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Die Schattenseite des Penguin Updates

SEO  |   |  , 09:23 Uhr  |  46 Kommentare

GoogleWer am Wochenende die Zeit hat, der sollte sich einmal die in den Kommentaren des auf seobook.com veröffentlichten Artikels `Negative SEO vs Sabotage´ entfachte Diskussion zwischen Aaron Wall, Danny Sullivan und einigen anderen bekannten SEOs aus den USA durchlesen. In der Diskussion geht es unter anderem um die Frage, ob Googles Algorithmus-Änderungen nicht immer mehr dazu führen, dass kleinere Webseitenbetreiber kaum mehr eine Chance haben, unter Einhaltung der Richtlinien in den SERPs gefunden zu werden…

This change means the smallest and poorest businesses have been hit with the latest updates because they could only afford this kind of marketing – I’m talking real businesses here that offer good services and products, but they were hit because they can’t afford the hours in the day to write „remarkable content“ and become some kind of austere authority […] Now Google deem such businesses as „webspam“. (AndrewL)

Obiges Zitat bringt die Befürchtung, Googles Algoritmus würde mehr und mehr nur große und bekannte Webseiten bevorzugen, meiner Meinung nach sehr gut auf den Punkt. Redet unsereins über SEO, dann beziehen wir sehr oft nur auf die großen Webseiten:

Wer bei Google gefunden werden will, der muss zum Brand werden, herausragende Inhalte anbieten, im Social Web aktiv sein und dafür sorgen, freiwillig verlinkt zu werden. Wer dagegen kein Brand ist, wer nur durchschnittliche Inhalte bietet, nicht im Social Web aktiv und kaum verlinkt ist, der muss halt damit rechnen, in einen der mittlerweile unzähligen Filter von Google zu rutschen und irgendwann abgestraft zu werden. Fertig, aus.

Einmal außen vor gelassen, ob deren Seiten vorne in den SERPs etwas zu suchen hatten oder nicht, bin ich mir ziemlich sicher, dass es noch nie so viele `unschuldige´ Webseitenbetreiber getroffen hat wie beim Pengiun Update! Mit unschuldig meine ich Webseitenbetreiber, denen es aufgrund ihres Wissens, ihrer zur Verfügung stehenden Zeit und vor allen Dingen ihrer zur Verfügung stehenden Mittel einfach nicht möglich war, ihre Seiten so zu optimieren, dass sie den immer mehr auf Brands und Social Signals ausgerichteten Algorithmus von Google auf Dauer standhalten konnten.

Das ist totaler Quatsch„, höre ich einige von Euch sagen. „Penguin hat nichts mit Brands und Social Signals zu tun. Wer so blöd ist, und seine Seite tausend mal unter dem gleichen Keyword verlinkt, der hat es auch nicht besser verdient.

Ist das wirklich so? Kann man dem negativ von Penguin Update betroffenen Betreiber einer kleinen Nischenseite wirklich vorwerfen, er hätte, wie Dominik es sagt, zukunftsweisend vorausdenken, sich als User Experience Experte erweisen und Online Marketer sein sollen? Ist der Google-Algorithmus, wie Julian es meint, wirklich noch gerecht? Sind ein paar Keywordlinks zuviel ein gerechtfertigter Grund, dass eine womöglich ihren Besuchern tatsächlich einen Mehrwert bietende Webseite um 100 Plätze in den SERPs nach hinten fällt?

Redet unsereins über SEO, dann beziehen wir sehr oft nur auf die großen Webseiten, hatte ich eingangs erwähnt. Auch in der Diskussion auf SEO Book sind sich die Beteiligten nicht mehr so sicher, ob alle von Penguin Update negativ betroffenen Webseitenbetreiber dieses wirklich auch `verdient´ haben:

Here is where the problem is though. Now it is super easy to torch small businesses *super easy* and they have no way to legitimately defend themselves […] If you are big you can do no wrong, if you are small you need to buy lots of insurance. (Aaron Wall)

Eine Sache ist wichtig zu begreifen: Je mehr `negative´ Rankingfaktoren Google in seinen Algorithmus integriert, desto mehr Kollateralschäden gibt es und desto leichter ist es, fremden Webseitenbetreibern gezielt Schaden zuzufügen! Der Pinguin hat zwei Seiten, eine Sonnen- und eine Schattenseite…

Gretus

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Kommentare zu Die Schattenseite des Penguin Updates:

  1. Papyrus Website sagt:

    Der Erfahrung nach stimme ich Pascal grundsätzlich zu – hochwertiger Content und natürliche Links, Vertrauen etc. – wichtige Faktoren, auf die man sich konzentrieren sollte.

  2. Pascal Website sagt:

    Wenn ich die Aktivität meiner Kunden in den letzten 6 Monaten in Verbindung mit dem Penguin Resultat bringe wird ganz klar deutlich, dass sowohl zu viele leicht & schnell zu setzende Backlinks, als auch mangelhafter Content auf deren eigener Seite den Großteil des negativen Effektes ausmachen.

    Ich denke man sollte sich einfach vorangig darauf konzentrieren tatsächlich nützlichen Inhalt für den User regelmäßig zur Verfügung zu stellen.

    • Maxim seOpinion Website sagt:

      Da hast du recht, diese Beobachtung mache ich auch bei „jetzt wieder“ Kunden, nach dem Update 🙂 Aber auf der Anderen Seite muss man auch folgendes sehen:

      Viel neues und in welcher Frequenz kann man über Lederhandtaschen schreiben? Oder muss ein Shop sein Sortiment jeden Monat um 50 neue Produkte aufblähen? Und ist das überhaupt möglich?

      Was sich für mich irgendwo immer mehr als Kernprblem für Penguineabstrafungen rauskristalisiert sind folgende Punkte:

      1. Zu exezessieve Verwendung der Haupt-Moneykeywords in den Titeln auf der gesamten Domain
      – Das passiert oft auch ganz unverschuldet, dadurch dass der Startseitentitel überall angehängt wird.

      2. Zuviele Exactmatch Moneykeyword-Links auf „NUR“ eine Seite der Domain – Meist Startseite
      – Wenn es „keine“ Keyworddomain ist.

      3. Generell zu wenig Content

      4. Sehr ungleichmäßiges Linkwachstum mit zeitweise kompletten 0 inbound Einbrüchen

      5. Sehr unnatürlicher Linkaufbau im Vergleich zur Konkurrenz: Linkquellen, Linkwachstum, Linkmengen

      Die Wichtigsten Punkt sind für mich 1 und 2 da wirds die meisten getroffen haben wenn die anderen Punkte noch entsprechnde Filter ausgelößt haben, dann gabs wahrscheinlich auch mehr auf den Deckel.

  3. Norman Website sagt:

    In bekannten und nahmhaften Foren wird immer wieder erzählt, dass man fremden Webseiten-Betreibern nicht auf Dauer schaden könne, weil es zu schön sei, nicht selbst zu optimieren, sondern einfach die eigenen Konkurrenten abschießen zu können. So ganz stimmt das dann vielleicht doch nicht. Vielleicht doch eher Mohrhuhn-Schießen 😉

  4. Monika Website sagt:

    Diese Entwicklung hat doch mit dem Brand Update begonnen, sie ist eine logische Entwicklung daraus, und ich heiße es nicht gut.

    Noch ärger wirds, wenn dann GooglePlus Seiten mit GooglePlaces verbandelt wird => welcher Handwerksbetrieb kann das leisten?

  5. Nico sagt:

    So langsam finde ich, dass Google seine Macht missbraucht. Eigene Seiten werden bevorzugt, kleinere Seiten kommen schwer nach oben und die bekannten Seiten bleiben wo sie sind.

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