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Penguin Update 2.0 – Was tun bei Rankingverlusten?

SEO  |   |  , 10:19 Uhr  |  48 Kommentare

Um Euch ein schnelles Meinungsbild über aktuelle Entwicklungen im Bereich Suchmaschinenoptimierung geben zu können, möchten wir von SEO-united.de zukünftig regelmäßig Experten aus der Branche um ein kurzes Statement zu gerade heiß diskutierten Themen bitten. Die heutige Frage, welche wir ausgewählten Experten im Zuge einer Blitzumfrage gestellt haben, lautet `Penguin Update 2.0 – Was tun bei Rankingverlusten?´ Hier einige Statements dazu:

Mario Fischer, website-boosting.de

Mario FischerDie Frage ist meines Erachtens nicht, was man gegen einen Pinguin 2.0 Absturz tun kann, sondern was man ganz generell tun muss bzw. an der eigenen Arbeitsweise ändern muss, um vor zukünftigen Updates verschont zu bleiben. Die Zeiten, in denen man Google mit vergleichsweise einfachen Mitteln betrügen kann, scheinen sich langsam, aber sehr sicher zu Ende zu gehen. Wer verstanden hat, dass man das Geld in guten Content steckt und nicht in Maßnahmen, um das nur zu faken, ist einen großen Schritt weiter. Das klingt banal, aber viele Verantwortliche haben das offenbar noch immer nicht begriffen.

Was ist aus meiner Sicht konkret zu tun: Minderwertige u. v. a. gekaufte Links entfernen, noch mehr als bisher auf ein ausgewogenes Linkprofil achten, nat. sämtliche OnPage- und OnSite-Manipulationen ent-fernen (z. B. die üblichen SEO-Texte im Footer, PR-Sculpting, Textblockverschiebereien usw.). Google arbeitet hart daran, echte und passende Links von künstlich gesetzten zu unterscheiden. Früher wurden solche Links einfach nur nicht gezählt, heute gehen sie negativ in die Wertung ein und entwerten damit gute Links. Alles Jammern hilft nichts, es muss wieder besserer Content her, der dem Infobedürfnis der Besucher entgegen kommt. Das will nur offenbar niemand machen?

Dominik Wojcik, trustagents.de

Dominik WojcikAlso wenn es einen wirklich erwischt hat beim Penguin 2.0 Update, dann würde ich mir die Backlinks sehr genau anschauen und einen wirklich sehr kritischen Blick darauf werfen. Alles was unnatürlich ist, würde ich angehen und möglichst die Umstellung auf Nofollow forcieren. Ein Linkremove würde ich nur bei richtigen Link-schleudern durchziehen.

Ich würde mir sehr genau auch anschauen, wo und in welchem Umfeld die eigenen Links platziert worden sind. Ist jeder Artikel getauscht oder verkauft? Gibt es spezielle Muster die einem auffallen (Anzeige, Advertorial, spezielle Kategorie wo nur verkaufte Links platziert werden, etc.). Weiterhin sollte man auch bei guten Links sich die Ankertexte anschauen und eventuell auch da gegensteuern und weicher und natürlicher verlinken lassen.

Im Grunde geht es darum sein Backlinkprofil wesentlich natürlich zu gestalten, denn da muss es wohl ein paar Leichen im Keller versteckt geben. Das schlimmste was man machen kann ist gar nicht zu reagieren.

Hanns Kronenberg, sistrix.de

Hanns KronenbergDie Auswirkungen des von Matt Cutts groß angekündigten Penguin 2.0 Updates waren erstaunlich gering. Die Domains, die es hart getroffen hat, haben nicht einmal den Versuch unternommen ein natürlich aussehendes Linkprofil aufzubauen. Wer eine Domain mit massenhaft harten Moneykeywords als Linktexte hochgepusht hat, wusste genau, was er da macht, und dürfte nicht ernsthaft überrascht sein, dass ihm das Projekt irgendwann um die Ohren fliegt. Ich denke, die meisten betroffenen Domains haben dieses Risiko bewusst in Kauf genommen.

Von den Opfern des ersten Penguin-Updates haben sich nur wenige Domains einigermaßen erholt. Das wird bei Penguin 2.0 kaum anders sein. Wer langfristig mit einem Projekt erfolgreich sein möchte, muss einfach einen weniger riskanten Linkaufbau betreiben. Das kann man bei der bisherigen Domain durchführen oder gleich ein neues Projekt starten. Interessant wird es, wie empfindlich Google die Filter für zukünftige Penguin-Updates einstellt.

Malte Landwehr, lorm.de

Malte Landwehr1.) Überprüft ob Ihr wirklich unter Penguin 2.0 leidet. Ich habe in einigen Penguin2.0-Verlierer-Listen Domains gesehen, deren Abwärtstrend schon in den Tagen vor dem 22.05.2013 begonnen hat und ebenso welche, die in den Tagen und Wochen vor dem Update einen massiven Anstieg an Sichtbarkeit hatten und wieder aufs Niveau vor dem Anstieg zurückgefallen sind. In beiden Fällen sollten Ihr nicht vorschnell `Penguin 2.0´ schreien.

Insbesondere dürft Ihr euch nicht auf den Sichtbarkeitsindex, bzw. die Ranking-Daten eines einzelnen Anbieters verlassen, der womöglich nur wöchentlich abfragt. Betrachtet (gerade bei kleineren Domains) bei Verdacht auf Penalties immer mehrere Sichtbarkeitindizes. Im Idealfall solltet Ihr zusätzlich noch tagesaktuelle Ranking-Daten haben. Die braucht Ihr natürlich nicht für jedes Keywords aber ein paar Dutzend repräsentative Keywords in Tools wie Dynapso oder Keywordmonitor zu tracken hat noch keinem SEO geschadet.

2.) Wenn es wirkliche Penguin 2.0 ist, baut saubere Links auf und wenn das nicht reicht, unsaubere ab. Unter sauberen Links verstehe ich:

  • Linktext: Brand, URL, Compound
  • Linkquelle: Keine offensichtlichen Linkverkäufer oder Free-for-all-Quellen; einfach mal die Liste des ausgehenden Links (domainweit!) betrachten
  • Linkziel: Nicht irgendwelche Unterseiten verlinken, die seit 2 Jahren nicht mehr geändert wurden und Besuchern keinen Mehrwert bieten! Links gehen entweder auf Evergreen-Content (der auch natürliche Links und Social Signals anzieht) oder auf aktuelle Inhalte (News, QDF).
  • Thematisch Relevanz: So hoch wie möglich. Ich gehe soweit, gezielt News-Artikel zu veröffentlichen um einen Link von einer bestimmten Domain zu bekommen.
  • (No)Follow: Nie drauf achten.
  • Und es sollte natürlich Traffic über den Link kommen.

Nicole Mank, she-seo.net

Nicole MankVor allen Dingen: Ruhe bewahren! Es hilft nicht in Panik zu geraten und alle Links kopflos zu entwerten oder abzubauen. Oftmals ist etwas ganz anderes Schuld, oder es sind natürliche Schwankungen die sich von alleine wieder beruhigen.
Wer der Meinung ist, dass es eine Seite erwischt hat, sollte mal mit folgenden Tools und Artikeln auf Spurensuche gehen:

  • sistrix.de/google-updates
  • barracuda-digital.co.uk/panguin-tool
  • mytrafficdropped.com
  • screamingfrog.co.uk/16-google-penalty-update-filter-visualisations-by-seo-visibility/

Lautet die Diagnose `Penguin´, zieht Euch die Links über die WMTs und schaut Euch das Detox-Tool aus den Linkresearchtools an – das gibt einen groben Überblick, ersetzt aber nicht das Prüfen von einzelnen Links. Da es sich um ein algorithmisches Update handelt, würde ich keinen Reconsideration Request stellen – außer es gäbe eine Warnung für unnatürliche Links. Man sollte schließlich keine schlafenden Löwen wecken. Wenn sich gar nichts mehr tut, hilft oft nur noch der Aufbau einer neuen Domain. Eine wirkliche Erholung von den Updates ist laut einiger Studien eher selten und gerade bei kleineren Projekten lohnt sich die Arbeit selten.

Julian Dziki, seokratie.de

Julian DzikiZunächst einmal sollte man nachsehen, ob die Seite tatsächlich von Penguin betroffen ist oder nicht. Dazu reicht ein intensiver Blick auf die Anchortexte aus. Als erstes würde ich dann die Links entfernen, die sidewide mit Keywords verlinken, außerdem auch alles, was irgendwie nach gekauft oder manipuliert aussieht. Da auch der neue Algorithmus nur bei Seiten greift, die es wirklich stark übertrieben hat, kann es schon sein, dass ein größerer Teil der Links betroffen ist.

In der Regel sollte man aber keine Angst davor haben, `unschuldige´ Links abzubauen, denn auch wenn manche Links vielleicht heutzutage noch zählen, so werden sie es in ein paar Jahren sicher nicht mehr tun. Meine Empfehlung daher: Gleich komplett reinen Tisch machen und notfalls große Verluste in Kauf nehmen. So ist man auch für die Zukunft gewappnet, wenn der Filter später stärker angezogen wird.

Björn Instinsky, anderes-marketing.de

Björn InstinskyOberstes Gebot ist wie so häufig, auch wenn es oft nicht leicht fällt, nicht in Panik und vor allem sinnlosen Aktionismus verfallen. Es werden sicherlich sehr zeitnah eindeutige Muster und vor allem übereinstimmende Kriterien zu erkennen sein, anhand derer viele Seiten im Rahmen von Penguin 2.0 abgestraft wurden. Hier sollte eine genaue Analyse der eigenen Domain erfolgen, welche dieser abstrafungs-würdigen Kriterien die eigene Website erfüllt. Genau diese Kriterien, sollte man dann gezielt angehen und versuchen diese den Google Webmaster Guidelines konform anzupassen.

Vermeiden sollte man auf jeden Fall in kurzer Zeit große Mengen von (gekauften?!) Backlinks wieder abzubauen, da hier für Google recht schnell ersichtlich wird, dass sie mit Ihrer Abstrafung gar nicht so falsch gelegen haben können.

Arthur Mai, project-a.com

Arthur MaiWas ganz klar auf der Hand liegt: Qualität, Qualität, Qualität. Für Betroffene: Nun großen Abstand zu Links mit Keyword im Anchor/Linktext halten.

Ein Tipp: Wie viele bereits mitbekommen haben, hat Home24 kurzfristig begonnen, die ehemalig aufgebauten Links entfernen zulassen. Die Strategie hier ist: der Link oder gleich der ganze Artikel wird gelöscht. Entwickelt sich Home24 in nächster Zeit wieder positiv, haben die Maßnahmen etwas gebracht und ich würde diese Strategie ebenfalls empfehlen. Natürlich ist es ebenfalls sinnvoll, sich von den Links via Disavow Tool zu distanzieren.

Bei größeren Firmen ist es spätestens jetzt Sinnvoll, sich auch mit den anderen Marketingabteilungen zu unterhalten. Schaut ob es Synergien mit anderen Bereichen, wie Affiliate, PR, Kooperationen o.ä. gibt. Ansonsten: mich einfach über irgendeinen Kanal kontaktieren.

Wir bedankten uns bei den Teilnehmer und hoffen, dass auch bei unserer nächsten Umfrage wieder einige von Euch mitmachen werden…

Eure SEO-united.de Blogger
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Kommentare zu Penguin Update 2.0 – Was tun bei Rankingverlusten?:

  1. Alexander sagt:

    Kann das sein, dass Google mit Pinguin-Update sein AdWords-Geschäft etwas ankurbeln möchte und die Webmasters dazu bewegt neue AdWords-Kampagnen zu erstellen bzw. alte zu verlängern?

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