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Kritik an Googles neuer Bildersuche berechtigt?

SEO  |   |  , 11:24 Uhr  |  12 Kommentare

Verteidige Dein BildWie Martin Mißfeldt in seinem auf tagseoblog.de veröffentlichten Artikel `Verluste beim Bildertraffic über 60%´ berichtet, scheint die Einführung der neuen Bildersuche entgegen Googles Ankündigung, diese würde sogar noch zu mehr Besuchern führen, nun doch teilweise gravierende Trafficverluste nach sich zu ziehen. Erste Webseiten-betreiber berichten von Verlusten von 50-75% gegenüber ihres bisherigen Traffics über die alte Suche…

In folgender Grafik sind die von Martin Mißfeldt aufgezeigten Trafficverluste seiner englischsprachigen Seite martin-missfeldt.com dargestellt. Vergleicht man den Traffic am vergangenen Dienstag mit der Anzahl der Besuche der Dienstage vor Einführung der neuen Bildersuche, ist diese um 60-70% eingebrochen:

Da die Einführung von Googles neuer Bildersuche in Deutschland nun vorerst gestoppt zu sein scheint – aus urheberrechtlichen Gründen hierfür ein Danke an Martin! – macht es unserer Meinung nach Sinn, die ganze Diskussion um die neue Suche auch einmal kritisch zu betrachten und uns SEOs daran zu erinnern, unser Wissen um die Definition von Fachbegriffen wie Traffic, Page-Impressions usw. bei zukünftigen Ereignissen noch gezielter einzusetzen und von Google eingeführte Änderungen nicht immer nur aus Sicht eines SEOs, sondern auch aus Sicht eines `normalen´ Webseitenbetreibers zu betrachten:

  • Die von Google gemachten Änderungen an der Darstellung der Suchergebnisse dürfen nicht nur kurz-fristig betrachtet, sondern sollten immer auch langfristig gesehen werden. Googles neue Bildersuche stellt aus User-Sicht definitiv eine Verbesserung dar und hätte zu einer vermehrten bzw. intensiveren Nutzung geführt…
  • Bei der Darstellung von Trafficverläufen sollte immer auch erwähnt werden, um welche `Art´ von Traffic es sich hierbei handelt. Ein beispielsweise über einen i-Frame oder einen Framebreaker `erzwungener´ Besuch eines Nutzers, der sich eigentlich nur ein Bild anschauen wollte, ist etwas anderes als ein zum Kauf eines Produkts motivierter Besucher über ein entsprechendes Keyword der normalen Websuche…
  • Bei der Kritik von Googles Änderungen gilt es zwischen privaten und kommerziellen Webseitenbetreibern zu unterscheiden. Während man als Bilder-SEO womöglich einfach nur daran interssiert ist, eine möglichst hohe Anzahl an wahllosem Bilder-Traffic direkt über AdSense in bare Münze umzuwandeln, hat ein privaten Webseitenbetreiber eventuell einfach nur das Interesse, dass seine nicht kommerziellen Urlaubsbilder möglichst gut gefunden werden…
  • Unser stets auch aus dem Auge eines SEOs betrachtetes Handeln darf nicht dazu führen, dass wir im Zuge unseres Kritik den eigentlichen Fokus der Diskussion aus den Augen verlieren und unbewusst, z.B. aus Gründen des sich ergebenden Linkbait-Characters, unsachlich oder sogar falsch argumentieren. Entscheidend bei Googles neuer Bildersuche ist nicht alleine der hieraus resultierende Trafficverlust, sondern letztendlich nur die Frage, ob Google hierbei das Urherberrecht unterwandert oder womöglich sogar den Diebstahl von Bildern fördert…

Die aktuellen Entwicklungen im Bereich SEO bzw. Suchmaschinenoptimierung dürfen zusammenfassend nicht dazu führen, dass wir den Wandel vom einfachen Linkbuilding durch den simplen Kauf oder die Miete von Links hin zu einem auf die natürliche Generierung von Backlinks fokussierten Content Marketing damit verwechseln, einfach nur durch Konfrontation oder Panikmache für möglichst viel `Radau´ zu sorgen.

Die Berichterstattung über einen Negative SEO Angriff sollte in erster Linie dazu dienen, andere Webseitenbetreiber darüber aufzuklären und nicht dazu missbraucht werden, Google unter Druck zu setzen oder selbst Links zu provozieren. Die Kritik an Googles neuer Bildersuche sollte eine langfristige Diskussion über Urheberrechtsfragen nach sich ziehen und sich nicht wild nur darum handeln, wie viel weniger Einnahmen man über seine Klicki-Bunti-Bilder am gestrigen Tag erwirtschaftet hat.

Googles neue Bildersuche ist wie eingangs bereits erwähnt alleine schon aus urheberrechtlichen Gründen definitiv zurecht in der Kritik! Wer sich über die neue Suche informieren möchte, dem legen auch wir Martins Seite `Verteitige Dein Bild´ ans Herz, möchten abschließend aber noch anmerken, dass es auf Dauer wohl nicht funktionieren wird, wenn insbesondere wir SEOs es für selbstverständlich halten, 95% unserer Besucher über Google zu erhalten, Google dafür aber nur 5% unseres Contents zur Verfügung zu stellen, um am Ende eines Tages mit 500% Profit nach Hause zu gehen 😉

Eure SEO-united.de Blogger
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Kommentare zu Kritik an Googles neuer Bildersuche berechtigt?:

  1. […] Auch Gretus Anmerkung bei der Kritik an der Bildersuche zwischen privaten und kommerziellen Webseitenbetreibern […]

  2. Simon Steinberger Website sagt:

    Auf Pixabay.com – dem wohl größten Portal für freie Bilder im Web – haben wir auch einen Einbruch um ca. 70%. Es ärgert uns vor allem, dass Google auch noch die Unverschämtheit besitzt, das Update „zum Wohle der Webmaster“ einzuführen, denn die neue Bildersuche reduziert ja den unnötigen Traffic für die entsprechenden Server.

    Irgendwie lächerlich, zumal Google auch noch die Frechheit besitzt, die voll aufgelösten Bilder direkt von den Quellservern zu beziehen, ohne Besucher auf die Zielseiten zu schicken!

  3. GBK666 sagt:

    Hallo, auch bei mir kam es zu Trafficrückgängen von ca. 70 Prozent. Ich betreibe eine Seite bei der Kunst das Hauptfeature der Seite ist, es gab und gibt dort zig tolle Bilder zu sehen und es war mir immer klar das ungefähr ein drittel meiner Besucher nur wegen ´nem Bild auf der Seite landete und dieses anschaute oder runterlud. Aber etliche von denen blieben dann auch auf der Seite und kamen auch wieder. Ca. 60-70% meiner Besucher stammen aus den USA und Südamerika, dem Kontinent also in dem die neue Suche zuerst eingeführt wurde.

    Mein Traffic dieser nicht kommerziellen Seite ist von 3200 Besuchern am Tag auf ca 1050 seit 3 Tagen gefallen. Von den Einnahmen durch Werbung auf der Seite, mit der ich den Server bezahle und auch Preise für Kunstwettbewerbe ebenfalls. Da die sogenannte CPC werbung, also cash per click auf dieser Kunstseite nicht wirklich läuft habe ich 100% TKP werbung geschaltet, bekomme also z.B 20 Cent bei 1000 einblendungen einer Werbung. Damit bin ich garantiert nicht der Einzige, auch Riesenseiten wie DeviantART haben vor allem TKP werbung geschaltet. Darum ist auch der 10 sekunden Besucher der sich nur ein Bild herunterladen oder ansehen möchte wichtig für solche Seiten.

    Negativ ist nun auch das die Künstler welche ich entweder vorstellte oder die Bilder für Kunstprojekte meiner Seite machten nun überhaupt keine Chance haben durch Google direkt gefunden zu werden bzw. die Leute laden nun die Bilder direkt bei Google herunter ohne überhaupt zu sehen wer es gemalt hat. Und den link zu den Galerien der Künstler sehen sie natürlich erst recht nicht.

    Ich denke das ganze ist juristisch gesehen sehr heikel und geht auch in den USA weit über die „Fair Use“ Klausel hinaus. Naja, mal sehen ob in den USA Urheberrechte was gelten. Es gibt inzwischen auch eine englische Seite zum Thema namens „Protect-Your-Image“.

    • Gretus Website sagt:

      Hallo,

      obwohl wie gesagt auch ich der Meinung bin, dass Googles neue Bildersuche aus urheberrechtlichen Gründen `heikel´ ist, untermauert Dein Beispiel den letzten Abschnitt unseres Artikels. Jeder von uns erwartet, dass er möglichst viele Besucher über Google erhält, um diese dann binnen 10 Sekunden über TKP-Vermarktung gewinnbringend auf irgendeine andere Seite zu schleusen. Fraglich, ob das auf Dauer funktioniert…

      Grüße

      Gretus

      • GBK666 sagt:

        Hallo, da stellt sich aber die Frage wie man sonst noch etwas Geld verdienen kann bei manchen Seiten. Bei mir ist´s die Kunst die im Vordergrund steht, sie ist zig mal wichtiger als die Texte drum herum.

        Inzwischen denke ich über Lösungen nach wie z.B größere Wasserzeichen die die Bilder bei Google mehr oder weniger unbrauchbar machen und dazu vielleicht die Bilder ohne Wasserzeichenin voller Größe in einem anderem Ordner der nicht Indexiert wird. Die Leidtragenden sind letztendlich die Besucher durch Google die nun einen Schritt mehr machen müssten als bisher + auf mich käme ne Menge Arbeit zu die nicht hätte sein müssen.

        Gruss, Ray

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