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Studie zur Wirkung von Textoptimierungen nach WDF*IDF

SEO  |   |  , 10:45 Uhr  |  16 Kommentare

SEO SceneDa es mittlerweile doch eher selten vorkommt, dass SEOs wirklich auch einmal testen, was bestimmte Veränderungen einer Webseite für Rankingverbesserungen mit sich bringen, möchten wir Euch hier-mit kurz auf den kürzlich erst von +Frank Doerr auf seo-scene.de veröffentlichten Artikel „Ranking-Studie mit Textoptimierung nach wdf*idf“ hinweisen…

Frank stellt in seinem Artikel die Ergebnisse einer Studie von einem seiner Mitarbeiter zum Thema „Suchmaschinenoptimierung mit der Termgewichtungsformel w = WDF*p*IDF“ vor und zeigt auf, dass sich über eine Textoptimierung nach WDF*p*IDF zwar durchaus auch Verbesserungen des Rankings einer Webseite erzielen lassen, diese aber nicht so gravierend ausfallen, dass man WDF*IDF in irgendeiner Form als neue Zauberformel für SEO im Allgemeinen bezeichnen könnte.

Um einmal zu testen, wie sich die Optimierung eines Textes nach WDF*p*IDF auswirkt, hat Franks Mitarbeiter die Startseitentexte von sechs Exact Match Domains (?) nach WDF*p*IDF optimiert und nach zwei Monaten geschaut, wie sich die Rankings der Seiten unter dem Hauptkeyword der Domain verbessert haben. Hier zunächst die Eigenschaften der untersuchten Domains:

  • Exact Match Domains (EMD)
  • Seit mehreren Jahren online
  • Kleinere Projekte mit einer Startseite und wenigen Unterseiten
  • Niedrige Domainpop, nur schwache Backlinks
  • Seit vielen Monaten keinerlei Veränderungen mehr am Text der Startseite
  • Keine sonstigen Maßnahmen (Linkaufbau, Social Media etc.) während des Testzeitraums und auch nicht in den Monaten zuvor
  • Haupt-Keyword jeweils passend zur EMD
  • Optimierung der Startseite auf das jeweilige Keyword (bestehend aus ein oder zwei Worten)

Wie an den nachfolgenden Ergebnissen der Studie zu erkennen, führt die Optimierung eines Textes nach WDF*IDF nicht selten auch dazu, dass Texte dadurch länger ausfallen. Ob es sich bei den (künstlich) verlängerten Texten um eine Verwässerung des eigentlichen Themas der jeweiligen Webseite handelt oder um eine tatsächlich einen Sinn machende Erweiterung, lässt sich nur schwer sagen, da es einfach auch so sein könnte, dass alleine nur die Länge eines Textes einen größeren Einfluss auf das Ranking bei Google hat als eine Analyse nach z.B. WDF*p*IDF:

Ergebnisse einer Studie zum Thema WDF*p*IDF

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Textoptimierungen nach WDF*IDF zwar womöglich z.B. für Landingpages einen Sinn machen, man als Webseitenbetreiber aber nicht dazu übergehen sollte, WDF*IDF so zu begreifen, dass sich damit auf jeden Fall eine Rankingverbesserung erzielen lässt.

Geht man davon aus, dass Suchmaschinen wie Google mittlerweile Webseiten auch manuell bewerten und somit insbesondere die vorderen Plätze in den Suchergebnissen dort nicht mehr nur das Ergebnis eines mathematischen Algorithmus darstellen, sondern einen bunten Mix aus algorithmisch ausgewählten und manuell geflaggten Webseiten, stellt sich in Bezug auf WDF*IDF nach wie vor die Frage, ob man mit derartigen Optimierungsmaßnahmen tatsächlich das Optimum eines Textes zu einem ganz bestimmten Thema erzielt oder doch nicht nur das Mittelmaß?

Wer grundsätzlich einmal wissen möchte, wie eine Optimierung eines Textes nach WDF*IDF so funktioniert, dem bietet z.B. das SEO Tool Onpage.org * die Möglichkeit, dieses einmal live zu testen. Allgemein muss man sagen, sollte man lieber die Finger davon lassen, einen Text unter Zuhilfenahme irgendwelcher Tools zu verfassen und keineswegs dazu übergehen, das kreative Wortschöpfen von Text als einen Abgleich mit bereits existierenden Texten oder gar nur ein Herumgerechne mit irgendwelchen Textschnipseln zu verstehen.

Weiterführende Informationen

Eure SEO-united.de Blogger

* = Affiliate-Link (?)

Sie befinden sind hier: Studie zur Wirkung von Textoptimierungen nach WDF*IDF

Kommentare zu Studie zur Wirkung von Textoptimierungen nach WDF*IDF:

  1. Alexander says:

    Ich habe die Erfahrung gemacht, dass WDFIDF keine Zauberei ist. Ich betrachte es eher als die Sahne auf einem schönen Stück Kuchen. Nach WDFIDF optimierte Texte sind zwar schön, werden ohne den richtigen, „geilen“ Inhalt jedoch am Ziel der Unternehmung vorbeischlittern.

    Für uns geht es nach wie vor darum, die besten Inhalte in unserem Fachbereich zu produzieren und damit die Zielgruppe zu überzeugen. Unser Traffic kommt nicht von Google, sondern von anderen Webseiten, die unsere Thematiken aufgearbeitet haben.

  2. Flinke says:

    Natürlich gehören auch andere Faktoren dazu, nur welche Faktoren sind die am meisten beeinflussen? Backlinks, Content? Würde mich echt mal interessieren was ihr darüber denkt.

  3. Jasmin says:

    Vielen Dank für die intensive Analyse. Da ich selbst wdf+idf nur schon mal gehört habe, reicht mir die Aussage, dass es nicht viel bringt. Solche Tests sind immer sehr interessant und gut finde ich auch, dass man die Ergebnisse mit anderen Leuten teilt.

  4. michael says:

    Sehr interessant und kann ich nur bestätigen. Ich habe es über einen längeren Zeitraum getestet und kann sagen, dass die Rankingveränderungen nur minimal sind. Vielleicht bringt es bei sehr starken Domains etwas.

    Sagt mal eurem Texter, der soll was nach wdf+idf schreiben … da kannste froh sein, wenn du von ihm keine gescheuert bekommst ;-) Mal im Ernst, es ist immer noch besser, wenn man die Texte nur für Leser schreibt. Einfach mal das Hirn anstrengen und überlegen, was der Mehrwert für den Leser sein könnte. Man muss sich doch nur immer die Frage stellen „Hat der Text meinem Leser nun wirklich weitergeholfen?“. Wenn man das mit einem „Ja“ beantworten kann, dann passt es doch ideal.

    Es gibt viel bessere und einfachere Methoden zur Keyword- und Ideenfindung. Und irgendwann kommt dann das nächste Tool zum Thema „Ideale Inhalte auf SSL-Seiten“ ;-)

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