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John Mueller über den Paradigmenwechsel im Bereich SEO

SEO  |   |  , 11:56 Uhr  |  9 Kommentare

Google LogoJohn Mueller hat in Googles Webmaster Central Forum eine Antwort auf eine Frage gegeben, deren Übersetzung wir von SEO-united.de Euch nicht vorent-halten möchten. Nachdem ein mit der Betreuung gleich mehrerer Projekte offensichtlich total überforderter SEO-Kollege im Forum gefragt hatte, ob er bei seinen Linkbuilding-Aktivitäten einen oder gleich mehrere Pseudonyme verwenden soll, rudert John Mueller zurück und gibt eine Antwort, die auf der einen Seite zwar wieder nur die für Google-Mitarbeiter typischen Floskeln enthält, auf der anderen Seite aber auch eine Aussage beinhaltet, die es unserer Meinung nach wert ist, noch einmal gesondert hervorgehoben zu werden:

I wouldn’t worry about the technicalities – how much you can write about how many topics – and instead just make sure that the content which you’re creating is really of the highest quality possible. This isn’t something you should do for search engines, it’s really something you’re probably already doing. You almost certainly know yourself where the content that you’re creating is thin, and where it’s really significant, unique, high-quality and compelling to users. The awesome stuff is what you should be aiming for – and from my point of view, you should be doing that independent of any algorithms (real or not). (Quelle)

Ich würde mir über technische Sachen keine Sorgen machen – z.B wie viel Du über bestimmte Themen konkret schreiben solltest – sondern anstelle dessen immer wieder nur Dich selbst fragen, ob der gerade von Dir erstellte Inhalt wirklich richtig gut ist. Das Erstellen von Inhalten ist nicht etwas, was dazu dient, Suchmaschinen zufriedenzustellen, sondern etwas, was Du vielleicht ja gerade auch schon so machst. Man weiß es einfach, wenn man gerade einen qualitativ eher schwachen Inhalt erstellt, genauso wie man es weiß, wenn der gerade erstellte Inhalt richtig gut, einzigartig und von allgemein hoher Qualität ist. Es sind die großartigen Augenblicke nach denen man Ausschau halten sollte – und aus meiner persönlichen Sicht – sollte man dieses ohne die Zuhilfenahme irgendwelcher Algorithmen bzw. Vorschriften anderer tun.

Auch wenn viele der – strategisch wahrscheinlich sogar völlig richtig – negativen Ereignissen eher mit einer Scheuklappen-Mentalität begegneten Kollegen es lieber nicht lesen würden, so war 2013 ein Jahr, indem SEO nicht unbedingt einfacher geworden ist. Die großen Trafficlieferanten im Web, egal ob nun Google, Facebook oder Twitter sehen zu, wo sie bleiben, und wir, als mit den Zeichen der Zeit vertraute SEOs, finden uns in einem Web wieder, wo es urplötzlich nur noch darauf ankommt, sich über die stetige Beteiligung auf allen möglichen Social Media Plattformen irgendwelche Signale zu erhaschen, die uns kurz-fristig ein Gefühl geben, das sich wohl am Besten mit einem Mix aus völliger Kontrolle bzw. einem totalem Kontrollverlust bezeichnen lässt.

Die Tatsache, dass SEO immer mehr auch Social Media Marketing bedeutet, hatte in 2013 zur Folge, dass viele der aufgrund ihrer bisherigen Arbeit eher an mathematisch wiederkehrende Muster gewöhnte SEOs versucht haben, diese 1zu1 auf das Social Web zu übertragen, um auch dort zu versuchen, sich durch strategisches Antizipieren der Reaktionen anderer einen Vorteil bei der Auslieferung eigener Informationen zu verschaffen, der nicht selten am Ende aber in einem Szenario endete, welches für den allgemeinen Ruf von SEO nicht unbedingt förderlich war.

Spider

John Muellers Antwort auf die Frage eines mit seinen derzeitigen Aufgaben total überforderten SEO-Kollegen enthält eine wesentliche Aussage, nämlich die, dass man eigentlich stets weiß, warum man was, in welchem Augenblick gerade macht:

Man weiß es einfach, wenn man gerade einen qualitativ eher schwachen Inhalt erstellt, genauso wie man es weiß, wenn der gerade erstellte Inhalt richtig gut, einzigartig und von allgemein hoher Qualität ist. Es sind die großartigen Augenblicke nach denen man Ausschau halten sollte – und aus meiner persönlichen Sicht – sollte man dieses ohne die Zuhilfenahme irgendwelcher Algorithmen bzw. Vorschriften anderer tun…

Weiterführende Informationen

Gretus
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Kommentare zu John Mueller über den Paradigmenwechsel im Bereich SEO:

  1. Michae says:

    Insgesamt werden die Algorythmen von Google immer intelligenter. Das Ziel dabei ist und bleibt immer den besten Content an den Kunden anzuzeigen. Beim Google Analytics Summit in Hamburg wieder deutlich geworden als Nikhil Roy der direkt aus USA für den Event eingeflogen wurde. Er zeigte einen ganzen Strauß neuer Funktionen die jetzt in 2014 kommen werden. Die Zielrichtung dabei ist eindeutig und leicht nachvollziehbar: Besseren Content. In Zukunft werden Tablets, Smartphones in Analytics noch besser mit einbezogen. Jetzt wird es richtig spannend, weil der Wechsel von Hardware Devices bei Google ab demnächst mit integriert wird. Humming Bird ist hier nur der Anfang für noch intelligentere Suchergebnisse über alle technischen Plattformen und Betriebssysteme hinweg.

  2. Lieblinks – Dezember 13 | Martin Hahn - Design & Webentwicklung says:

    […] Wieviel SEO sollte man betreiben oder wie viel SEO muss man betreiben, wenn der Inhalt gut […]

  3. Utku Akkoc says:

    Ein guter Artikel. Wie schon immer gesagt, kommt es immer wieder auf gute Inhalte an, die Probleme der Suchenden lösen, anstatt NULLSUMMEN-TEXTE zu kreiren.

    VG
    Utku

  4. Felix says:

    Ich bin zwar noch relativ neu in dem Bereich SEO und habe demnach die extrem spammigen Zeiten nicht selbst miterlebt, trotzdem würde ich wohl auch dann in Zukunft verstärkt auf guten Content setzen. Es ist bestimmt gut, wenn man die Zeiten miterlebt hat in denen man Google mit einfachen Mitteln noch ohne Probleme an der Nase herumführen konnte, trotzdem habe ich den Eindruck, dass sich genau deshalb einige alteingesessene Spezis nicht von dem Gedanken verabschieden können schlechten Content mit billigen Links zu pushen, weil es hat ja schließlich mal funktioniert.

    Ich werde für meine Projekte zumindest in Zukunft zum Großteil vorerst gute Inhalte produzieren und dann hinterher gucken was man SEO-technisch optimieren kann. Zumindest hat sich das bei mir bisher bewährt. Ich kenne genug Leute die sich strikt an irgendwelche Tools, Vorgaben oder Kennzahlen halten. Manchmal sollte man sich einfach mehr auf den User konzentrieren und einfach nur tolle Inhalte produzieren. Das gleiche gilt auch für Links finde ich. Sobald man mal damit angefangen hat schlechte Links aufzubauen, muss man später nur wieder ausmisten, was wieder extra Arbeit macht. Dann lieber gleich auf den Mist verzichten.

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