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Google experimentiert mit contextabhägigen Re-Rankings

SEO  |   |  , 10:58 Uhr  |  9 Kommentare

Wer von Euch am Wochenende die Zeit findet, dem empfehle ich die Lektüre des kürzlich von Bill Slawski auf webimax.com veröffentlichten Artikels `How Google May Re-Rank Search Results Based the Context of What You Click´. In dem Artikel wird ein zugunsten von Google genehmigtes Patent beschrieben, welches die Sortierung der Suchergebnisse während einer Anfrage automatisiert dem Klickverhalten des Suchenden anpasst…

Methods, systems, and apparatus, including computer program products, in which context can be used to rank search results. Context associated with a user session can be identified. A search query received during the user session can be used to identify a contextual click model based upon the context associated with the user session.

Neben einer auf inhaltliche (Onpage) und allgemeine (Offpage) Relevanz basierten Sortierung, experimentiert man bei Google offenbar nun auch mit einer auf `Klickmodellen´ aufbauenden Auslieferung der Suchergebnisse. Klickt ein Suchender bei seiner Suche nach `iPhone´ beispielsweise auf einem Webshop, werden ihm im Zuge seiner weiteren Suche (Query) nur noch Shops und keine allgemeinen Ergebnisse (Wikipedia usw.) mehr angzeigt.

Die Anpassung der Suchergebnisse noch im Verlauf einer Anfrage würde die bislang nur querybasierten, personalisierten bzw. regionalisierten Ergebnisse noch um `contextbasierte´ SERPs erweitern. In der Praxis würde dieses so aussehen, dass man mit seinem Webshop in den normalen Ergebnissen auf Platz 7, nach vorherigem Besuch des Suchenden bei Amazon jedoch urplötzlich auf Platz 2 gelistet wird!?

Der Artikel von Barry Schwarz ist wirklich äußerst interessant, verdeutlich er doch einmal mehr, dass man im Zuge einer Optimierung für Suchmaschinen schon lange nicht mehr von `feststehenden´ Rankings sprechen kann!

Sollten Google und Co. ihre Suchergebnisse demnächst nicht nur spezifisch einer Anfrage, Person bzw. Region ausliefern, sondern diesen drei `Parametern´ jeweils auch noch contextbasierte `Klickstrecken´, was nach welcher Aktion wie angezeigt wird, zugrunde legen, dürfte kaum mehr ein Suchergebnis dem anderen gleichen und nachweisliche (!) SEO bzw. Suchmaschinenoptimierung kaum mehr möglich sein…

Gretus

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Kommentare zu Google experimentiert mit contextabhägigen Re-Rankings:

  1. Markus sagt:

    Also dazu sage ich aus Sicht des Suchenden – kann natürlich nur für mich sprechen – „Nein, Danke!“

    Was ist, wenn ich mich vor dem Kauf eines Produktes informieren möchte? Informiere ich mich zuerst, dann bekomme ich weniger Shops angezeigt die ich eigentlich bräuchte nachdem ich mich für ein Produkt entschieden habe. Schaue ich mir zuerst die Preise an, bekomme ich danach weniger Infoseiten angezeigt? – Nicht wirklich prickelnd diese Aussicht…

  2. Knut Richter Website sagt:

    Google hat das in seinen „Fünf häufige SEO-Fehler (und sechs gute Ideen!)“ gut erklärt.

    Ich bin nur erstaunt wie genau das ganze inzwischen funktioniert. Ich konnte das in den letzten Wochen sehr gut an eigenen Projekten ablesen. So habe ich zwar 50% weniger Klicks, aber der Umsatz ist um 15 % gestiegen, was heißt, das mir Google die wirklichen Interessenten schickt.

    Und der Umsatz ist ja das Wichtige für mich und nicht die Summe an Klicks. Und ich habe nur die empfohlenen Regeln überprüft und umgesetzt.

  3. […] Gretus hat das auf SEO-united.de teilweise ins Deutsche gebracht […]

  4. Peter Website sagt:

    Nun ich denke, bei einzelnen Shops sollte das möglich sein. Aber nicht bei Google. Um die Suchanfragen entsprechend auszuwerten und die Ergebnisse anzupassen bräuchte Google eine dermaßen grosse Rechenpower. Ich glaube nicht, dass das die IT Systeme heutzutage hergeben. Das dauert noch.

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