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WDF*p*IDF – Wie wichtig ist die neue Keyworddichte?

SEO  |   |  , 10:40 Uhr  |  57 Kommentare

Um Euch ein schnelles Meinungsbild über aktuelle Entwicklungen im Bereich Suchmaschinenoptimierung geben zu können, möchten wir von SEO-united.de zukünftig regelmäßig Experten aus der Branche um ein kurzes Statement zu gerade heiß diskutierten Themen bitten. Die heutige Frage, welche wir ausgewählten Experten im Zuge einer Blitzumfrage gestellt haben, lautet `WDF*p*IDF – Wie wichtig ist die neue Key-worddichte?´ Hier einige Statements dazu:

Dominik Wojcik, trustagents.de

Dominik WojcikIch glaub ich mach mich da jetzt ein wenig unbeliebt, aber meiner Meinung nach sollten Texte nicht nach Formeln geschrieben werden sondern immer noch für den User! Das vergessen die meisten in der ganzen Arie der WDF, IDF, Bla-Bla-DF, etc.

Wenn ich einen Text schreibe zu einem Thema und ich beleuchte ihn aus meiner Sichtweise, heißt das noch lange nicht, dass er, wenn er in meine Worte gefasst wird, schlecht ist. Wofür gibt es denn die Quality Rater? Diese beurteilen ob der Content relevant zum Keyword ist. Außerdem geht mir die ganze Formel leider nicht weit genug. Denn wenn ich eine Thematik verfasse und der Usebility wegen das Dokument aufsplitte, wird das nicht dokumentenübergreifend abgefangen und verfälscht die Berechnung.

Dennoch kann WDF*p*IDF als gute Stütze genutzt werden um Redakteuren einen Leitfaden zu geben! In sofern macht es Sinn kreativen Input für Schreiber zu liefern und ist wesentlich besser als nur die Keyworddichte!

Astrid Jacobi, staats-consult.de

Astrid JacobiWDF*p*IDF klingt geil spacy, ist aber schon uralt und selbstverständlich extrem sinnvoll. Vereinfacht ausgedrückt wird hier einfach die Relevanz des Gesamt-dokumentes betrachtet und die Verteilung der semantisch verwandten Begriffe auf die gesamte Site.

Da man mich mit Mathematik jagen kann, noch einfacher: bilden die Inhalte der Site ein natürlichsprachiges Begriffsnetz mit und um den anvisierten Term ab? Und noch kürzer (und noch älter 🙂 ): bietet die Seite dem Nutzer alle relevanten Informationen zu einem Term? That´s it.

Marcell Sarközy, seodeluxe.de

Marcell SarcözyDie Suchmaschinenoptimierung einer Webseite in der Gesamtheit betrachtet kommt sicherlich auch heutzutage ohne WDF*p*IDF aus. Die zahlreichen anderen Faktoren der Onpage-Optimierung sowie konstantes Linkbuilding funktionieren auch 2012 noch ohne Frage. Zudem sollten Webseiten immer noch als ein Konstrukt aus vielen Unterseiten betrachtet werden, wobei die `neue´ Formel (von Donna Harmann übrigens bereits 1992 eingesetzt) ihre Wirkung nur auf einzelnen Landingpages voll entfaltet. Und hier dann auch nur für EIN Keyword bzw. EINE einzelne Keyword-Kombination.

Unsere Tests haben bisher noch keine signifikanten Veränderungen im Ranking rein durch diese Maßnahme ergeben. Daher lautet das Fazit von Seodeluxe: Auf WDF*p*IDF kann man optimieren, muss man aber nicht.

Nicolas Sacotte, activetraffic.de

Nicolas SarcotteIch glaube das ist so ein SEO-Hype, damit will ich allerdings nicht sagen, dass WDF*p*IDF nicht funktioniert! Nur habe ich diesen Faktor eigentlich schon immer automatisch mit abgedeckt, ohne es zu messen. Es ist doch eigentlich hinlänglich bekannt, dass die Verwendung von verwandten Suchbegriffen, Synonymen, Akronymen etc. bei der semantischen Optimierung hilft. Der aktuelle Hype darum erinnert mich irgendwie an das Thema LSI, geht etwa in dieselbe Richtung und war damals auch so ein kurzer Dauerbrenner in Foren und Blogs. Das Thema LSI ist aber auch genauso schnell wieder abgeflacht.

Es geht beim WDF*p*IDF darum sich mit seinem Wording innerhalb einer Hüllkurve zu bewegen und damit Google zu sagen: ich bin kein Spam! Und da Google im Bereich des Textverständnisses bzw. der Semantik immer besser wird, wird die Verwendung mit besseren Rankings belohnt! Bessere Rankings bedeuten aber nicht gleich auch mehr Traffic. Die letzten Plätze macht man immer mit guten Links!

Nicole Mank, she-seo.de

Nicole MankIch glaube WDF*p*IDF ist eine gute Möglichkeit um die Relevanz eines Textes zu errechnen. Die Frage war ja schon seit dem Panda, ob Google das irgendwie kann – vielleicht basiert der Algorithmus auf dieser Formel – die Karl´schen Studien geben dem jedenfalls Recht.

Aber wie lange kann das funktionieren? Nur auf eine Formel würde ich mich nicht verlassen – in einen userfreundlichen Text gehören auch Formatierungen, Bilder, Videos und Ähnliches. Auch diese Dinge kann ein Crawler bereits auslesen. Wie auch die Bouncerate die hier sicherlich schnell mit reinfließen könnte.

Ich bin gespannt wie Google das ausbremsen will wo sich doch alle an den rankenden Top 10 (also laut Google den besten und relevantesten Seiten) orientieren und es keinen festen Zielwert (wie z.B. 3% Keyworddichte) gibt den man in den Algo einberechnen könnte.

Malte Landwehr, lorm.de

Malte LandwehrIch halte WDF*p*IDF aktuell für extrem wichtig! Ich selbst predige die Absurdität der klassischen Keyworddichte schon seit Jahren und habe TF-IDF (gleicher Grund-gedanke wie WDF*IDF) oft als sinnvolle Alternative genannt, die vermutlich von Google genutzt wird.* Seit Karl das Thema tiefgreifend ergründet und in einem Tool verpackt hat, macht es gefühlt jeder zweite SEO und jeder hundertste baut ein Tool dazu. Neu ist an dem Thema also eigentlich nichts. Abgesehen davon, dass es jetzt jeder macht 😉

Mir ist aktuell kein Mittel bekannt, dass so einfach SEO-Erfolge erzielt wie WDF*p*IDF. Allerdings liegt darin auch das Problem. Leider gibt es SEOs, die ihre (aus Sicht des Nutzers) minderwertigen Inhalte mit einer WDF*p*IDF-Optimierung nach oben pushen. Aktuell primär in Deutschland, 2013 wird der Trend jedoch auch in die USA schwappen und dann wird das passieren, was immer passiert, wenn die SEO-Szene eine Stellschraube gefunden hat, die einen großen Vorteil zu geringen Kosten bietet: Google wird den Hahn zudrehen. Nicht komplett, dafür ist WDF*p*IDF ein zu wichtiger Ranking-Faktor, aber so sehr, dass es sich für einen SEO wieder lohnen wird andere Dinge zu tun. Meine Empfehlung ist folgende: Holt euch eines der WDF*p*IDF-Tools und optimiert damit eure Texte. Aber seid euch darüber im Klaren, dass diese Wunderwaffe schon sehr bald massiv abgestumpft werden wird.

* = Der älteste Beitrag von mir, den ich auf die Schnelle dazu im Abakus Forum gefunden habe, stammt aus 2009.

Irina Hey, onpage.org

Irina HeyDie Termfrequency (TF), Within-Document-Frequency (WDF) sowie die Inverse- Document-Frequency (IDF) werden von vielen verbreiteten Suchmaschinen für die Textbewertung und Volltextsuche bereits seit längerer Zeit eingesetzt. Darunter die Volltext-Suche der Datenbank MySQL oder die Suchmaschine Lucene der Apache Foundation. Daher liegt der Schluss nahe, dass eine gewisse Relevanz auch für das Google Scoring vorliegt.

Jedoch kann die Wichtigkeit der `neuen´ Keyworddichte nach der WDF*p*IDF-Formel, wie bei allen anderen SEO-Faktoren nicht mit Sicherheit gemessen werden. Letztlich entscheiden mehrere On- und OffPage Faktoren über die Relevanz einer Seite für ein bestimmtes Suchbegriff.

Sicher ist, dass die Zeit, in der man mit Keyword-Stuffing noch gute Platzierungen erreichen konnte, definitiv vorbei ist. Es ist daher empfehlenswert die eigenen Inhalte anhand der Formel zu hinterfragen und herauszufinden in welchen Bereichen ein Text noch inhaltliche Lücken hat.

Wir bedankten uns bei den Teilnehmer und hoffen, dass auch bei unserer nächsten Umfrage wieder einige von Euch mitmachen werden…

Eure SEO-united.de Blogger
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Kommentare zu WDF*p*IDF – Wie wichtig ist die neue Keyworddichte?:

  1. Alex Website sagt:

    Biete seit gestern ein kostenloses WDF*IDF Tool an. Wer möchte, kann sich das gerne mal ansehen und Feedback oder konstruktive Kritik dazu geben. Würde mich sehr freuen, damit ich es noch verfeinern und verbessern kann.

  2. […] Obgleich es wahrscheinlich bessere Methoden zur Berechnung der Relevanz eines Textes in Bezug auf eine Suchwort-Anfrage gibt (z.B. WDF*p*IDF), hatten wir unsere Leser gebeten, die ihrer Meinung nach für ein gutes Ranking bei Google und Co. optimale Keyworddichte zu benennen. […]

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