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Ist Whitehat SEO eine Illusion?

SEO  |   |  , 10:04 Uhr  |  60 Kommentare

Nimmt man die zahlreichen Reaktionen als Gradmesser, hat Kris Roadtruck mit seinem Artikel `Whitehat SEO is a Joke´ direkt in ein Wespennest gestochen. Kris stellt nicht nur die Behauptung auf, dass hundertprozentiges Whitehat SEO gar nicht möglich sei, er stellt darüber hinaus die sich ständig als Whitehat bezeichnenden SEOs als die wahren Übeltäter dar…

Kris ist der Meinung, dass es bei vielen Webseiten schlichtweg nicht möglich ist, diese richtlinienkonform für Suchmaschinen zu optimieren. Bestimmte Seiten würden einfach nie freiwillig verlinkt werden und hätten ohne nicht mit den Richtlinien bekannter Suchmaschinen übereinstimmende Greyhat oder auch auch Blackhat Maßnahmen definitiv keine Chance, bei Google und Co. gefunden zu werden.

Als wäre diese Behauptung nicht schon Zündstoff genug, legt Roadtruck im Verlauf seines Artikels noch eine Schippe drauf. Für ihn sind nicht die bei bestimmten Webseiten letztendlich auf Blackhat Methoden angewiesenden SEOs die schwarzen Schafe der Branche, sondern diejenigen, die es sich aufgrund der Größe und Bekanntheit ihrer Webseite leisten können, sich als reine Whitehats zu bezeichnen.

Anders ausgedrückt, kann man laut Roadtruck nicht dem kleinen Webseitenbetreiber einen Vorwurf machen, dass er sich beipsielsweise eine Handvoll Links gekauft hat, sondern denjenigen SEOs, die für im Grunde genommen gar nicht wirklich notwendige Beratungstätigkeiten die großen Gehälter einstreichen und am Ende kaum etwas gemacht haben.

Ich kann wirklich jedem nur empfehlen, sich den Artikel von Kris Roadtruck einmal durchzulesen und sich anschließend ernsthaft zu fragen, ob in seinen gemachten Aussagen nicht irgendwo auch ein Fünkchen Wahrheit steckt.

Einer bekannten Nachrichtenseite zu erklären, wie sie aus einer Millionen Impressions noch etwas mehr machen kann, das wollen immer alle, eine unbekannte Seite zu einem langweiligen Produkt zu optimieren dagegen, das können nur noch die wenigsten…

Gretus

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Kommentare zu diesem Beitrag:

  1. Mark - Webdesigner aus Hamburg Website sagt:

    Genau so ist es. Wer ist mir dem Thema beschäftigt und in der Lage ist, nachzudenken, muss zu den beschriebenen Schlüsseln kommen.

    Wobei es immer zu bedenken gibt, was die Regeln der Suchmaschine für einen Sinn für die Suchmaschine haben.

  2. Markus Bauer Website sagt:

    „Bestimmte Seiten würden nie freiwillig verlinkt und hätten ohne Grey/Blackhat SEO keine Chance über Google & Co. gefunden zu werden“. Meine Meinung dazu: Dann ist es der Job eines guten SEO, aus seinem reichhaltigen Erfahrungsschatz für die Verlinkung (durch die Leser-Zielgruppe und/oder Linkerati) geeignete und bezahlbare Inhalte von (Check-) Listen und Infografiken über Pod-/Screencasts, Whitepapers, Q&A-Bereiche und Foren bis zu Templates, Widgets und Tools zu konzipieren.

    Und wenn das Thema der Seite einfach so „schräg“ oder schlüpfrig oder in anderer Weise „special“ ist, dass auch Konkurrenten nur über nicht Richtlinien-konforme Maßnahmen in (themenrelevante!) sichtbare Bereiche vorgedrungen sind, dann muss man eben mit den Wölfen heulen. Bei langweiligen Themen/Produkten ist die Konkurrenz in den thematisch relevanten Rankings zum Glück aber auch meist nicht so groß. Und warum in anderen, trafficstärkeren Bereichen ranken? Der Traffic konvertiert doch sowieso nicht. Da liegt das Problem nicht in der Suchmaschinenoptimierung, sondern der Hund liegt schon im Konzept des Projekts begraben.

    • Sepp sagt:

      Das ist die schöne Theorie. Die schmutzige Praxis sieht anders aus. Infografiken und der ganze Quatsch, versuch das mal mit einer Seite eines Hotels oder so.

      • Markus Website sagt:

        @Sepp: Psychic SEO hat ja schon (fast) alles gesagt. Und um Dein Beispiel aufzugreifen: Für die Seite eines Hotels ist ein Top-Ranking für die Suchanfrage „Hotel + Ort“ sinnvoll. Dafür muss man meist weder SEO Wizzard noch Blackhat sein.

        @Jörg Kunkel: Linkgeiz? Es gibt Millionen von (privaten und professionellen) Facebook Walls und Twitter Timelines, die gefüllt werden wollen. Auch das sind Links, die auch potenzielle Linkerati auf eine Webseite bringen, aber durchaus auch selbst Ranking-Relevanz haben.

        Ich bin mal ganz konfrontativ: Wer behauptet, SEO sei grundsätzlich manipulativ, muss m. E. Werbung in Bausch und Bogen als manipulativ betrachten. Und wenn eingewendet wird, dass Rankings von vielen (naiven) Usern fälschlicher Weise als unverfälscht mit Blick auf die inhaltliche Qualität der verlinkten Ergebnisse betrachtet werden, dann halte ich entgegen: Produktaussagen in der Werbung scheinen auch von vielen für bare Münze genommen zu werden. Sonst würde es nicht immer wieder Anläufe geben, Wirkungsaussagen (hilft bei, hilft gegen, macht gesund …) zu verbieten.

        Gute SEO hübscht Produkte usw. auch inhaltlich auf, während z. B. TV-Werbung meist nur die Verpackung schön(er) macht. Gute SEO ist für mich deshalb auch eher mit Marketing vergleichbar, umfasst also nicht nur die Kommunikations-, sondern auch die Produktpolitik. Hört sich theoretisch an? Mag sein. Funktioniert aber in der Praxis. Erst Inhalte optimieren, dann Inhalte promoten und (freiwillige) Links generieren, weil Besucher ohne gute Inhalte zum Thema auch nicht konvertieren (reine Adsense-/Affiliate-Seiten jetzt mal außen vor).

    • Maxim seOpinion Website sagt:

      Da bin ich deiner Meinung Markus, wenn es möglich ist Links auf natürlichem Wege zu generieren, dann ist das der erste Weg. Wenn es manchmal eben wirklich nicht geht, weil bei einem Bestimmten Thema, der Nährboden für Linkkulturen einfach nicht vorhanden ist, dann muss man eben „mit den anderen Wölfen heulen“.

      Wenn man sich an die Optimierung einer Seite macht, muss man eben eine kleine Checkliste abarbeiten und sich fragen, „ist dies oder jenes möglich?“. Wenn vieles nicht möglchc ist, dann muss man sich seinen Werkzeuggürtel umschnallen.

      Grüße

      Maxim

  3. […] Und wer viel zu viel Zeit übrig hat, kann sich ja auf seo-united.de an der Diskussion beteiligen, ob SEO Whitehat eine Illussion sei […]

  4. Psychic SEO Website sagt:

    @sepp Keine kreative Ader? Nehmen wir an es handelt sich um ein kleines langweiliges Hotel in einer kleinen langweiligen Stadt, nennen wir sie Solingen. Dann würde ich versuchen mit ein klein wenig Heimatkunde erstmal den Ort interessant darzustellen: Wofür ist S. bekannt? Welche Industrie prägte die Stadt? Wie sieht eine bergische Kaffeetafel original aus? Liste die Rezepte für die bergischen Waffeln. Gibt es Deutschland/weltweit bekannte Menschen, die aus S. stammen? Sammelt der Hotelinhaber vll. Aspirinpillendosen aus aller Welt? Dann macht aus dieser Kuriosität einen interessanten Beitrag. Fordert die zukünftigen Gäste auf von ihrer nächsten Reise ein Aspirindose mitzubringen…

    Also selbst für das langweilige Hotel lässt sich mit kreativen Ansätzen verlinkenswerter Content schaffen – finde ich!

  5. Psychic SEO Website sagt:

    *lol* die Autokorrektur meines HTC D HD macht aus Kuriosität lieber Seriösität. Und korrigieren lässt mich der Original-Browser das im Nachhinein auch nicht 😉

  6. Jörg Kunkel Website sagt:

    Ich finde diese Diskussionen immer wieder interessant. Die Grenzen zwischen White und Black sind hier doch sehr schwammig und meiner Meinung nach meistens gar nicht wirklich zu bestimmen. Betrachtet man z.B. ganz normale Arbeiten die jeder machen sollte wenn er bekannt werden möchte wie die Pressearbeit. Auch hier kann man das Werkzeug zum Linkaufbau nutzen, ist das nun White oder Black? Je nach Intension oder wie? Wenn man also den Pressebericht schreibt um Info zu verteilen ist es White und wenn man den Pressebericht nur schreibt um einen Backlink zu erstellen ist es Black…

    Wie kann man hier noch Grenzen setzen?

    Dazu kommt meines Erachtens der Charakter der Menschen, die wenigsten setzen gern Links von Ihren Seiten auf andere auch wenn der Artikel oder was auch immer noch so gut ist, wenn man dafür im Gegenzug nicht auch etwas bekommt.

    Das gewünschte Ziel von Google und Co für ein sauberes Ranking setzt voraus, dass die Webseitenbetreiber alle human sind und schlechte Charakterzüge wie Geiz oder Missgunst gänzlich aus der Menschheit verschwinden…

    Das ist ein tolles Ziel wird aber nie erreicht werden.

    Dann ist es natürlich, wie hier auch schon erwähnt sehr Themenrelevant. Auf manches verlinkt man und auf anderes eben nicht…

    Wenn man es abstrakt betrachtet, stellt man ganz schnell fest, dass jegliches SEO eine Manipulation darstellt. Das ist meines Erachtens wie das Tunen eines Autos, es wird ein bisschen an der Technik gefeilt um mehr Leistung zu haben und vielleicht wenn man möchte etwas schneller zu sein als andere. So ist das mit SEO eben auch, denn mal ehrlich: Welcher stinknormale Webseitenbetreiber schlägt sich mit SEO rum? Ein Hotellier ist zufrieden wenn er eine Webseite hinbekommt, die grafisch ansprechend ist und wenn er nicht müsste inzwischen, würde er sich doch keine Gedanken machen über die Art wie Sie programmiert ist, ob die interne Verlinkung Googlegerecht ist oder was auch immer. Der Hotelier will eigentlich nur eines, Sie muss gut aussehen und funktionieren, doch jetzt beginnt er mit SEO, weil er muss. Also sind wir schon wieder im Black Bereich 🙂

    Um wirklich alles so sauber zu bekommen wie angestrebt, müsste sich das Konkurrenzverhalten in Luft auflösen. Denn Konkurrenzverhalten führt unweigerlich zu Manipulationen oder Manipulationsversuchen und da überlebt nun mal entweder der stärkere oder manchmal auch der klügere 🙂

    Ich persönlich denke: Die angestrebten Ziele sind ehrenwert und man sollte sie verfolgen, doch erreichen wird man es nie…

  7. Leo Website sagt:

    Ja, beispielsweise kommt man bei so stark umkämpften Kredit, Geld garnicht mehr hoch und diverse Linkkäufe.

  8. Maxim seOpinion Website sagt:

    Ich glaube die Diskusionen über Whitehat und Blackhat wird es immer geben, weil es einfach die Natur des Menchen ist, alle möglichen Dinge mit Weis oder Schwarz, mit Gut oder Böse zu vergleichen.

    Gretus´ letzte Aussage sollte man vieleicht auch etwas diferenzierter betrachten. Genauso wie es so manchem Optimierer, einer bekannten großen Seite, schwer fallen könnte eine kleine Nischenseite zu optimieren, kommen bestimmt auch viele SEOs, die eben diese „kleinen“ nach oben bringen, ins Stocken wenn es dann ums Feintuning geht, sobald die kleine Seite mal groß geworden ist.

    Die wahre Stärke eines SEOs zeigt sicht , meiner Meinung nach, in seiner Vielseitigkeit, Kreativität und Auffassungsgabe, mit einer gegebenen Problematik umzugehen.

    White, Gray oder Black sind da immer nur Möglichkeiten einer Problemlösungsstrategie.

    Grüße

    Maxim

  9. bazz Website sagt:

    „Es gibt genau drei Arten von SEO. White also legal, schwarz also illegal und meine persönliche Lieblingsfarbe Grau. Wenn man selber nicht mehr weiß wo man sich gerade bewegt.“ Zitat aus dwem Film: Lord of Spam – Händler des Traffics.

  10. White Hat SEO funktioniert - s1-suchmaschinenoptimierung.de Website sagt:

    […] Whitehat SEO ist ein Witz hat Kris Roadruck vor wenigen Tagen behauptet und bei SEO-United wurde die Frage „Ist Whitehat SEO eine Illusion?“ diskutiert […]

  11. SEOdiot Website sagt:

    Ich würde das ganze weniger als „Legalisierung von fragwürdigen SEO-Techniken“ sehen, sondern als erneute deutliche Herausforderung an Seitenbetreiber, sich Gedanken über ihren Mehrwert und ihre damit verbundene Daseinsberechtigung in Top-Positionen zu machen. Oder eben an den SEO, den Seitenbetreiber zu diesen Gedanken zu bewegen. Hatte dieses Thema vor gut zwei Jahren in meinem Blog schon mal mit der provokanten These „Du bist langweilig!“ in den Raum geworfen. Schön, dass es jetzt mal wieder von prominenterer Stelle aufgegriffen und neu diskutiert wird.

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