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LSO – Latent Semantische Optimierung

SEO  |   |  , 18:36 Uhr  |  10 Kommentare

Externe Rankingfaktoren sind leicht zu manipulieren und werden zukünftig immer mehr an Bedeutung verlieren. Der eigentliche Inhalt einer Seite wird dagegen bei der Beurteilung an Bedeutung gewinnen und ein entscheidender Faktor für den Erfolg einer Suchmaschinenoptimierung werden…

Bereits jetzt sind die bekannten Suchmaschinen dazu übergegangen, den Inhalt einer Seite und insbesondere den enthaltenen Text genauestens auf dessen Relevanz zu analysieren. Wo es früher noch gereicht hat, das jeweilige Keyword einige Male zu erwähnen, zählen mittlerweile auch andere Faktoren.

Das Stichwort lautet Latent Semantische Optimierung bzw. LSO. Diese Art der Optimierung baut auf die durch Google verwendete Indexierungsmethode LSI (Latent Semantische Indexierung) auf, welche einen Text in Bezug auf das Vorkommen von mit dem Suchwort in Beziehung stehenden Begriffen analysiert und bewertet. Die LSO versucht diese Begriffe zu ermitteln und damit Texte noch relevanter zu gestalten.

Inwieweit die Latent Semantische Indexierung bereits fortgeschritten ist, lässt sich nur schwer sagen. Zahlreiche von Google angebotene Dienste lassen jedoch den Schluss zu, dass der Algorithmus bereits jetzt die Beziehung zwischen Begriffen relativ gut erkennen kann.

Für die Beziehung zweier Wörter gibt es festgelegte Regeln. Jedem bekannt sind wahrscheinlich Synonyme, d.h. bedeutungsgleiche Begriffe. `Gattin´ ist z.B. ein Synonym für `Ehefrau´. Das Gegenteil von Synonymen sind Antonyme, also Bedeutungsgegensätze. So ist `traurig´ das Antonym zu `glücklich´. Für die LSO dürfte es interessant sein, dass sowohl Synonyme wie auch Antonyme immer aus der selben Wortklasse (z.B. Adjektive, Verben) stammen.

Obwohl gerade die Verwendung von Antonymen die thematische Bandbreite eines Textes besonders gut widerspiegelt, dürfte der Algorithmus der Suchmaschine Google zumindest zur Zeit noch Schwierigkeiten haben, gegensätzliche Begriffe zu erkennen. Für die Optimierung eines Textes bedeutet dies, dass man momentan noch eher ähnliche als gegensätzliche Begriffe verwenden sollte.

Neben in direkter bzw. gegensätzlicher Beziehung stehenden Begriffen, ist das Vorkommen von so genannten Hyponymien bzw. Hyperonymien von Bedeutung. Hyperonymien sind Oberbegriffe, Hyponymien Unterbegriffe. Dass Google gerade diese Beziehung besonders gut erkennt, lässt sich z.B. an den alternativen Suchvorschlägen erkennen. Ein Teil dieser Begriffe sind Hyponymien, d.h. dem eigentlich Suchwort untergeordnete Begriffe. So erhält man der Suche nach `Rezepte´ den Vorschlag `Partyrezepte´.

Der größte Teil der Vorschläge dürften jedoch gespeicherte Daten sein, also Begriffe, welche nach der Suche nach dem jeweiligen Begriff am meisten verwendet wurden. Bei der Suche nach `Urlaub´ erhält man z.B. den Vorschlag, nach `1 2 fly´ zu suchen. Beide Begriffe stehen semantisch in keinerlei Zusammenhang.

Für die LSO bedeutet dies, dass man bei der Findung dieser `intuitiv´ in Beziehung stehenden Begriffe kaum ein Tool zur Rate ziehen kann. Vielmehr muss man die Gewohnheiten der Suchenden nachvollziehen können, also in diesem Fall wissen, dass immer mehr Menschen in den Urlaub fliegen.

Zusammenfassend ist LSO also nicht das Erkennen möglicher Algorithmen, welche Begriffe syntaktisch oder semantisch miteinander in Beziehung setzen, sondern die Adaption und frühzeitige Erkennung der Suchgewohnheiten. Wer beide Elemente einer erfolgreichen semantischen Optimierung beachtet, also logisch verwandte und `intuitiv´ ähnliche Begriffe verwendet, wird mit seiner Seite in den Suchergebnissen steigen…

Gretus

Tools zur Findung von ähnlichen Begriffen:

http://metager.de/asso.html
http://wortschatz.uni-leipzig.de/
http://www.digitalpoint.com/tools/suggestion/
http://www.kwmap.com/
http://www.wikimindmap.org
https://adwords.google.com/select/KeywordToolExternal

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Kommentare zu LSO – Latent Semantische Optimierung:

  1. Henrik sagt:

    Urlaub und ‚1 2 fly‘ stehen meiner Meinung nach sogar sehr stark in Verbindung. So wie ich die Infos von latentsemanticoptimization.com verstehe, wird versucht die Thementiefe eines Textes zu analysieren. D.h. praktisch gesehen wird dein Text nicht nur auf ein Keyword sondern mehrere Kombinationen davon untersucht. Das Ziel dabei ist vernünftig recherchierte Texte mit der entsprechenden Tiefe von Textbroker-Artikeln zu unterscheiden … so verstehe ich das zumindest – heisst aber nicht das ich richtig liege 😉

  2. RRNegativ sagt:

    Vielen Dank für die interessanten Informationen das Tool scheint ja echt klasse zu seien gleich direkt mal ab checken.

  3. Alex Website sagt:

    Die Tools haben mir noch gefehlt. Großes Danke!!!
    Die Bedeutung von LSO wird zunehmen, das ist logisch und gut so.

  4. Tobias Website sagt:

    Hallo liebes SEO-Team!

    Ein wirklich klasse Tool – Habe es schon angewendet und erstaunliches feststellen können!!

    Tobias

  5. Sascha sagt:

    Vielen dank für die Liste! Wird mir in Zukunft bestimmt hilfreich sein!

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