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Kostenpflichtiges Expertenportal für SEO?

SEO  |   |  , 10:11 Uhr  |  26 Kommentare

Der unbegrenzte Transfer hat das Internet zweifelsohne zu dem gemacht, was es heute ist. Nahezu jeder ist  in der Lage, sich kostenloses Wissen zu neuen Themengebieten zu erschließen. In den vergangenen Jahren resultierte daraus eine User-Mentalität, die vielfach auch nur kostenlose Informationen im Netz zu akzeptierten schien. Kostenpflichtige Tools haben einen anderen Weg geebnet und so scheint es fast logisch, dass der SEO Markt auch reif für ein kostenpflichtiges Frage- und Antwortportal ist…

Eine der größten Schwachstellen von kostenlosen Portalen oder Foren ist die Tatsache, dass diese eben nicht ganz kostenlos sind. So fallen zwar oftmals keine direkten Kosten an, jedoch ist der dort entstehende Content in der Regel auch für andere Besucher einsehbar. Insbesondere bei fachlich sehr speziellen Fragen ist im Hinblick auf einen eventuell mitlesenden Wettbewerb die Motivation eine Frage einzustellen bzw. diese zu beantworten stark eingedämmt. Potenziell Fragende wollen nicht unbedingt preisgeben, wo ihre Probleme liegen, und potenziell Antwortende nicht, welche Antworten sie dazu auf Lager haben. Die Folge dieser Konstellation ist oftmals eine mangelhafte Qualität entsprechender Portalen.

ExperteEine Lösung dieses Problems könnte sein, den Content gar nicht erst öffentlich zu machen und die Portale nicht z.B. über Werbung, sondern über Gebühren der Fragestellenden zu monetarisieren. So könnte ein kostenpflichtiges Portal die Fragen nach dem für die Beantwortung notwendigen Aufwand bzw. Wissensniveau kategorisieren, dafür einen festen Preis verlangen, und einen Teil dieses Preises an den Antwortgebenden weiterleiten. Ein solches System hätte nicht nur den Vorteil der Verschwiegenheit, sondern es ließen sich auch sehr spezifische Fragen beantworten.

Es kristallisiert sich heraus, dass die Struktur bzw. Organisation eines solchen Portals nicht die größte Schwierigkeit wäre, immerhin lässt sich diese in wenigen Zeilen grob skizzieren. Viel schwieriger fällt die Einschätzung, ob ein solches Portal auf dem deutschen Markt überhaupt eine Chance hätte?

Ich persönlich denke, dass es diese hätte. Im Hinblick auf die Tatsache, dass zwar immer mehr Unternehmen ihre Seiten optimieren wollen, das Budget aber oft nicht für eine Agenturbetreuung ausreicht, wird deutlich, dass auf jeden Fall auf Nachfrageseite genug Potenzial vorhanden ist. Auch im Bereich der Angebotsseite wird das breite Wissen um SEO immer günstiger. Ich persönliches halte es daher nur noch für eine Frage der Zeit, bis es ein kostenpflichtiges Frage- und Antwortportal zum Thema Suchmaschinen-optimierung auf dem deutschen Markt geben wird.

Constantin

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Kommentare zu Kostenpflichtiges Expertenportal für SEO?:

  1. Maxim says:

    Da hast du schon recht Bata, nur werden solche Fragen dennoch aufkommen, da eben Laien das meiste Interesse darann haben Fragen beantwortet zu bekommen. Um eine Schätzung zu wagen, es ist im Bereich des Möglichen, dass in einem solchen Portal auf einen semiprofi-SEO 10 Laien kommen, mindestens. Und dem entsprechend sieht dann auch die Fragen-Landschaft aus.

    Dennoch bleibt immernoch die Frage, wie hoch die Bezahlung sein soll, zwar muss diese nicht pauschal sein, aber in einer angemessen Höhe je Kategorie der Frage. Ich glaube kaum, dass Vollblut SEOs, mit einem entsprechenden Einkommen, Fragen für 10€ das Stück beantworten werden und auch nicht dass Semi-SEOs 500€ für eine Frage bezahlen werden.

    Was mir auch nicht ganz klar wird ist, welche derart „fachspeziefischen“ Fragen kann es geben, die ein solches Portal rechtfertigen. Z.B. wie optimiert man richtig auf die Local Search. Das wäre doch so eine Frage, diese aber zu beantworten würde einem Lehrgang gleichkommen. Klar kann man sich auch einzelne spezielle Punkte daraus picken, aber diese wären wieder fast banal.
    Ich meine soll ich fragen, wie man den Brangen-Center Eintrag richtig macht, wie man seine Telefonnummer richtig schreibt, wieviele Links man aus Brangenbüchern oder mit Adress-Anchortext braucht, oder wo und wie man die Adresse auf der Webseite angibt?

    Ich denke, ich würde für die Beantwortung der einzelnen Teilfragen keine 100€ Je Antwort zahlen und für weniger wird sich wohl auch kaum ein Fachmann hinsetzen und es mir erklären. Und wenn ich so eine Disziplin erklärt haben wollte, dann müsste der Antwortgeber einen Lehrgang mit mir machen, was dann auch immens teurer wäre und man es sich wieder nicht leisten könnte. Und gerade weil die Zielgruppe eines solchen Portals nicht gerade zu den Großverdinern gehört wird eine Realisation auf fachlicher Ebene schwierig. SEO Wissen beruht eben zum größten Teil auf Praxis, um hier also wirklich Wissen vermitteln zu können, für das gern gezahlt wird, muss das Portal eine Art Online-Praktikum-Center sein und kein bezahltes gutefrage.net.

    Im SEO ist es, denke ich, recht schwer eine klare Antwort auf eine spzifische Frage, über ein Teilgebiet, einer Disziplin zu geben, da jede solche Antwort wieder neue Fragen aufwirft, bis man die Hintergründe einer Disziplin verstanden hat und wenn man diese Hintergründe verstanden hat, kann man sich seine Frage selbst beantworten. Aber für Fragen über die Hintergünde von SEO Disziplinen reicht ein Frage-Antwort Portal, in meinen Augen, nicht aus.

    Grüße

    Maxim

  2. Bata says:

    Ich möchte noch was zur Diskussion hinzufügen.

    Bei dem Portal geht es nicht um Kunden oder Laien die mit Pauschalfragen aufwarten wie : Wie komme ich mit XY auf Platz 3 ?

    Sondern: Um Kunden, die im weitesten Sinne als Semiprofessionell zu betrachten sind. Es gibt mittlerweile sehr viele Inhouse SEO und viele von ihnen sind alleine mit ihrer Aufgabe und dazu noch keine Vollzeit-SEOs.

    Für diese Zielgruppe ist es interessant zu einem vorliegenden Sachverhalt, eine gezielte Frage zu stellen.
    Eine Frage mit der man sich sonst an Agenturen widmen müsste, weil man dort die Kompetenz erwarten würde, diese Frage zu beantworten. Doch die Agenturen sind nicht an einzelnen Fragen interessiert und wollen dem Kunden ganz unter Vertrag nehmen. Das ist diese Zwischenposition. Ich aus der Sicht des Inhouse SEOs hätte daran ein Interesse mein Wissen an bestimmten Fragen, besonders zu meinem Projekt speziell gezielt an eine Auswahl von Personen zu stellen, bei denen ich das Vertrauen habe, diese beantworten zu können. Ein Bewertungsprofil wie es das auf ebay gibt, fände ich hilfreich. Genauso hätte ich vertrauen, wenn eine Plattform wie seo-united.de dahinter stehen würde. Denn dort vermute ich schon die Antworten zu finden, die ich suche… so einfach ist das.
    Und schliesslich erwarte ich nicht, dass alle meine Fragen stets umsonst behandelt werden. LG Bata

  3. Bata says:

    @ SEOPhilipp dann schau mal auf euren Block!

    Eyyyyyyyy – also die Idee war von mir! ;-))

    Beweis:
    http://www.seo-trainee.de/frage-und-antwortportal-seo-quest/

    Anschliessend hatte ich die Idee an Constantin gemailt… ich schwöre… ;-)

    Als Junior-SEO fühl ich mich geehrt – ich bin soooo stolz ! ;-)

    Lg Bata

  4. Partyseo says:

    Also ich denke das es eher ein Problem währe ein Portal zu schaffen, das sowohl den fragen(zahlenden) und den antwortenden(verdiener) zufrieden stellt. Da ich wenn ich von mir aus gehe, nicht für 5,- und auch nicht 50,-€ in der nähe meines Rechners bleiben würde wenn ich Feierabend machen will! Auch nicht wenn ich die Frage ggf. in 5 min. beantworten könnte!

  5. Maxim says:

    @Arne Eignetlich eine gute Idee, aber dann hast du kein Portal, sondern eine „Agentur“ die sich auf die Erstanalyse spezialisiert hat.

    Probleme die ich bein einem solchen Portal sehe: Wie wählt man aus welche Antwort die richtige ist? Bei Onpage Fragen dürfte es einfach sein, bei Offpage wird es schon recht schwierig.

    Wie wählt man die Leute aus, die Fragen beantworten dürfen, wann kickt man Antwortgeber mit mangelnder Kompetenz und wie beurteilt man deren Kompetenz.

    Wann muss für eine Antwort bezahlt werden? Gerade bei SEO Maßnahmen mit Longterm Wirkung wird es schwierig eine Antwort als die richtige festzulegen. Und wenn es doch nicht der optimale Vorschlag war, gibts dann ein Wiederrufsrecht?

    Was mich gleich zum nächsten Punkt führt. Wann wird der Antwortgeber bezahlt und wie hoch ist diese Vergütung?

    Ich denke im SEO Bereich ist es recht schwierig solche Punkte klar zu definieren. Bei Fragen über Onpage SEO ist genügen Fachwissen vorhanden, da es sich hier meist um technisch/händisch umsetzbare „Fakten“ handelt. Bei Offpage-Fragen kann man aber nur von gesundem „Fach-Halbwissen“ reden, da hier fast alles auf Erfahrungswerten basiert. Man nehme einfach nur eine Frage wie: Wie komme ich bei Key X auf in die Top 3?

    Und schon haben wir den Salat. Dafür muss die Seite analysiert werden, das Konkurrenzumfeld gründlichst in Augenschein genommen werden, gegebenenfalls Onpage-Masnahmen definiert werden und ein Linkmix skizziert werden. Eine Antwort ala „Du brauchst mehr Links“ ist, in einem bezahlten Portal, wohl kaum zufriedenstellend und die Ausarbeitung einer Antwort nach den o.g. Kriterien ist nicht billig.

    Mann muss auch sehen, dass gerade die Fragesteller des unteren Mittelstandes schon bei einem Betrag von 50€ eine enorme Qualität erwarten, schließlich ist das ja viel Geld. Zusätzlich sind die Kunden aus diesem Bereich recht skeptisch in Sachen Internet und schon dreimal, wenn sie für irgendwas bezahlen sollen, was sie nicht 100&ig auf Richtigkeit prüfen können. Ich bin mir recht sicher, dass genau diese Zielgruppe eher zu einer ansessigen Agentur geht, weil sie hier die Sicherheit hat jemand greifbares zu haben.

    Grüße

    Maxim

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