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Brauchen wir ein SEOLeaks?

SEO  |   |  , 18:16 Uhr  |  38 Kommentare

SEOLeaksSchaut man sich die Vertriebstechniken vereinzelter Anbieter an, könnte man meinen, die Optimierung von Webseiten für Suchmaschinen wäre weniger eine auf dem nötigen Know-How aufbauende Dienstleistung, als ein simples Produkt, welches er nur geschickt zu verkaufen gilt…

Jonas Weber von webhelps.de zitiert in seinem Artikel `Die beste SEO Agentur´ Auszüge aus einem vom ihm geführten Telefonat mit einer Agentur, welches so oder in ähnlicher Form wahrscheinlich dutzende Male am Tag stattfindet. Nicht selten mehr Verkäufer als SEOs beschäftigende Agenturen betreiben Kaltakquise am Telefon und versuchen potentielle Kunden durch immer dreistere Methoden für sich zu gewinnen.

Das von Jonas genannte Beispiel, bei dem eine Agentur das Google AdWords Zertifikat als einen auch in Bezug auf SEO geltenden Qualitätsnachweis darstellt, ist nur eine der Verkaufstechniken ominöser Anbieter. Uns sind z.B. Gespräche bekannt, bei dem Agenturen gezielt AdWords schaltende Unternehmen anrufen und behaupten, diese hätten bei ihrer Anmeldung für Google AdWords ein Häkchen bei `Bin auch an SEO interessiert´ gemacht und würden sich daraufhin nun, in Absprache mit Google selbst, bei ihnen melden. Ein entsprechendes Häkchen gibt es bekanntlich gar nicht.

Derartig dreiste Maschen der Kundengewinnung bzw. -bindung dürfte es in kaum einer anderen Branche geben. Das Fehlen einheitlicher Richtlinien, mangelnde Kontrollmöglichkeiten seitens des Kunden sowie deren unbedingter Wunsch, endlich bei bekannten Suchmaschinen gefunden zu werden, helfen den schwarzen Schafen der SEO Branche sich immer neue Methoden auszudenken, Kunden gezielt über den Tisch zu ziehen.

SEO droht zu einer Spielwiese in erster Linie auf den kurzfristigen Profit ausgerichteter Scharlatane zu verkommen! Immer öfter in erster Linie auf den Vertrieb geschulte Mitarbeiter machen es seriösen Anbietern zunehmend schwerer, neue Kunden für sich zu gewinnen bzw. bestehende Kunden zu halten.

Ohne konkrete Maßnahmen zur Aufdeckung der ominösen Machenschaften vereinzelter Anbieter wird es unserer Meinung nach nicht möglich sein, den Verfall der Branche aufzuhalten. Der Umstand, dass es insbesondere die Betreiber kleinerer Webseiten sein dürften, die auf beschriebene Verkaufstechniken hereinfallen, ist nicht nur bitter für die Betreiber selbst, sondern er führt dazu, dass die Ergebnisse bekannter Suchmaschinen verzerrt werden. Wer es sich leisten kann, beauftragt eine seriöse Agentur und steigt noch weiter in den Ergebnissen. Wem das nötige Wissen fehlt, gerät in die Hände schwarzer Schafe und wird auch zukünftig nicht gefunden.

Als eine der reichweitenstärksten Seiten der Branche, überlegen wir von SEO-united.de, den Opfern besagter Agenturen eine Möglichkeit (z.B. eine Rubrik) zu bieten, wo sie anderen Webseitenbetreibern ihre mit bestimmten Anbietern gemachten Erfahrungen notfalls auch anonym mitteilen können. Ohne bei nachweislich nicht dem allgemeinen Verständnis der Branche entsprechenden Methoden der Optimierung bzw. Kundenakquise hin und wieder auch konkrete Namen zu nennen, werden entsprechende Anbieter unserer Meinung nach nicht davor zurückschrecken, ihre Machenschaften weiter fortzusetzen.

Um zu verdeutlichen, dass wir uns um die Tragweite einer Möglichkeit der Nennung konkreter Namen bestimmter Anbieter bewusst sind bzw. uns klar ist, dass eine diesbezügliche Möglichkeit sehr gut durchdacht und dort gemachte Anschuldigungen lückenlos recherchiert werden müssten, möchten wir unsere Idee eines `SEOLeaks´ zunächst einmal nur zur Diskussion stellen.

Wie denkt Ihr, kann man den Machenschaften ominöser Anbieter unserer Branche am Besten Einhalt gebieten? Braucht es in einigen Fällen die Nennung konkreter Namen oder sind die Kunden womöglich teilweise sogar selber schuld, wenn sie auf beschriebene Verkaufstechniken hereinfallen?

Eure SEO-united.de Blogger

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Kommentare zu Brauchen wir ein SEOLeaks?:

  1. Hans-Jürgen says:

    Hallo Gemeinde,

    Einen Pranger finde ich rechtlich sehr problematisch, da es eben auch unseriöse Wettberwerber dafür nutzen könnten, fingierte schlechte Kritiken einzustellen.

    Ansonsten ist die Mundzumund-Propaganda immer noch die beste Werbung. Man könnte eine seite man könnte eine Plattform schaffen, wo man sich als sehr zufriedener Kunde outen kann, aber selbst das könnte man wieder nutzen, um fingierte Meldungen einzustellen für sein eigenes Unternehmen. Wirklich gutes SEOs haben es gar nicht nötig, überall rumzutelefonieren, um neue Kunden zu fangen. Wirklich gutes SEOs klage eher über zuviele Aufträge, als über zu wenige.

    Grüße
    Hans-Jürgen, sanremo-domains.de

  2. Andy says:

    Mein Lieblingsspruch (den ich auf irgendeinem SEO Portal mal gelesen habe lautet:“… am Anfang steht das Wort“. Ein einziges Wort schüttelt mich schon durch: „Kaltakquise“

    In meinen Augen sind (die meißten) Geschäfte deren Kundengewinnung darauf beruht wild fremde Menschen anzurufen und sie davon zu überzeugen das ihr Geschäft/Leistungen/Produkt wahnsinnig wichtig für den Kunden ist.

    Ich selber habe einige Kunden denen ähnliches passiert ist – im konkreten Fall wurde SEO angeboten und versprochen und nach Zahlungseingang ein paar Backlinks von den eigenen Seiten des ‚Anbieters‘ gesetzt. Als die getroffenen Maßnahmen nicht gefruchtet haben wurde dem Kunden gesagt: „Ihre Seite ist leider so schwach, das wir um Adwords nicht herum kommen“ (und das wollte man natürlich auch bezahlt haben.

    Das Ende vom Lied: Kunde hat einige Scheinchen im Klo herunter gespült, gefunden wurde er immer noch nicht. Ich denke das es für den Kunden in dieser Branche auch wirklich schwierig ist einen ’seriösen Anbieter‘ zu finden – nicht weil es sie nicht geben würde, sondern viel mehr weil es für den Kunden kaum eine Möglichkeit gibt die Qualität zu überprüfen. Jeder macht heute SEO – ob er es kann oder nicht – SEO hört sich toll an – das bieten wir einfach mal mit an.

    Der Kunde hat kaum Möglichkeiten die Qualität der Arbeit im Vorfeld einzuschätzen. Ich rate jedem Kunden grundsätzlich folgendes:
    Finger weg von Firmen, die es nötig haben Ihre Leistungen unaufgefordert per Telefon anzubieten.

    Zum Thema SeoLeaks: Ich selber halte den ‚Pranger‘ eigentlich nur für die aller letzte Möglichkeit auf etwas hinzuweisen. Die Gefahr, das solche ‚Pranger‘ dazu missbraucht werden Mitbewerber los zu werden (ob seriös oder nicht) ist enorm groß.

  3. HtL says:

    Hallo!

    Mit Blick auf die rechtlichen und daraus resultierenden möglichen finanziellen Konsequenzen, kann man von solch einer Vorgehensweise nur abraten. So agressiv, die Vorgehensweise bei der Akquise, so intensiv auch die Nutzung der Rechtsmittel. Das unseriöse Anbieter verbrannte Erde hinterlassen liegt auf der Hand.

    Darin liegt allerdings auch die Chance für gute Anbieter, ein Hilfsangebot bereitzustellen und letztlich einen dankbaren Kunden zu gewinnen. Ganz auf der Linie jenes Frisör, der damit warb (oder noch wirbt), den misslungenen Billighaarschnitt vom Discount-Frisör in Ordnung zu bringen.

    Wer als Kunde leichtgläubig den Versprechungen der unseriösen Anbieter folgt, ohne deren Angebote genau zu prüfen, würde auch die gute Qualität nicht als solche erkennen können. Die Reputation eines Anbieters lässt sich dank des Web gut prüfen und Rückfragen bei Referenzkunden erhellen zusätzlich das Bild.

    Die Erfolge herauszustellen sollte mehr interessante Kunden und weit weniger Ärger bringen, als ein SEOLeaks, welches die negative Seite beleuchtet und potentielle Kunden zusätzlich verunsichert.

  4. Der SEO-Blog-Wochenrückblick KW 8 | SEO Trainee says:

    […] SEO-united.de griff die sich an den Artikel anschließende Diskussion auf und überlegte, ob nicht ein SEOleaks dem Image der Branche helfen könnte […]

  5. truelies says:

    Hallo,

    ich bin wie die meistens auch 200% dafür. Aber die rechtliche Lage mit der Namensnennung ist schwierig und der Laie kann die vertrieblichen Aussagen in diesem komplexen Bereich nicht beurteilen. Ich finde Gretus Vorschlag, einer Seite die über aktuellen Methoden besagter Agenturen berichtet als die am einfachsten und schnellsten umzusetzende Möglichkeit.

    Aber warum muss den unbedingt und grötenteils übers Internet darüber informiert werden. Es gibt auch noch die Zeitung mit den vier Buchstaben. Diese wird immerhin täglich von ca. 10 Millionen Menschen gelesen. Zudem herrscht hier Pressefreiheit und Informantenschutz. Positiver Effekt ist, das zu einem großen Teil gewährleistet ist, das die zu erreichende Zielgruppe von solchen Machenschaften erfährt.

    Bin gespannt wie es sich entwickelt und hoffe das sich Agenturen die seriöse „Online Marketing Lösungen“ anbieten durchsetzen und nicht in Verruf geraten.

    So Long

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