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SEO 2013 – Verlieren Links an Bedeutung?

SEO  |   |  , 10:10 Uhr  |  29 Kommentare

Um Euch ein schnelles Meinungsbild über aktuelle Entwicklungen im Bereich Suchmaschinenoptimierung geben zu können, möchten wir von SEO-united.de zukünftig regelmäßig Experten aus der Branche um ein kurzes Statement zu gerade heiß diskutierten Themen bitten. Die heutige Frage, welche wir ausgewählten Experten im Zuge einer Blitzumfrage gestellt haben, lautet `SEO 2013 – Verlieren Links an Bedeutung?´ Hier einige Statements dazu:

Karl Kratz, karlkratz.de

Karl KratzGrundsätzlich soll ein Link ja eine „Empfehlung“ bzw. eine Referenz sein. Aus dieser Betrachtung heraus würde es grundsätzlich keinen Sinn machen, die absolute Bedeutung von Links abzuschwächen. Nun soll es ja vorgekommen sein, dass der Ursprungsgedanke dieser „Empfehlungen und Referenzen“ etwas überstrapaziert wurde. Aus dem Grund macht es für einen Suchmaschinenbetreiber durchaus Sinn zu differenzieren: Welche Klasse von Links sollen ihre absolute Bedeutung verlieren und welche nicht (Spamlinks vs. authentische, organische Links)?

Relativ betrachtet muss die Bedeutung von Links zwangsläufig abnehmen: Mit der Weiterentwicklung von Suchmaschinen und der Hinzunahme neuer Ranking-Faktoren wird der Einfluss des Signals der Links in der Gesamtbewertung eines Online-Inhalts wohl über kurz oder lang kleiner werden.

Denkbar wäre, dass der Einfluss von Linkklassen zukünftig abhängig von anderen ranking-relevanten Faktoren (Social Signals, Authorship, etc.) gewertet werden könnte. Was in einer Demokratie nicht funktioniert (Uninteressierte/Unqualifizierte dürften dann nicht wählen) könnte für Suchmaschinen gut umgesetzt werden: Ein Link von einem (fachlich) starken Autor wird höher gewichtet als ein Link aus einem Online-Inhalt ohne sichtbaren Autor. Ich freue mich auf jeden Fall auf die Zukunft!

Dominik Wojcik, trustagents.de

Dominik WojcikNö, wobei vielleicht ein bisschen. Aber Spaß beiseite. Grundsätzlich werden Links immer eine gewichtige Rolle im Google-Algo spielen, immerhin basierte der Algo ja Jahre zu überwiegendem Teil aus Links. Klar kommen jetzt verstärkt Usersignale in den Algo mit rein und der Mix der Rankingfaktoren variiert verstärkt.

Dennoch sind Links immer noch einer der stärksten Hebel im SEO und werden das mittelfristig auch bleiben. Aber ich freu mich auch über jeden Wettbewerber der auf Links verzichtet und lieber auf Likes, Shares oder +1´s umsattelt.

Wir sollten aber auch nie vergessen, dass Links auch geklickt werden und diese auch echten Traffic generieren. Also gehören Links zu einem Marketinginstrument für Trafficgenerierung. Auf den passenden Seiten die richtigen Links gesetzt, kann auch dazu führen, dass tausende User die Seiten ansurfen. Links sind für das Web essentiell, ganz egal ob für SEO oder nicht…

Mario Fischer, website-boosting.de

Mario FischerIch gehe davon aus, dass sich die Anzahl der von Google überhaupt gewerteten Links weiter abschwächt. Insofern wird die ZAHL der Links zurückgehen, die positiv auf das Ranking einzahlen. Ein Link selbst wird sehr wahrscheinlich nicht an Bedeutung verlieren, die Auswertung seiner „Signale“ wird nur anspruchsvoller. Es wird schwieriger werden, Google künstlich erzeugte Links unterzuschieben. Ein „echter“ (soll ich sagen „erhlicher“?) Link, der wegen gutem Content kommt, ist nach wie vor eine hervorragende Referenz für die linkempfangende Seite. Mir fällt kein Grund ein, warum sich das ändern sollte.

Links werden möglicherweise sogar aus anderen Gründen drastisch an Bedeutung dazu gewinnen – aber anders, als sich das manche wünschen. Man kann am Linkprofil recht gut sehen, ob und wie unnatürlicher Linkaufbau für eine Domain betrieben wurde. Bisher war Google hier glaube ich noch vergleichsweise tolerant und hat solche Links einfach nur nicht gewertet. Ich gehe davon aus, dass zukünftig schlechte Links auch mehr Minuspunkte und damit Stück um Stück eine Entwertung positiver Signale bringen werden. Insofern werden Links in Summe gesehen dann doch wieder ein Stück wichtiger, weil das Profil möglichst sauber sein sollte.

Den aktuellen Hype um Social Media bezgl. des Einflusses auf das Ranking kann ich derzeit noch nicht so richtig nachvollziehen. Ich glaube, G+ liefert noch zu wenig Daten, um hier großflächig das Ranking zu beeinflussen. Wobei einzelne Pushbewegungen durchaus begründet vermutet werden dürfen. Aber eben noch nicht auf breiter Front. Das kann sich aber schnell ändern und wird zukünftig sicherlich mehr Gewicht bekommen. Der direkte Einfluss von Facebook-Aktivitäten (Shares, Likes, Links) wird meiner Ansicht nach ganz extrem (!) überschätzt.

Julian Dziki, seokratie.de

Julian DzikiLinks haben nicht an Bedeutung verloren. Vielmehr gibt es nun auch viele andere Faktoren, die wichtig geworden sind: Userverhalten, Design und Qualität der Inhalte sind viel wichtigere Signale als noch vor zwei oder drei Jahren.

Früher konnte man mit schlechten Webseiten gute Positionen erreichen, solange man nur gute Links hatte. Heute ist es eher umgekehrt: Mit wenigen Links, aber sehr gutem Content kommt man sehr schnell nach oben. Was aber nicht bedeutet, dass man nur mit Content SEO betreiben sollte! Heute braucht man eben Links und gute Inhalte zugleich, sonst wird das nichts mit dem Ranking. Bei den Links ist das so eine Sache: Billige SEO-Links (Artikelverzeichnisse & Co., sowie Linkkauf und „SEO-Inzest“) haben massiv an Bedeutung verloren. Gute Links von echten Webseiten haben hingegen enorm dazugewonnen. Bloß, weil viele zu faul sind, den Aufwand zu betreiben an gute Links heranzukommen, heißt das nicht gleich, dass Linkbuilding generell nicht mehr funktioniert.

Also nein, Links verlieren nicht an Bedeutung. Nur gibt es eben jetzt zusätzlich mehr (Onpage-) Qualitätsfaktoren, die in Zukunft ebenso unabdingbar sein werden wie Linkbuilding.

Robert Hartl, netprofit.de

Robert HartlJein, die Masse an Links verliert sicherlich an (positiver) Wirkung. Das betrifft vor allem die einfach erhältlichen Links aus Katalogen, Kommentaren, Verzeichnissen usw. Dadurch leidet auch etwas die Berechenbarkeit und Umsetzbarkeit für kleine Münze, was Google und deren Aktionären via Verschiebung zu AdWords ja wiederum in die Karten spielt. Die Zunahme der Updatefrequenz einschließlich deren Publizität unterstützen diese These.

Allein dadurch gewinnen andere Faktoren rein logisch natürlich an Einfluss. So ist es daher möglich mit etwas Aufwand praktisch ohne Links einigermaßen bis ordentlich zu ranken. Dazu rechne ich etwa auch Short-Clicks, Brand-Suchen, ausgefeiltes Onpage generell.

Sobald die Mitbewerberdichte aber deutlich zunimmt, sind „gute“ Links nach wie vor die Voraussetzung. Gut bedeutet für mich: Quellen mit Trust, Inhalt themenrelevant im weitesten Sinne und Link im Textfluss, etc.

Malte Landwehr, lorm.de

Malte LandwehrJa, Links werden empfindlich an Bedeutung verlieren. Das heißt aber nicht, dass sie wertlos werden! Der Rankingfaktor der Zukunft ist Nutzerverhalten.

Das heißt ich muss dafür sorgen, dass ich viele zufriedene Besucher habe. Welche Signale Google dafür messen kann, darf sich jeder selbst überlegen. In den Raum werfe ich mal Besuche, einzigartige Besucher, Seitenaufrufe pro Besuch, Besuche pro Besucher, Engagement (Kommentieren, Sharen), Verweildauer und Return-to-SERP-Rate.

So, und wo bekomme ich meine Besucher her um diese Signale zu erzeugen, wenn nicht über die Google Suche? Genau, über Links! Die Frage, die über den Wert eines Links entscheidet, wird also in Zukunft lauten: Wie viel (passenden) Traffic liefert mir ein Link?

Andre Alpar, akm3.com

Andre AlparAktuell hat Google noch wenig Alternativen zu Links, daher kann die Bedeutung nicht abnehmen. An die Daten von Facebook kommen sie nicht um nicht nur Mengen sondern auch Qualität von Likes bewerten zu können und G+ ist einfach noch zu selten genutzt.

Erst wenn G+ populär und repräsentativ wird kann das ein guter ergänzender und vielleicht auch teilweise ersetzender Rankingfaktor sein.

Björn Tantau, testroom.de

Björn TantauAus meiner Sicht stellt sich nicht direkt die Frage, ob Links generell an Bedeutung verlieren. Der Algorithmus von Google ist im Kern weiterhin auf qualitativ hochwertige Links angewiesen. Spannender ist meiner Meinung nach die Frage, welche Faktoren künftig zusätzlich von Google als wichtiger erachtet und mehr gewertet werden. Und in diesem Zusammenhang werden Dinge wie AuthorRank und BrandRank in Verbindung mit Google+ und „Compelling Content“ definitv sehr viel wichtiger. Google will wissen, welche Autoren, Marken und Brands für die besten Inhalte im Web verantwortlich sind. Solche Inhalte bekommen erfahrungsgemäß auf natürlichem Wege viele Links – gleiches gilt für Social Signals.

Wer also seine Leser begeistert, nützliche Infos bietet und Inhalte veröffentlicht, die einen direkten Nutzen haben, der wird auch in Zukunft auf der Gewinnerseite stehen. Hochwertige Links werden gemeinsam unter anderem mit den von mir genannten Faktoren auch künftig eine sehr große Rolle spielen. Insofern lässt sich darauf nicht verzichten, ganz im Gegenteil. Ausgewogener und aus Sicht des Marketings sinnvoller Linkaufbau wird uns auch in den kommenden Jahren täglich begleiten.

Stephan Czysch, trustagents.de

Stephan CzyschDen (möglichen) SEO-Effekt von Links in den Vordergrund zu stellen, ist meiner Meinung nach der verkehrte Ansatz. Es sollte das Ziel sein, über Verlinkungen für die eigene Zielgruppe sichtbar zu werden. Den SEO-Effekt nehme ich natürlich dankend mit, aber primär sollte es um eine Reichweitenerhöhung und Zielgruppen-wahrnehmung gehen, nicht um den Link. Der Link ist nur Mittel zum Zweck.

Ich würde es begrüßen, wenn Google weitere Linknetzwerke enttarnen sowie entwerten würde und relevante Verlinkungen entsprechend einen höheren Einfluss erhalten. Die Gewichtung der einzelnen Faktoren im Algorithmus wird sich immer verschieben, für mich bleiben Links in der näheren Zukunft weiterhin das Salz in der Suppe. Google muss und wird besser darin werden, „gute“ von „schlechten“ Links zu trennen. Wenn sie das erreichen, dann läuft doch alles in die richtige Richtung.

Nicolai Kuban, linkbird.de

Nicolai KubanNein, nach wie vor sind Links ein entscheidender Teil der Suchmaschinen-Algorithmen, um die Relevanz einer Webseite zu bewerten – das ist ein harter Fakt. Was allerdings an Bedeutung verlieren wird (bzw. bereits verloren hat) sind minder-wertige Links oder auch die Ankertexte der Verlinkungen; Google braucht aus einem Linktext heraus nicht das Thema einer Webseite auslesen, das ist auch ganz anders möglich.

Ich denke nicht Links verlieren an Bedeutung, sondern das Tricksen, um Links zu generieren. Ich bin der Meinung es wird sich mehr in Richtung Ehrlichkeit entwickeln: Ehrlichen, guten Content, eine geplante Content Marketing Strategie und dann die Erzielung ehrlich gesetzter Links. Trotzdem kann und wird nachgeholfen werden – es ist ja völlig legitim seine Messages und Contents zu seeden. Auch werden aber Persönlichkeiten bzw. Autoritäten immer mehr an Relevanz für die Erreichung guter Rankings gewinnen.

Ich denke der entscheidende Punkt, um Links die Bedeutung zu nehmen, ist: Es müsste zunächst mal ein neuer Hauptrankingfaktor gefunden werden, der Links in ihrer gesamten Masse und in jedem Bereich ersetzt, NICHT ergänzt. Was soll das aktuell sein? Social Signals?

Oliver Hauser, suchmaschinenoptimierung.at

Oliver HauserSeit Google mit dem zentralen Rankingfaktor „Empfehlungen“ erschaffen wurde, waren Links das wichtigste Kriterium. Das hat sich im Prinzip seit 1998 nicht verändert und wird noch sehr lange so bleiben. Zumindest so lange, bis Google es schafft, einen gleichwertigen Rankingfaktor aus dem Hut zu zaubern. Und das kann noch sehr lange dauern, da die letzten Versuche alle in die Hose gingen.

Was sich aber laufend bei den Links ändert, ist die Art und Weise, wie Google diese wertet. Was früher gut funktioniert hat, ist heute schädlicher Spam und kann eine Website abstürzen lassen. Für mich müsste die Frage also eher heißen: Welche Links werden in den nächsten Jahren noch einen positiven Einfluss haben und wie viel mehr werden sie mich kosten? Und da wird die Latte immer höher gelegt.

Eric Kubitz, seo-book.de

Eric KubitzNa klar verlieren Links ihre Bedeutung – und werden logischerweise wichtiger. Google MUSS von der „Link-Ökonomie“ los kommen, die sich um den Backlink-Aufbau entwickelt hat. Mal ganz ehrlich: Welchem Link kann man denn noch vertrauen? Genau: Kaum mehr einen. Und warum sollte Google dann weiterhin Links also wichtigsten Kriterium behalten?

Wir schreiben das Jahr 2013 und da gibt es viele andere Faktoren: Userverhalten, Social Signals, Traffic und komplexe Zusammenhänge zwischen verschiedenen Fak-toren.

Das kann Google mittlerweile besser berechnen und deshalb auch stärken. Und trotzdem: Links bleiben richtig wichtig. Denn die Suchmaschine kann unnatürlichen Linkaufbau endlich besser entdecken – und bestrafen. Außerdem gibt es ja immer noch einige Links, denen vertraut werden kann. Und die bekommen natürlich immer mehr Gewicht.

Hanns Kronenberg, sistrix.de

Hanns KronenbergLinks sind sicherlich immer noch der stärkste Rankingfaktor. Allerdings berück-sichtigt Google in den letzen Jahren immer mehr weitere Signale wie das Nutzerverhalten als zusätzlichen Qualitätsfilter. Wenn ein Treffer zu selten geklickt wird, oder die Nutzer mit dem Treffer nicht zufrieden waren, dann hält sich auch eine stark verlinkte Seite nicht lange in den Top 10. Das funktioniert höchstens noch im Longtail, wenn Google zu einem Keyword nicht genug Nutzerdaten hat.

Zudem deckt Google immer mehr Linknetzwerke auf und entwertet diese Links. Echte Links sind aber nach wie vor unverzichtbar. Wer gute Inhalte aufbaut schlägt mindestens zwei Fliegen mit einer Klappe. Gute Inhalte werden erstens häufiger verlinkt und zweitens bestehen die Treffer den Qualitätstest in Form von Nutzersignalen, so dass sie in den Top 10 überleben. Langfristig unterstützen sie auch den Markenaufbau und steigern das Suchvolumen der Brand Searches, ein weiteres wichtiges Signal.

Beim Thema Links sollte man zudem die internen Links nicht vergessen. Auch interne Links vererben Linkjuice und sind geeignet, die Relevanz einer URL für ein Keyword zu unterstreichen. Hundert interne Links mit dem passenden Keyword als Anchortext haben da eine wesentlich größere Wirkung als nur ein interner Link auf eine Unterseite.

Wir bedankten uns bei den Teilnehmer und hoffen, dass auch bei unserer nächsten Umfrage wieder einige von Euch mitmachen werden…

Eure SEO-united.de Blogger
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Kommentare zu SEO 2013 – Verlieren Links an Bedeutung?:

  1. Kris Website sagt:

    Backlinks hatten früher eine höhere Bedeutung, sind jedoch heute immer noch wichtig und werden in der Zukunft weiterhin eine Rolle spielen.

  2. Bernhard Website sagt:

    Der gute Mix aus ‚Social signals‘ (Twitter, Facebook und Konsorten) und echten Links von gewichtigen Webseiten und Blogs macht´s aus. Vor Jahren reichte es, mit ein paar anderen Seiten sog. Links-Exchanges zu organisieren ….. Heute sollte bei aktiver Linkaquise sehr sorgfältig vorgegangen werden, Google hat viele Analysemöglichkeiten und unnatürliche Links können einen negativen Einfluss haben oder werden sicher ignoriert (da sind sich die Experten nicht ganz einig). Einige Gastbeiträge in themenrelevanten Blogs sind immer gut!

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