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SEO-Tricks für Webshop-Betreiber

SEO  |   |  , 23:10 Uhr  |  6 Kommentare

WebshopDer Artikel `What can e-commerce can learn from supermarket psychology?´ auf econsultancy.com versucht zu beschreiben, wie sich Supermarkt-Psychologie möglicher-weise auch auf den Handel im Internet übertragen lässt. Da ich das Thema äußert spannend finde, habe mich den ganzen Abend mit Verkaufstricks beschäftigt und im Folgenden versucht, die Tricks der Verkäufer in Supermärkten auf die Betreiber von Webshops zu übertragen…

70 Prozent aller Kaufentscheidungen im Supermarkt fallen völlig spontan.

Die Startseite eines Webshops sollte ein möglichst breites Spektrum an Produkten enthalten.

Direkt hinter der Eingangstür soll der Kunde erst einmal innehalten, die ersten Waren sollten erst 1-2 Meter hinter der Tür kommen.

Die Seiten erster Ebene eines Webshops sollten übersichtlich und klar strukturiert werden.

Im ersten Drittel eines Regals sollten möglichst viele unterschiedliche Produkte stehen. Das zwingt den Käufer zum langsameren Gehen.

Im ersten Drittel der durchschnittlichen Klickstrecken eines Webshops kann man viele Produkte bewerben.

Nach einem Drittel des Regals kommt der Kunde zum Stehen. Hier sollten diejenigen Waren stehen, die am ehesten verkauft werden sollen.

Nach einem Drittel der durchschnittlichen Klickstrecken eines Webshops sollten besonders lukrative Produkte beworben werden.

Produkte, die Kunden regelmäßig gebrauchen, sollten sich ganz oben im Regal befinden.

Die Klickstrecken von Produkten die ohnehin gekauft werden, können überdurchschnittlich lang sein.

Artikel, die von vielen Kunden gemeinsam gekauft wurden, sollten nebeneinander präsentiert werden.

Produkte eines Webshops sollten mit anderen häufig zusammen gekauften Produkten kombiniert werden.

An mit einem Gesicht auf der Verpackung beworbene Produkte kann sich der Kunde besser erinnern als mit einem Logo beworbene Produkte.

Produkte mit einem Gesicht auf der Verpackung sollten möglichst geschickt mit anderen Produkten kombiniert werden.

Produkte, die mit erotischen Abbildungen beworben werden, werden häufiger von Männern gekauft.

Männerspezifische Produkte eines Webshops sollten mit Produkten mit Gesichtern hübscher Frauen kombiniert werden.

Frauen lassen sich durch die Möglichkeit, Produkte berühren zu können in ihrem Kaufverhalten positiv beeinflussen.

Frauenspezifische Produkte eines Webshops sollten übersichtlich bebildert sein.

Frauen mit Frauen zusammen kaufen doppelt so lange ein wie Frauen mit Männern zusammen.

Die Einstiegszeiten von Webshops für Frauen sollten so gestaltet sein, dass Männer schnell die Lust verlieren mitzusufen.

Frauen kaufen ein Produkt seltener, wenn sie beim Betrachten von hinten berührt werden.

Unmittelbar vor der Kaufentscheidung sollten insbesondere Frauen nicht durch zusätzliche Produkte abgelenkt werden.

Am besten kauft es sich bei 19 Grad Celsius ein. Ist es zu warm, werden die Kunden träge, ist es zu kühl, verlassen sie zu schnell den Supermarkt.

Die technische Erreichbarkeit eines Webshops (Server usw.) sollte an den Stoßzeiten im Internet ausgerichtet werden.

Bei Waren, die der Marktbetreiber am ehesten verkaufen möchte, wird der Einkaufswagen durch einen flauschigen Teppich abgebremst.

Auf bestimmten Produktseiten kann der Kunde durch technische Hürden (Navigation usw.) zum längen Verbleiben gezwungen werden.

Kunden ziehen linksdrehende Supermärkte den rechtsdrehenden Märkten vor.

Die Navigation eines Webshops sollte sich hauptsächlich auf der linken Seite befinden

Hoch getürmte Stapel, Großpackungen signalisieren, ein Produkt sei billig auch wenn es gar nicht stimmt.

Durch eine hohe Anzahl noch verfügbarer Artikel kann man allgemeines Kaufinteresse vortäuschen.

Paletten und Schilder mit der Aufschrift `Nur heute im Angebot´ suggerieren, dass die Ware schnell vergriffen sein könnte.

Durch eine geringe Anzahl noch verfügbarer Artikel kann man einen gezielten Kaufimpuls auslösen.

Angeblich günstige Produkte sollten sich an der Stirnseite des Regals befinden, da der Kunde die Preise so nicht vergleichen kann.

Angeblich günstige Produkte eines Webshops sollten nicht mit anderen Produkten zusammen dargestellt werden.

Kombiniert man günstige mit teuren Produkten, werden von den teuren mehr gekauft als wenn diese alleine präsentiert würden.

Günstige Produkte eines Webshops sollten vernehmlich mit eher teuren Produkten dargestellt werden.

Wenn ein günstiges, ein teures und ein extrem teures Produkt nebeneinander präsentiert werden, neigt der Kunde dazu das teure Produkt in der Mitte zu kaufen.

Mittelpreisige Produkte eines Webshops sollten stets mit günstigeren und teureren Produkten zusammen dargestellt werden.

Eine zu große Auswahl an Produkten hat einen eher lähmenden Effekt auf das Kaufverhalten der Kunden.

Einzelne Produkte sollten mit weniger als zehn anderen Produkten zusammen dargestellt werden.

Rot und Gelb suggerieren Sonderangebote, unabhängig davon, was wirklich auf dem Verkaufschild geschrieben steht.

Sonderangebote eines Webshops sollten mit roten und gelben Grafiken beworben werden.

Produkte, die auf Augen- und Griffhöhe stehen, werden nachweislich am meisten gekauft.

Die Hauptprodukte eines Webshops sollten stets im sichtbaren Bereich des Browsers dargestellt werden.

An der Kasse sollten Impulswaren, also Artikel, die man nicht zwingend braucht aber spontan noch kauft, präsentiert werden.

Im Warenkorb eines Webshops sollte man auf allgemein sehr oft gekaufte Produkte hinweisen

Kunden mit großen Einkaufswägen kaufen mehr, da einzelne Produkte darin so verloren aussehen.

Der im Warenkorb eines Webshops gelisteten Produkte sollten möglicht klein dargestellt werden.

Natürlich kann man nicht jeden der in herkömmlichen Supermärkten angewandten Verkaufstricks eins zu eins auf Webshops übertragen, ich persönlich finde es dennoch erstaunlich, welche zumindest theoretischen Parallelen sich hier ziehen lassen :-D

Gretus

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