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Der Mensch als Rankingfaktor

SEO  |   |  , 16:04 Uhr  |  4 Kommentare

In dem Artikel `Just What User Behavior Data Does Google Use to Influence Search Rankings?´ auf seobythesea.com, hat Bill Slawski auf Grundlage der von Google in der Vergangenheit beantragten Patente versucht zu erklären, welche besucherspezifischen Faktoren die Betreiber der Suchmaschine in die Bewertung von Webseiten mit einfließen lassen. Hier nur einige der von Bill aufgelisteten Informationen…

  • Keywordspezifische Informationen (Keyword, Datum, Zeit usw.)
  • Userspezifische Informationen (Historie, Standort, Sprache usw.)
  • Beziehungen zwischen Keywords und Regionen
  • Beziehungen zwischen Keywords und Dokumenten (Bilder, Videos usw.)
  • Mousebewegungen innerhalb der Ergebnisse/auf Webseiten
  • Aktionen auf Webseiten (Drucken, Formulare usw.)
  • Verweildauer auf Webseiten/in den Ergebnissen (Absprungraten usw.)
  • Anzahl der Klicks/Suchen auf/für eine Webseite

Dass Google die durchschnittliche Verweildauer der Besucher als Kriterium für die allgemeine Qualität einer Webseite heranzieht, ist nicht wirklich neu. Interessant in diesem Zusammenhang ist aber, dass Google anhand der Entwicklung der Verweildauer ungefähr auch einschätzen kann, ob eine Seite noch aktuell ist:

If a document is returned for a certain query and over time, or within a given time window, users spend either more or less time on average on the document given the same or similar query, then this may be used as an indication that the document is fresh or stale, respectively.

Obiges Beispiel soll verdeutlichen, dass Suchmaschinen wie Google nicht nur aktuell gewonnene Informationen zur Relevanzverwertung einzelner Seiten nutzen, sondern insbesondere aus deren zeitlicher Entwicklung bzw. deren Abgleich mit anderen Faktoren wichtige Rückschlüsse über deren Qualität ableiten können.

Stetig fallende Besucherzeiten auf einer Webseite deuten darauf hin, dass deren Inhalt langsam überholt zu sein scheint. Ein plötzlicher Anstieg der Suchen nach einem Brand wiederum, dass dieser womöglich offline gerade stark beworben wird.

Besucherspezifische Rankingfaktoren sind am wenigsten zu beeinflussen, da sie ein `Gedächtnis´ haben. Da sie teilweise über Monate nachwirken können, ist es mit kurzfristigen Maßnahmen zur Verbesserung der Usability einer Webseite meistens nicht getan. Gut möglich nämlich, dass auf das Verhalten der Besucher einer Webseite aufbauende Faktoren dazu führen, dass eine eigentlich überholte Seite lange noch in alten Verhaltensmustern zu verharren droht…

Gretus

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Kommentare zu Der Mensch als Rankingfaktor:

  1. Dargem says:

    Analytics kann ebenfalls tracken, welche Navigationspunkte und Links von deiner Webseite aus angeklickt werden. Diese lassen sich sogar visuell dartstellen. Ich denke, bei diesen Faktoren wird von einem genutzten GA ausgegangen ;)

  2. Ralf says:

    Was kann man denn aus den Mousebewegungen ableiten? Wenn ich bei Google etwas suche, dann klicke ich auf den Suchschlitz, gebe mein Suchwort ein, nutze gegenfalls das Scrollrad und klicke dann gezielt auf das Suchergebnis.

    Oder gibt es so viele Leute, die den Mousezeiger als verlängerten Zeigefinger betrachten und immer dorthin klicken, wo sie gerade lesen?

  3. Florian Haberland says:

    Um genaue Daten zu ermitteln müsste aber zugelich auch Google Analytics auf der Webseite installiert sein, damit Google detailiertere Daten zur Verwertung bekommen kann. Sonst kann Google lediglich die Zeit messen, wann der Sucher erneut anfängt zu googeln. Aber immerhin zeigt das auch wieder wie kreativ Google sein kann um die Qualität von Webseiten besser bewerten zu können.

    Gruß

    Florian

  4. Maxim seOpinion says:

    Wieder eine Bestätigung, dass Design und Content sich auch unmittelbar auf die Rankings oder besser auf die Stabilität von Rankings auswirken können

    Grüße

    Maxim

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