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Dear SEO,

SEO  |   |  , 09:54 Uhr  |  17 Kommentare

da die Kunden des kürzlich von Google abgestraften Artikelverzeichnis-Verteilers 100-artikelportale.de allesamt wussten, dass die komplette Liste der 100 dortigen Verzeichnisse über `Pay with a Tweet´ für jedermann (!) öffentlich einsehbar war, hat sicher keiner davon etwas dagegen, wenn wir einige davon hier offenlegen…

Die meisten der unten aufgeführten Webseiten beinhalten ein buntes Sammelsurium von qualitativ minderwertigen Artikeln zu allen möglichen Themen. Hier ein Auszug aus einem der Artikel:

Papier Tischdecken als Verbandsmaterial im Notfall

Eignen sich Papier Tischdecken wirklich als Verbandsmaterial um die Blutung von Wunden zu stoppen? Es kann in verschiedensten Situationen zu kleineren oder größeren Unfällen kommen, die blutende Verletzungen verursachen […] Aber kann man für diese Zwecke auch auf eine Papier Tischdecke wie von xxxxxxxxx.de zurück greifen, wenn es schnell gehen muss und gerade nichts anderes vorhanden ist?

Dass ein deratiger Text bis auf den implementierten Link zu einem Tischdecken-Hersteller kaum einen Mehrwert bietet, dürfte jedem hier klar sein. Interessant wird es nun, wenn wir uns folgenden Artikel einmal anschauen:

Abendkleider in Übergrößen – Eleganz für starke Frauen

Figurbetonte Kleider sind ebenso beliebt wie Kleider mit Korsagen oder Roben mit fließenden Stoffen […] Ein langes Abendkleid ist mit seinen fließenden Stoffen sehr schmeichelnd für die Trägerin. Viele betonen das Dekolleté, was gerade bei Frauen mit einer weiblichen Figur von Vorteil ist. Die Träger bei Kleidern mit Spaghettiträgern sind oftmals unsichtbar verstärkt […] Tolle Tipps und aktuelle Trends im Bereich Abendkleider finden Sie auch hier.

Der von uns gekürzte Textauszug beeinhaltet insgesamt drei Links, einen Link zur Webseite des Kunden, einen Link zu einer bekannten News-Seite und einen Link zu einer anderen, thematisch passenden Seite.

Sowohl die Betreiber als auch die Kunden von Artikelverzeichnissen und anderen Linknetzwerken haben längst begriffen, dass es natürlicher wirkt, wenn man innerhalb eines Textes nicht nur eine Seite verlinkt, sondern zur Tarnung auch noch ein oder zwei andere Webseiten. Immer wieder gerne zur Tarnung genommen sind Links zu bekannten News-Seiten oder auch zur Wikipedia.

Wer sich obige Verzeichnisse einmal anschaut, der wird feststellen, dass mit deren Deindexierung nicht nur die Kunden von 100-artikelportale.de, sondern auch zahlreiche andere Webseiten unwissentlich (!) Links verloren haben!

Nun dürfte der Wegfall deratig minderwertiger Links sowohl bekannten News-Seiten als auch der Wikipedia nicht wirklich schaden, das Ganze zeigt jedoch zwei nicht zu unterschätzende Probleme auf:

1. Um ihre minderwertigen Webseiten in Suchmaschinen gezielt nach oben zu bringen, greifen Spammer zur Tarnung immer öfter auch auf unschuldige Webseiten zurück.

2. Um ihre Ergebnisse vor Spam zu schützen, müssen die Betreiber von Suchmaschinen immer öfter auch unschuldige Webseiten mit bestrafen.

In unserem Artikel `Dear Google´ hatten wir an die Betreiber bekannter Suchmaschinen appeliert, bei ihrer Bekämpfung von Spam stets darauf zu achten, dass möglichst wenige unschuldige Webseitenbetreiber von den Sanktionen betroffen sind.

Dieser Artikel soll analog dazu dienen, nicht etwa bestimmte Personen bloßzustellen, sondern für ihre Seite unerlaubte SEO-Maßnahmen nutzende Webseitenbetreiber darum zu bitten, bei ihren Optimierungs-versuchen keine fremde Seiten zu schädigen!

Wer von Euch glaubt, eine Seite lediglich mit Einträgen in Artikelverzteichnissen, Webkatalogen oder Presseportalen bei Google und Co. nachhaltig nach oben bringen zu können, der soll es unseretwegen ruhig weiter versuchen.

Wer dagegen aber meint, durch die Involvierung nichtsahnender Webseiten seine Blackhat-Aktivitäten zunehmend nun verschleiern zu müssen, der sollte seine Einstellung zu SEO unserer Meinung nach grundlegend einmal überdenken…

Eure SEO-united.de Blogger

Sie befinden sind hier: Dear SEO,

Kommentare zu Dear SEO,:

  1. Maxim seOpinion says:

    Um jetzt mal zu den AVZs zurückzukommen. Man kann durchaus AVZs und PR Portale nutzen und ein Linkprofil wird bestimmt nicht unorganisch, nur weil es auch Links aus PR Portalen und AVZs bezieht. Es kommt da, meiner Meinung nach auf die Nische an. In vielen Nischen bestehen die Linkprofile fast ausschließlich aus solchen Quellen und in manchen Nischen sind es sogar die einzigen Quellen. Man muss auch mal „kleiner denken“, außerhalb von Großnischen.

    Was man natürlich, und da bin ich ganz bei euch, bei AVZs und Co beachten muss ist die Qualität, sowohl im Content als auch in der Verlinkung. Was mit 100-Artikelportale passiert ist, kann man zu großen Teilen auf folgendes zurückführen: Schlecht verlinkte, frische Domains, mit schlechtem Content und mit sehr vielen und nicht wirklich prallen outbound Links. Mit einem Wort: günstige Linkschleudern, ergo etwas bessere Linklisten.

    Solche Seiten halten sich einfach nicht lange im Index, schon gar nicht wenn sie zu einem Mietnetzwerk gehören. Solider aufbauen ist einfach besser.

    Grüße

    Maxim

  2. Andy says:

    Man kann froh seinn, wenn es einen selber nicht betrifft. Bisher hatte ich recht viel Glück und ich denke man sollte auch von solchem Linkaufbau die Finger lassen. Oft ist weniger mehr. Die nächsten Tage und Wochen werden zeigen, ob Links überhaut noch die Wichtigkeit haben wie früher. Ich bin der Meinung eher nicht.

  3. Kai says:

    Moin,

    es ist ja nicht so, als hätte es wirklich eine Abstrafung gegeben. Die Links ziehen ja nur nicht mehr. Das heißt die „Opfer“ haben nur keinen positiven Effekt mehr.

    Ihr dürft meine Projekte gern als Cocitation nutzen, wenn dabei mein einziges Problem ist, dass ich nur kurzfristig davon profitiere.

  4. Astrid says:

    Danke für die Erklärung. Ich versuche schon seit ein paar Tagen herauszufinden, was ich falsch gemacht haben könnte. Jetzt weiß ich zumindest, wie es sich anfühlt, ein Kollateralschaden zu sein. Aber Rainer Safferthal hat natürlich recht, vorher hatte ich ebenso unverdient Glück.

  5. Rainer Safferthal says:

    „Danke für den deutlichen Hinweis. Da stellt sich jetzt natürlich die Frage: selbst wenn unschuldige Websites, wie ihr vermutet, in solchen Netzwerken (als Alibi) verlinkt wurden: warum werden einige davon selber Opfer und andere (wie Wikipedia) haben kein Problem?“

    Die Opfer haben dann halt einfach unverdient Pech gehabt. Ist doch Gerecht, wenn die Opfer zuvor unverdient Glück hatten, im dem es sie nach oben gespült hat. Wenn Google plötzlich einfach aus Spaß mal die Top 50 durchwürfeln würde, dann haben manche auch einfach Glück und andere Pech. Wer auf Suchmaschinen-Positionen angewiessen ist, der muss halt damit rechnen, dass es jederzeit eine auf die Fresse geben kann.

    Das mit der Financial Time Deutschland habe ich auch mal erhalten. Kam mir aber komisch vor warum ich von dort einen Link erhalten sollte, deswegen habe ich die Mail glaub gleich wieder gelöscht.

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