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Schneider, bleib bei deinen Leisten

SEO  |   |  , 11:23 Uhr  |  8 Kommentare

In diesem Beitrag möchte ich mich mal wieder etwas näher an der Basis orientieren und ein wenig Grundlagenwissen erläutern. Aber auch für fortgeschrittene Suchmaschinenoptimierer ist es immer wieder wichtig, sich bestimmte Dinge vor Augen zu führen, und ihre strategische Planung dahingehend auszurichten oder zu optimieren.

Grundsätzlich gibt es zwei kommerzielle Arten von Webseiten, zumindest möchte ich diese Unterscheidung an dieser Stelle machen.

Zum Einen gibt es Webseiten, die ein eigenes Produkt oder eine eigene Dienstleistung vorstellen bzw. vermarkten, was den Fokus oft schon von ganz alleine vorgibt. Auf der Anderen Seite gibt es dann aber auch Webseiten, die lediglich Profil zum Ziel haben. Die Art und Weise ist ermal nebensächlich. Ziel ist es, möglichst viel abzuschöpfen und die Einnahmen im best case laufend zu steigern. Hier wird oft kein eigenes Produkt vermarktet, sondern es werden Einnahmen mit fremden Produkten oder Dienstleistungen gemacht. Beispielsweise über Werbeprogramme wie Google Adsense oder Affiliates.

Diese Gruppe versucht also Traffic zu generieren und diesen möglichst zielgesteuert zu monetarisieren, sprich zu Geld zu machen.

Die Idee, aus Traffic Geld zu machen ist natürlich nicht neu und auch, diesen Traffic über Suchmaschinen zu generieren ist ein alter Hut. Ich will hier sowieso nichts Neues anpreisen, sondern nur zum Nachdenken über diese Strategie anregen.

Soweit so gut. Leider hat die Geschichte oft einen Haken. Am Anfang besinnt man sich oft auf einen – mehr oder wenig eng gefassten – Fokus. Dieser Fokus kann etwa das Thema Auto sein, kann sich aber auch auf Gebrauchtwagen beschränken.

Wenn man es als Webmaster nun geschafft hat, Traffic in diesem Themenbereich zu erzeugen, wird man nach einiger Zeit, insofern man seine Aufgabe erfolgreich erledigt hat, erkennen, dass dieser Themenbereich abgeschöpft ist und die Gier nach anderem Traffic nimmt zu.

Viele verlassen nun den Pfad des Erfolges – einige tun dies auch schon wesentlich früher, weil es an jeglicher strategischer Planung fehlt – indem sie den Fokus verlieren und die Dollars vor den Augenliedern blinzeln.

Man beschränkt sich nun nicht mehr nur noch auf das Thema Auto, sondern auf einmal auch auf dutzende andere. Jetzt sind auf der Seite auf einmal auch Reiserücktrittsversicherungen oder Golfurlaube auf Mallorca zu bekommen, und natürlich können auch ausgefallene und romantische Dinner gebucht werden. Die Jagd auf den Dollar hat begonnen. Vom Webmaster zum Millionär in 30 Tagen…

Doch leider lässt sich der Trust einer Seite nicht immer auf andere Themenbereiche übertragen und die neuen Seiten ranken nicht, im Gegenteil sie stören sogar die Usability und evt. sogar das seriöse Dasein der Webseite.

Es ist also immer wichtig, sich auf einen Fokus zu konzentrieren und diesen immer im Blick zu haben, getreu dem Motto „Schneider bleib bei deinen Leisten“. Natürlich ist es jedem frei – und ich bin der festen Überzeugung, dass dies auch jeder hin und wieder tun sollte – etwas herumzuspielen, doch man sollte sich immer auf sein Kerngeschäft konzentrieren und die Dollarnoten auch mal beiseite schieben…

Constantin

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Kommentare zu Schneider, bleib bei deinen Leisten:

  1. Constantin says:

    Sogesehen hast du natürlich recht. Ich meinte eigentlich, dass die Effekte des Stuck in the middle bei Websiten eher nicht zu beobachten sind. Es tritt eben kein „Stuck“ auf.

    Wenn man es natürlich aufs Thema bezieht, dann kann man das schon feststellen. Entweder einen eng gefassten Fokus oder überhaupt keinen. Das kann natürlich beides sehr erfolgreich sein. Projekte mit einer schwammigen Ausrichtung dürften es dagegen schwer haben.

  2. konSumi says:

    Meinst du jetzt es ist nicht zu beobachten oder es ist eine mögliche Stragie?
    An dieser Stelle habe ich deine Aussage nicht ganz verstanden…

    Allgemein beziehe ich Stuck in the middle bei einer Website eher auf die Wahl des Themas, dass meist umso erfolgreicher ist, desto spezieller es gewählt wurde. Hier stimme ich deinem Artikel zu, dass eine ungenau Positionierung eher schädlich ist.

  3. Constantin says:

    Gerade bei Webseiten ist das Phönomen des Stuck in the middle eher nicht zu beobachten.

    Viele Website erzeugen ausschließlich Serverkosten. Ansonsten werden diese durch die eigene Menpower „finanziert“. In einem solchen Fall ist ein Stuck in the middle durchaus möglich und sogar als Strategie praktikabel.

  4. konSumi says:

    Getreu dem betriebswirtschaftlichen Phänomen des Stuck in the middle und meine Eselsbrücke: stuck in the middle is f*ck in den middle

    Auf Websites bezogen ist jedoch der Generalist eher zu vernachlässigen, da sich wohl eher Nischen durchsetzen…

  5. Frank says:

    Da Du auch professionelle SEOs ansprichst – nur einige wenige „Verzweifelte oder Geldgeile“ versuchen eine Domain auf Biegen & Brechen für diverse Themengebiete zu monetarisieren. Aber evtl. öffnet Dein Artikel denen ja mal die Augen & ermöglicht ihnen einen Blick über den Tellerrand ;-)

    Wer als professioneller SEO die vergangenen Jahre nur ein bißchen weiter geplant hat, hat natürlich mehrere voeinander unabhängige Fokusse (klingt schräg, steht aber so im Duden), bzw. Netzwerke aufgebaut …

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