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SEO Praktiken schwarzer Schafe

SEO  |   |  , 19:01 Uhr  |  15 Kommentare

Genau wie in jedem Gewerbe, gibt es auch unter den Anbietern im Bereich SEO schwarze Schafe. Die im Folgenden aufgelisteten Methoden sind lediglich einige Beispiele aus deren Geschäftspraktiken und können nicht auf alle SEO Agenturen bzw. die gesamte Branche übertragen werden…

Anzumerken ist, dass man als nicht mit dem Thema SEO vertrauter Kunde kaum eine Chance hat, einige der folgenden Praktiken rechtzeitig zu erkennen. Man kann wirklich nur jedem Webseitenbetreiber empfehlen, sich zumindest ansatzweise mit dem Thema Suchmaschinenoptimierung vertraut zu machen und jeden Anbieter genau unter die Lupe zu nehmen.

Kundengenerierung

Panikmache: Um neue Kunden zu generieren, greifen Anbieter teilweise auf Methoden an der Grenze der Legalität zurück. So werden Seitenbetreiber z.B. mit bevorstehenden Sanktionen seitens bekannter Suchmaschinen in Angst versetzt oder mit Hilfe völlig unrealistischen Versprechungen bezüglich zukünftiger Einnahmen geködert.

Referenzen: Anstatt teilanonymisierte Daten auszugeben, verweisen viele SEO Agenturen bei der Frage nach Referenzen nicht selten auf die Schweigepflicht. Hin und wieder kommt es sogar vor, dass Referenzen gezielt gefälscht bzw. manipuliert werden.

Täuschung: Um Neukunden zu gewinnen bzw. sich vertraglich abzusichern, täuschen einige Anbieter ihre Kunden mit gefälschten und in Wahrheit völlig nichtssagenden Aussagen bzw. Zahlen. Sehr oft wird z.B. die Anzahl der Treffer unter einem bestimmten Suchbegriff als Argument für dessen Schweregrad herangezogen.

Vertrag

Vertragsdauer: Einige Anbieter bieten verlängerte Vertragszeiten zu verbesserten Konditionen an. Insbesondere wenn die jeweilige Agentur nicht die entsprechende Leistung bringt, ist der Kunde weiterhin an den Vertrag gebunden und zur Zahlung verpflichtet.

Leistungsumfang: Die für einen identischen Preis tatsächlich erbrachten Leistungen variieren immens. Während sich z.B. einige SEO Agenturen wirklich um einen individuellen Linkaufbau bemühen, durchlaufen Kundenseiten bei einigen Anbietern nicht selten längst veralteten Linkbuildingroutinen.

Leistungsdauer: Es kommt vor, dass Agenturen Kundenseiten insbesondere am Anfang sowie zu Kündigungsfristen der Vertragslaufzeit forciert optimieren. Letzteres soll nur bewirken, dass der Kunde den Vertrag verlängert, entsprechende SEO Maßnahmen werden hin und wieder sogar anschließend wieder rückgängig gemacht.

Leistungsqualität: Um Kosten zu sparen bzw. auf dem Markt konkurrieren zu können, bedienen sich einige Agenturen zum Teil bewusst, zum Teil aufgrund mangelndem Know-hows, illegaler bzw. nicht richtlinienkonformer Techniken. Beispiele sind minderwertige Links aus dem Ausland oder bekannten Linkhandelsplattformen.

Kosten

Vergütungsart: Eine einheitliche Art der Vergütung gibt es im Bereich Suchmaschinenoptimierung nicht. Wohingegen kleinere Webseiten nicht selten mit einer monatlichen Pauschale vertraglich gebunden werden, versuchen einige Anbieter sich insbesondere bei lukrativ erscheinenden Projekten überproportional am Umsatz zu beteiligen.

Preisdumping: Um mit den Preisen der Konkurrenz standhalten zu können, unterbieten sich immer öfter auch SEO Dienstleister mit ihren Angeboten. Das Resultat sind nicht selten Angebote, unter denen eine nachhaltig sichere bzw. regelkonforme Optimierung kaum mehr möglich.

Preisblendung: Nach dem Motto, was gut ist muss auch teuer sein, gibt es Anbieter, welche ihre Dienstleistungen im Vergleich zur tatsächlich getätigten Leistung bzw. den damit verbundenen Kosten zu völlig überhöhten Preisen anbieten und ihren Kunden eine Seriosität  vortäuschen, welche man im Bereich SEO niemals wird einheilten können.

Gretus

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Kommentare zu SEO Praktiken schwarzer Schafe:

  1. nordmarketing ag Website sagt:

    Wie auch immer. Man sollte als SEO-Agentur aber auch die Gegenseite im Auge behalten. Denn auch bei den Kunden gibt es ganz gewaltige Schlitzohren !!!

    Gerade bei längerfristigen Verträgen kommt es doch schon mal vor, dass Kunden auf einmal da raus wollen, z.B. weil diese gerade einen Praktikanten bekommen haben, der sagt, dass er davon ganz viel Ahnung hat. Jetzt wird der SEO schlecht gemacht, von wegen keine Leistung und so und man versucht solch einen Vetrag einseitig zu kündigen.

    Ich wollte nur mal diese Seite aufzeigen.

  2. Ortwin Oberhauser Website sagt:

    Guter Artikel!

    Hin und wieder sind auf den Websites diverser SEO-Agenturen deren Mitarbeiter aufgelistet, meist lesen wir dort dann Berufbezeichnungen wie:

    Managing Director
    Executive Chairman
    Associate Director
    Non-executive Director
    Chief Executive Officer
    Chief Operating Officer
    International Sales & Marketing Director
    Head of Account Management
    Strategic Consultant
    International Affiliates Strategist
    Head of Human Resources
    etc.

    Eher selten finden wir auf solchen Listen:

    SEO Manager
    Suchmaschinen Optimierer
    Linkbuilder
    etc.

    Entweder bei vielen größeren Agenturen werden keine SEO Mitarbeiter benötigt weil die Dienstleistungen ausgelagert werden oder diese Mitarbeiter werden nicht als wichtig genug angesehen als das diese auf der Webpage namentlich aufgeführt werden müssen oder aber die Mitarbeiter welche in diesen Agenturen tatsächlich SEO Aufgaben wahrnehmen sind billige möglicherweise geringfügig beschäftigte Hilfskräfte, welche auf den Websites nicht präsentiert werden sollen.

    Wie auch immer ich würde keine Agentur mit SEO Aufgaben betrauen, die mir nicht genau sagen will oder kann, wer hier tatsächlich für mich arbeiten wird.

    Grüße aus Bregenz am Bodensee
    Ortwin Oberhauser
    SEO Manager Vorarlberger Medienhaus

  3. Viktor sagt:

    Ja SEO ist nicht so eine Sache das man in 1-2 Monate sagen kann, hier sind die Ergebnisse die man pflücken könnte, aber so ist es eben.

  4. Jens sagt:

    Hi Gretus,

    ich finde Deinen Ansatz ritterlich und lobenswert und bin sicher, dass er vielen helfen wird.

    Ich betrachte das „Problem“ welches als solches bildhafterweise als „schwarze Schafe“ instrumentalisiert wird, als eine natürliche Marktentwicklung – die in allen Bereichen der Wirtschaft gegeben ist.

    Fragen wir uns doch, welche Faktoren wirken im Moment auf den Markt. Das Verständnis im Bereich SEO ist beim Median der Masse als rudimentär zu bezeichnen. Ebenso die Bereitschaft für Fachleute in diesem Bereich ein leistungsorientiertes Budget zu stellen. Die Preise varieren sehr stark und Leistungen sind selbst bei Transparenz für einen Kunden – oft nur schwer zu verstehen.

    Diese Grundlagen in Verbindung mit den Medien kommunizieren ein Bild eines Marktes, der wie in den Jahren 1999 / 2000 Goldgräberstimmung weckt. Die Medien transportieren Bilder von „Internet Millionären“, „erfolgreichen Unternehmern“ und tausende von Möglichkeiten für Newcomer.

    Einige der „Profis“ der Szene, inszinieren sich wie Superhelden und Hollywoodstars, vermitteln anderen die Illusion – das man mit einfachen Mitteln zu Macht, Reichtum un Erfolg kommt. Ein peinliches Auftreten, leichte Mädchen, Bilder mit Prominenten gehören zum guten Ton. Dies alles erinnert sehr stark an Kim Schmitz – dem selbsternannten Superhacker (der im Core der Szene) für viele Lacher gesorgt hat.

    Ist es nicht ein logischer Schritt, dass schwarze Schafe nachfolgen – die hier das schnelle Geld sehen? Professionelles SEO steckt in Deutschland noch in den Kinderschuhen.

    So long!

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