Serps zu unterscheiden sind.

Diese Ähnlichkeit wird besonders deutlich, wenn man das jeweilige Branding entfernt und lediglich auf die eigentlichen Serps schaut. Die Screenshots auf der linken Seite zeigen jeweils einen Ausschnitt der Suche nach dem Keyword „iPhone“ bei bing.com und google.com. Auch im Funktionsumfang möchte man bei Bing mindestens genauso viel bieten, wie Google es aktuell mit seinem Star Universal Search vormacht. So werden etwa regionale Wettervorhersagen, Bilder oder aber auch Videos eingeblendet. Und auch Rechtschreib- bzw. Tippfehler werden automatisch korrigiert.

Microsoft verfügt zweifelsohne über eine gigantische Marktmacht und wird diese nun mit einer gewaltigen Werbekampagne kombinieren, um Bing in den Markt zu drücken, was zu einer Verschiebung des Suchmaschinenmarktes führen könnte. Da ich es für durchaus realistisch halte, dass Bing tatsächlich einen relevanten Teil des Marktes bedient, möchte ich in einer mehrteiligen Serie auf bing.com eingehen und die Ergebnisse analysieren.

Im ersten Teil der Analyse habe ich mehrere tausend Keywords und die dahinterstehenden Serp-Positionen von google.com und bing.com miteinander verglichen. Denn immerhin wäre es für SEOs ja durchaus bequem, wenn sich Bing und Google auch im Algorithmus sehr ähnlich wären. Bei der Analyse bin ich so vorgegangen, dass ich mir jeweils die Google Positionierungen zu einem Keyword angeschaut habe und diese dann mit den Bing Positionen verglichen habe. Daraus ergibt sich, dass eine bei Google irgendwie positionierte Seite bei Bing entweder besser, gleich, schlechter oder sogar gar nicht in den Top100 positioniert sein kann…

Ein erster Blick auf die absoluten Werte zeigt schnell das ernüchternde Bild, denn ein Großteil der bei Google positionierten Seiten ist überhaupt nicht in den Top100 bei Bing vertreten. Da lohnt sich doch ein genauerer Blick auf die Verteilung in Hinblick auf die einzelnen Positionen:

Der Screenshot zeigt auf der Y-Achse die Positionen 1 bis 100 der Google.com Serps. Die X-Achse zeigt, wie die Ergebnisse der entsprechenden Position prozentual bei Bing positioniert sind. Daraus ergeben sich vier Verläufe, die einen entsprechenden Trend zeigen. Rechnet man jeweils die Ergebnisse eines Verlaufes zusammen, kommt man auf die Ergebnisse des ersten Charts.

Betrachtet man allerdings lediglich die Google Top10, so ist die Wahrscheinlichkeit, dass die entsprechende Seite auch bei Bing zu finden ist, um ein Vielfaches höher. Das ist natürlich logisch, aber auch ein Indikator dafür, dass Bing zumindest einen ähnlichen Algorithmus hat, um Seiten Vertrauen zuzurechnen.

Diesen Algorithmus nutzt Bing auch, um bei einigen Suchen nur ein Ergebnis zu zeigen. Diese Brand Searches zeigt Bing immer dann, wenn sich der Suchphrase ein Ergebnis mit besonders großer Trefferwahrscheinlichkeit zuordnen lässt wie etwa bei der Suche nach Youtube oder Facebook, wobei sogar die Kundenhotline eingeblendet wird. Erst mit einem weiteren Klick werden zusätzliche Ergebnisse eingeblendet. Der Screenshot zeigt, wie groß der Anteil an Brand Searches im Bezug zum Gesamtanteil der Suchen ist, nicht unerheblich.

Im nächsten Teil dieser Serie möchte ich untersuchen, wie es denn tatsächlich um die Rankingfaktoren bei Bing steht und auch diese mit den wichtigsten Rankingfaktoren von Google.com vergleichen…

Constantin

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Kommentare zu Bing – Analyse der Ergebnisse I:

  1. OMaximus Website sagt:

    Interessante Analyse zwischen den beiden Suchmaschinen. Es hätte mich allerdings auch gewundert, wenn Bing und Google wirklich (beinahe) identische Ergebnisse ausgespucken würden – da würde man ja sofort auf die Idee kommen, Bing hätte Google’s Algorithmen nahzu identisch abgekupfert …

    Langfristig gesehen wird Bing Google aber keine echte Konkurenz bieten können, denke ich.

  2. Repley sagt:

    Meine Seite ist bei Google auf Platz 40 bei einen Suchbegriff, bei Bing taucht sie auf den ersten 30 Seiten nicht auf (weitergucken war mir zu doof).

  3. Marco Website sagt:

    Tja, Bing war ein großer Medienrummel, aber es ist doch recht schnell aus dem Fokus verschwunden. Wenigstens hierzulande.

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