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SEO 2011 – Google oder Facebook?

SEO  |   |  , 12:30 Uhr  |  20 Kommentare

Um vorhersagen zu können, wie sich die Arbeit eines SEOs in Zukunft verändern wird, bietet es sich an, zunächst einmal die Entwicklung momentaner Schwergewichte des Internets zu betrachten. Nach einer Prognose, wohin sich Facebook, Google und Twitter entwickeln werden, folgt am Ende ein kurzes Fazit, was dieses in Bezug auf SEO bedeuten könnte…

Facebook

Facebook hat durch seine Mitglieder mit Abstand das größte Potential, dem World Wide einen nachhaltigen Stempel aufzudrücken. Sollten die Betreiber ihre Pläne eines internen Market Places durchsetzen, dürfte dieses die gesamte Shopping- und Dienstleistungsbranche auf den Kopf stellen. Der Market Place dürfte sich zu einem Web im Web entwickeln, in welchem Mitglieder die Produkte bzw. Dienstleistungen ihrer Freunde ohne vorherige Anmeldung kaufen bzw. erwerben können. Suchmaschinen werden nicht umher kommen, bei einem Großteil der Suchanfragen immer auch die hierfür relevanten Ergebnisse aus dem Market Place anzuzeigen. Sollte Facebook einer der bekannten Suchmaschinen den Zugang zu diesen Daten verwähren, könnte das deren Untergang bedeuten.

Google

Aufgrund ihrer ungeheuren Infrastruktur, hat Google am ehesten das Potential, den rasant ansteigenden Datenfluss eines immer mobiler werdenden Internets zu koordinieren. Die Taktik, für diese Koordination benötigten Daten über die unterschiedlichsten Dienste zu sammeln, scheint am Ende zu reichen, um dem Nutzer bei seinem alltäglichen Handeln auf seine persönlichen Vorlieben zugeschnittene Informationen darbieten zu können. Google wird sich von einer Suchmaschine hin zu einem Informationslieferanten entwickeln, dessen Auslieferung der Informationen hauptsächlich von regionalen Anbietern gegen Entgeld gekauft bzw. beeinflusst werden kann.

Twitter

Twitter dürfte seinen Zenit bereits überschritten haben. Die Idee der Betreiber, für die Allgemeinheit wichtige Informationen durch einfache Vervielfältigung aus einem Stream unzähliger Meldungen herauszufiltern, funktioniert nicht. Ohne jegliche Aufbereitung dargebotene Echtzeitinformationen der Masse haben keinen wirklichen Mehrwert für den einzelnen Nutzer und werden im Zuge der immer öfter lediglich auf Kommerz bzw. Selbstpromotion ausgerichteten Nutzung des Dienstes noch weiter an Bedeutung verlieren.

Fazit

Der Machtkampf zwischen Google und Facebook wird über die zukünftige Entwicklung des Internets entscheiden. Für die Arbeit als SEO ist die Frage ausschlaggebend, ob der Nutzer auf die Bewertung seines sozialen Umfelds aufbauende Empfehlungen oder auf die persönlichen Bedürfnisse zugeschnittene Informationen einer Maschine als besonders relevant erachten wird.

Entgegen der Ansicht wahrscheinlich vieler unserer Leser bin ich persönlich der Meinung, dass Facebook sich nach einem anfänglichen Hype nicht gegen Google wird durchsetzen können. Bis auf wenige Angebote, wo auch im realen Leben ein direkter Bezug zu anderen Menschen vorhanden ist (Urlaub usw.) ist man als SEO auch in Zukunft gut beraten, seine Angebote nicht auf die Vorlieben einer Community, sondern den Algorithmus einer Suchmaschine auszurichten.

Personalisierte, d.h. auf das bisherige Suchverhalten aufbauende Informationen bzw. regionalisierte, d.h. auf den momentanen Standort ausgerichtete Informationen, werden sich gegenüber Empfehlungen zumeist wahllos gemachte Kontakte im Internet als relevanter erweisen und die überschwänglich in Social Media gemachte Investitionen vieler Unternehmen gegenüber der gezielter Ansprache vor Ort ansässiger Firmen sich früher oder später als falsch erweisen…

Gretus

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Kommentare zu SEO 2011 – Google oder Facebook?:

  1. […] Entscheidend ist nur, was die Kunden wollen. Seo-united.de folgerte mit einem recht prägnanten Fazit […]

  2. Jürgen Keller Website sagt:

    Hallo,

    also für mich stellt sich nicht die Frage ob Google oder Facebook – SEO wird eindeutig beide Bereiche betreffen und das ist gut so. Ein Mix aus herkömmlicher Suchmaschinenoptimierung und aus dem aktiven Betreiben einer Facebook-Unternehmensseite macht unsere Arbeit doch abwechslungsreicher 😉

    Was die Umsätze anbelangt mag das sicher noch so sein, dass es noch sehr überschaubar ist, ich bin mir aber auch ziemlich sicher dass dies sich in den kommenden Jahren auch ändern wird. Ohne Facebookaktivitäten wird SEO m.E. schwerer.

    LG Jürgen

  3. Julian Weber Website sagt:

    Generell mag ich Facebook wegen der Zentralisierung der Daten sowieso nicht. Ich glaub die meisten Kunden bekommt jeder über Google.

  4. SAMONIG Website sagt:

    Vielleicht liegt die Wahrheit auch einfach irgendwo dazwischen und man sollte beides auf dem Radar haben. Social Media eben genauso wie Google´s Algo-basierten Ansatz. So könnte dann das Beste aus beiden Welten genutzt werden.

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