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Das optimale Social-Media-Setup für Deinen WordPress Blog + Bonus Aktion

Social Media  |  Gast  |  , 16:29 Uhr  |  33 Kommentare

Social Media gehört zusammen mit Mobile zu den aktuellen Hype-Themen im Online-Marketing. Es vergeht kaum ein Tag, an dem es eine mehr oder weniger interessante Neuigkeit von den Big Playern in diesem Bereich gibt. Zu den Big Playern zähle ich in erster Linie Facebook, Twitter und Google Plus, in zweiter aber auch Netzwerke wie Pinterest und Xing. Umso schwieriger ist es, mit der eigenen Webseite ständig Up-To-Date zu sein und das volle Potenzial von Social Media Kanälen auszuschöpfen. Mir wurde das schmerzlich bewusst, als ich in den letzten Tagen einige Projekte aufgesetzt habe (inzentiviert durch den SEOnauten, denn Bojen sind schließlich wichtig 😉 ).

In meinem Gastartikel hier auf SEO-united.de werde ich zuerst die wichtigsten Social Media Elemente vorstellen – inklusiver kurzer Erklärung. Ich verwende den etwas abstrakten Begriff „Element“, weil ich damit sowohl (zum Beispiel) die Einbindung der Facebook-Fanpage als auch die Google-Authorship-Integration meine. Im zweiten Schritt werde ich für jedes Element ein WordPress Plugin vorstellen und zum Schluss wird als Gimmick ein toolgestützter Prozess vorgestellt, um jeden neuen Blog-Post automatisch auf verschiedenen Social Media Kanälen zu promoten.

Die wichtigsten Social Media Elemente

Dieser Teil dient nur als kurze Übersicht der wichtigsten Elemente für die meisten Blogs. Wenn ihr euch tiefergehend mit dieser Thematik beschäftigen wollt, dann lege ich euch unseren Social Media Workshop ans Herz – dazu aber mehr am Ende.

Fanpages

  • Google+
  • Facebook

Fanpages erfüllen gleich zwei Funktionen. Zum einen stellen sie einen weiteren Kanal dar, um mit der Zielgruppe in Kontakt zu treten und die eigenen Inhalte weiter zu verteilen. Zum anderen unterstreichen sie den Social Proof. Eine Seite mit mehreren hundert Facebook-Fans ist ein super Trust-Element. Gleiches gilt natürlich auch für den Google Plus Badge für Google Plus Pages.

Profil-Buttons

  • Facebook
  • Twitter
  • Google Plus

Bei den Profil-Buttons gebe ich in der Regel meine „privaten“ Accounts an. Sprich die, die ich als „Person“ verwende. Durch die prominente Darstellung auf der Homepage kann ich dadurch neue Follower generieren. Umgekehrt vergrößere ich dadurch aber auch meinen Social Reach, was wiederum meinem Blog zu Gute kommt, wenn ich einen neuen Beitrag veröffentliche.

Share/Like-Buttons

  • +1 Button
  • Like/Share Button
  • Tweet-Button

Die Hürden zur Verbreitung eines Artikels auf sozialen Netzwerken sollten so gering wie möglich sein. Wenn ich auf einer Seite keinen Twitter-Button finde, kann das für mich ein Grund sein, den Beitrag nicht per Tweet zu verbreiten (je nachdem wie gut der Artikel ist). Außerdem kann durch eine geschickte Vorbelegung Einfluss auf die weitere Verbreitung genommen werden.

Ein gutes Beispiel zeigt Darren Slatten auf seomofo.com. Statt des bekannten „via @TwitterName“ am Ende eines Tweets verwendet er am Anfang des Tweets die Vorbelegung „Great post by @SEOmofo „“. Wird diese Vorbelegung beim Twittern über den Button einfach übernommen, sieht es wie eine persönliche Empfehlung aus – was wiederum einen positiven Einfluss auf die Klickrate hat.

Snippet-Optimierung

  • OG-Tags
  • Authorship-Markup

Gerade bei Facebook und Google+ ist es wichtig, dass das dargestellte Snippet ansprechend ist. Dazu werden die Open Graph Tags verwendet. Vor allem durch die Darstellung von Bildern kann hier eine Inzentivierung zum Klicken erfolgen. Gleiches gilt natürlich auch für die Snippet-Darstellung in den Google SERPs, die durch die Darstellung der Autorenbilder aufgewertet werden kann. Einen tollen Guide dazu gibt es auf Search Engine Land. Generell dazu empfehle ich einen Blick in die Webschorle mit Holger Etzel zum Thema Snippet-Optimierung.

WordPress Plugins zur Social Media Integration

Theoretisch kann man jedes einzelne Social-Element selbst in die Templates seines Blog integrieren. Dabei hätte man volle Design-Freiheit und könnte die einzelnen Elemente perfekt aufeinander abstimmen und konfigurieren. In der Praxis erweist sich das jedoch als extrem zeitaufwendig – gerade wenn man mehrere Blogs betreuen muss. Die Lösung? WordPress Plugins!

Die Vorteile liegen auf der Hand:

  • Es ist nicht nötig, die genaue Dokumentation der einzelnen Social-Elemente zu kennen – das übernimmt der Plugin-Entwickler für mich.
  • Der Entwickler kümmer sich darum, dass das Plugin bei Änderungen auf dem neusten Stand bleibt und WordPress informiert mich, sobald eine neue Version des Plugins verfügbar ist.
  • Die Installation eines Plugins ist besser skalierbar als das eigenhändige Implementieren in den verschiedenen Themes.

Es gibt allerdings auch Nachteile:

  • Zu viele Plugins sind generell schlecht, weil sie zu Kompatibilitätsproblemen (untereinander und bei neuen WordPress-Versionen) führen können und das System verlangsamen.
  • Man ist von den Entwicklern abhängig.
  • Viele Plugins übernehmen „Spezialaufgaben“ (man braucht also viele Plugins für viele Anforderungen) und geben nur wenige Freiheiten bei Anpassungswünschen.

Für mich war allerdings vor allem der Zeitfaktor bzw. die Skalierbarkeit entscheidend und hier haben Plugins definitiv große Vorteile. Leider ist der initiale Aufwand recht hoch, um das perfekte Plugin für die jeweilige Aufgabe zu finden – deshalb habe ich meine Top-Favoriten im Anschluss für euch zusammen-gestellt.

Anforderung Erfüllt durch
Google Plus Page Badge verifizieren Google+ Page Badge
Social Buttons anzeigen ShareThis, Share, Email, Tweet, Like, +1 Made Simple
Soziale Profile anzeigen Social Media Widget
Google author-Tag integrieren WordPress SEO Plugin by Yoast
OG Tags integrieren WordPress SEO Plugin by Yoast
Inhalte von OG Tags definieren WordPress SEO Plugin by Yoast

Facebook Fanbox (with CSS Support)

Das Plugin stellt ein Widget zur Verfügung, in dem sich eine Facebook Fanpage konfigurieren lässt. Ihr müsst dazu lediglich die ID der Fanpage eingeben.

Wichtig: Damit das Plugin funktioniert, muss im aktuelle WordPress Theme der Hook wp_footer() [LINK] vorhanden sein (siehe auch diesen Kommentar [Link]).

Google+ Page Badge

Vorab: Ich habe vier oder fünf Plugins getestet, aber die haben entweder nicht funktioniert, haben keine link-Elemente im Header mit dem rel=publisher Attribut erzeugt oder ließen sich nicht konfigurieren. Auch das vorgestellte Google+ Page Badge Plugin hat einen kleinen Fehler bei der Erzeugung der Publisher-Verlinkung, der sich jedoch sehr einfach korrigieren lässt und höchstwahrscheinlich mit dem nächsten Update gefixt wird.

Zur „Fehlerbehebung“ müssen die Zeilen 180 und 181 wie folgt geändert werden:

180 ?><!-- Google+ Page Badge for WordPress http://pleer.co.uk/wordpress/plugins/google-plus-page-badge/ -->
181	<link href="https://plus.google.com/".get_option('googlepb_gpageid')."" rel="publisher" />

ersetzen durch:

180	echo '<link href="https://plus.google.com/'.get_option('googlepb_gpageid').'" rel="publisher" />';
181	?>

Durch die Angabe eurer Google Plus Page Id in den Einstellungen des Plugins kann über den Shortcode [gpbadge] der Google Plus Badge auf eurem Blog angezeigt werden. Dazu einfach ein normales Freitext-Widget benutzen und darin [gpbadge] als Inhalt einsetzen.

ShareThis: Share, Email, Tweet, Like, +1 Made Simple

Mir war vor allem wichtig, dass die Anzahl der einzelnen Tweets, Likes, +1’s, etc. angezeigt wird, da das ebenfalls wichtige Social-Proof-Elemente sind. Weiterhin wollte ich die Möglichkeit haben, die Vorbelegung des Twitter Buttons beeinflussen zu können und es sollten möglichst viele Dienste abgedeckt werden. Weitere Anforderungen von mir: Die Buttons sollten nicht als Slider sondern am Ende und/oder Anfang eines Artikels dargestellt werden und sollten es nicht nötig machen, dass das Plugin zunächst als App in Facebook und Twitter autorisiert werden muss.

Ich habe mich vorrangig an diesen 25 Social Media Plugins von Smashingmagazine orientiert und mich letztendlich für ShareThis entschieden. Über dieses Plugin werden alle wichtigen Social-Buttons zum Sharen automatisch in einen Artikel integriert. Die Position der Buttons kann angepasst und es kann zwischen verschiedenen Styles ausgewählt werden. Es werden über 40 Services (leider ohne Xing) und es gibt die Möglichkeit, einen Text für den Twitter-Button vorzugeben. Gerade der letzte Punkt hat letztendlich den Ausschlag für dieses Plugin gegeben.

Die Text-Vorbelegung des Twitterbuttons kann editiert werden, in dem man in den Plugin-Einstellungen den Punkt „[+] Click to view/modify the HTML tags.“ ausklappt und dort den Eintrag

<span class='st_twitter_vcount' st_title='<?php the_title(); ?>' st_url='<?php the_permalink(); ?>' displayText='twitter'></span>

wie folgt ändert:

<span class='st_twitter_vcount' st_title='Toller Artikel von @MySEOSolution » <?php the_title(); ?>' st_url='<?php the_permalink(); ?>'  st_via='' displayText='twitter'></span>

Dadurch wird der Tweet-Button mit „Toller Artikel von @MySEOSolution “ “ + Title des Posts vorbelegt und das standardmäßig eingefügte „via @ShareThis“ entfernt.

Leider gibt es noch ein kleines Problem mit den Countern für Tweet, Pins und weitere Dienste. ShareThis verwendet hier (noch) ein eigenes Tracking um die Zahlen anzuzeigen. Das Problem ist aber bekannt und die Entwickler arbeiten daran. Bei Google+ und Facebook werden bereits die sogenannten „native-counts“ verwendet – sprich die angezeigten Werte stammen hier direkt von Google bzw. Facebook. Über einen Trick ist dies auch für den Tweet-Button möglich, aber dann funktioniert die Vorbelegung nicht mehr. Ich habe das bereits im Forum von ShareThis vermerkt. Außerdem gibt es noch ein kleines Problem mit „unsauberem“ Code (siehe auch hier meinen Thread im Forum).

Letztendlich bin ich noch nicht 100%ig mit dem Plugin zufrieden, aber weder auf Facebook noch auf Google+ kamen dazu bisher bessere Alternativvorschläge 😉 Als Alternative sei auf Grund der Datenschutz-Debatte noch das Plugin 2 Click Social Media Buttons erwähnt, das aber leider weniger Konfigurationsfreiheiten bietet und automatisch OG-Tags hinzufügt (was in meinem Falle negativ ist, weil ich OG Tags über Das WordPress SEO Plugin von Yoast konfiguriere und diese dann durch die OG Tags des 2 Click Social Media Buttons Plugins überschrieben werden).

Social Media Widget

Mit diesem Plugin möchte ich eine graphisch ansprechende Darstellung meiner eigenen Social Media Profile auf meinem Blog realisieren. Das Plugin muss also keine besonderen Funktionen unterstützen sondern lediglich „hübsche“ Icons zur Verfügung stellen – und das für möglichst viele Dienste. Das Social Media Widget bietet mir mit über 50 integrierten Diensten, vier vordefinierten Icon-Sets und drei wählbaren Größen genau das.

Zusätzlich – und das war der ausschlaggebende Punkt für mich – können bis zu sechs eigene Dienste inklusive Icons definiert werden. Das ist bei diesem Plugin auch nötig, denn Xing ist zum Beispiel nicht mit dabei. Zwar bin ich selbst dafür verantwortlich, ein passendes Icon zu finden, aber immerhin habe ich überhaupt die Möglichkeit dazu. Als Alternative habe ich noch das Plugin Social Profiles Sidebar Widget getestet, dass aber gerade den letzten Punkt nicht beinhaltet bzw. nur komplizierter ermöglicht.

WordPress SEO Plugin by Yoast

Ich bin erst vor kurzem auf das SEO Plugin von Yoast umgestiegen und hatte vorher das Platinum SEO Pack im Einsatz. Das Yoast WordPress SEO Plugin ist allerdings um Klassen besser und spart mir diverse andere Plugins, weil es zum Beispiel die Generierung der XML Sitemap übernimmt, für jeden Post individuelle Canonical Tags und Redirects gesetzt werden können, die Google Authorship Verification mit drin ist und die Open Graph Tags dabei sind und für jeden Artikel definiert werden können. Vor allem die letzten beiden Punkte waren für mich im Zuge des Social-Setups entscheidend.

Leider kann man „nur“ OG:Description für jeden Post festlegen. Schön wäre es, wenn sich auch noch der Titel und das Vorschau-Bild definieren ließen. Diese Daten werden automatisch aus dem jeweiligen Artikel generiert. Diese Funktion konnte ich allerdings auch bei keinem anderem Open-Graph-Plugin finden. Die meisten Plugins beschränken sich darauf, die Daten aus Meta-Description und Title zu ziehen und bieten damit eigentlich weniger Freiheiten als das WordPress SEO Plugin von Yoast. Beispiele dafür sind WP Open Graph Meta und OGraphr.

Bei der Authorship Verification verwendet Yoast die Verifizierung im HTML < head > Element via < link > via Tag (http://yoast.com/push-rel-author-head/). Dabei wird das Google Plus Profil des Autors der Seite bzw. des Artikels verwendet, das zuvor im Profil eingetragen werden muss. Das hat zwei große Vorteile:

1. Es muss kein zusätzlicher Link „irgendwo“ auf der Seite erzeugt werden
2. Das Plugin ist damit automatisch multi-user-fähig

Falls ihr bereits ein anderes SEO Plugin einsetzt, kann die author verification auch über das Plugin Google Author Link realisiert werden, das ebenfalls head-verification verwendet und multi-user-fähig ist. Oder ihr wechselt auf Yoast – die Migration von anderen Plugins ist meist problemlos möglich 🙂

P.S.: Eine super Einführung zum Plugin findet ihr übrigens bei den SEO Trainees.

Automatisierung von Social Prozessen bei neuen Artikeln

Bei einem wirklich wichtigen Projekt würde ich davon abraten, neue Artikel vollständig automatisiert auf verschiedenen Kanälen zu veröffentlichen. Das liegt allein schon daran, dass die verschiedenen Social Media Plattformen unterschiedliche Möglichkeiten und Restriktionen haben – Twitter stellt nur 140 Zeichen zur Verfügung und ermöglicht das Taggen mittels Hashmarks (#), bei Facebook und Google Plus sind die Zeichenbeschränkungen wesentlich großzügiger, aber dafür unterstützt Facebook zum Beispiel kein Tagging.

Bei „Nebenprojekten“ stehen jedoch Zeitaufwand bzw. Skalierbarkeit im Vordergrund und dabei ist Automatisierung natürlich unschlagbar. Im Folgenden stelle ich eine Möglichkeit vor, wie mit Hilfe von IFTTT neue Artikel automatisiert auf verschiedenen Social Plattformen veröffentlicht werden können und dabei sogar noch ein paar Backlinks generiert werden 😉

IFTTT Setup

Zunächst werden Accounts auf den folgenden Plattformen angelegt:

  • IFTTT
  • Twitter
  • Facebook inkl. Fanpage
  • Blogspot (erfordert einen Google Account)
  • Tumblr
  • WordPress
  • Posterous

IFTTT unterstützt noch ein paar mehr Dienste, aber mit den oben genannten habe ich bisher gute Erfahrungen gemacht und kann bestätigen, dass sie funktionieren. Google+ ist nicht mit aufgeführt, weil es dort noch keine API gibt, die IFTTT verwenden könnte. Zwar gibt es scheinbar eine Möglichkeit zum Posten via Email, die indirekt von IFTTT genutzt werden kann, aber die sieht ziemlich „hacky“ und nach viel Aufwand aus.

Alle Dienste werden nun mit den mit dem IFTTT-Account verknüpft. Dazu muss unter Channels der entsprechende Dienst ausgewählt und autorisiert werden. Bei Facebook, Twitter und Blogspot läuft das über OAuth – sprich IFTTT wird als App registriert – und bei den übrigen Diensten müssen Username und Passwort hinterlegt werden. Ich habe das für einen Blogspot-Blog exemplarisch zusammengefasst.

Schritt 1: Trigger Channel auswählen

Als erstes wird eine Datenquelle ausgewählt, die von IFTTT „überwacht“ wird. Sie wird als „Channel“ bezeichnet und ist in diesem Falle ein RSS Feed.

Schritt 2: Trigger auswählen

Jeder Channel kann je nach Art verschiedene Funktionen besitzen, die als Auslöser („Trigger“) für ein IFTTT-Rezept dienen können. Beim RSS Feed ist das zum Beispiel das Publizieren eines neuen Artikels im Feed.

Schritt 3: Feed definieren

Der zu überwachende RSS-Feed muss ausgewählt werden. Bei WordPress-Blogs findet man den Feed standardmäßig unter http://www.example.org/feed/.

Nach der Eingabe des Feeds ist die Trigger-Auswahl abgeschlossen.

Schritt 4: Action Channel auswählen

Sobald ein Trigger eintritt, führt IFTTT eine sogenannte „Action“ durch. Diese ist wieder einem Channel zugeordnet, der im 4. Schritt bestimmt wird.

Channel aktivieren

Wenn der Channel das erste Mal verwendet wird, muss er „aktiviert“ werden. Das bedeutet konkret, dass entweder die Login-Daten des Channels hinterlegt werden müssen, oder – wie im Beispiel von Blogspot – eine Autorisierung von IFTTT nötig ist.

Schritt 5: Action auswählen

Blogspot bietet zwei verschiedene Optionen als Actions an. In diesem Fall soll ein einfacher Blogpost erstellt werden.

Schritt 6: Action auswählen

Je nach Trigger und Action können verschiedene Element verwendet werden. Da ein RSS-Feed als Datengrundlage ausgewählt wurde, stehen zum Beispiel die Informationen Artikeltitel (EntryTitle), Artikelinhalt (EntryContent) und URL des Artikels (EntryUrl) zur Verfügung. Diese kann man als Platzhalter definieren in dem man sie mit „{{}}“ umschließt.

Zwar erstellen einige Dienste automatisch einen gültigen Hyperlink, wenn eine URL angegeben wird, aber das trifft leider nicht auf alle zu. Deshalb sollte auf jeden Fall der Zusatz

Kompletter Eintrag unter &lt;a href=&quot;{{EntryUrl}}&quot;&gt;{{EntryTitle}}&lt;/a&gt;

nach dem Content mit angegeben werden.

Schritt 7: Rezept speichern

Optional kann für das Rezept noch eine Beschreibung vergeben werden. Ein Klick auf „Create Recipe“ erstellt und aktiviert das Rezept.
IFTTT prüft nun alle 15 Minuten, ob ein neuer Eintrag im RSS Feed auftaucht und postet diesen dann auf dem verknüpften Blogspot Blog. Die Einrichtung für die anderen Dienste funktioniert analog dazu.

Social-Automatisierungen: Es ist nicht alles Gold was glänzt

Leider sind diese Methoden nicht 100%ig „sauber“ und bringen einige Probleme mit sich:

  • Duplicate Content: Auf jedem Satellitenblog werden die gleichen Artikel veröffentlicht. Außerdem wird der komplette Artikel-Content eines Feed-Eintrages ausgewählt – dort sollte also nur eine gekürzte Version des Originalartikels auftauchen!
  • Alle Links aus den Blogs haben den selben Linktext
  • Die Blogs selbst haben keine Backlinks und sind sehr schwach
  • Twitter reagiert bei der ausschließlichen Nutzung von ifttt teilweise ziemlich allergisch (siehe IFTTT + Twitter = Gesperrt)
  • Bei Facebook-Statusmeldungen wird für alle sichtbar angezeigt, über welche App die Meldung gepostet wird („via IFTTT“)

Allerdings muss man diese Probleme relativieren. So kann man zum Beispiel mittels Yahoo Pipes verschiedene Feeds zusammenaggregieren und damit den Content der Satellitenblogs variieren. Die optimale Lösung wäre hier aus meiner Sicht, wenn man direkt beim Erstellen eines neuen Artikels verschiedene Texte hinterlegen könnte, so dass der Content auf den Satellitenblogs wirklich „unique“ ist. Vielleicht fällt mir dazu noch eine coole Lösung in Kombination mit meinem Article Wizard in Form eines WordPress-Plugins ein 😉

Bezüglich Twitter: Ich betreibe seit einem halben Jahr testweise einen Twitter-Bot für SEO News, der den SEO Megafeed von SEO-united.de mit einer gewissen Random-Komponente automatisch posted und dieser wurde nach mehr als 500 Tweets (noch) nicht gesperrt. Und die meisten „normalen“ Facebook-User achten vermutlich nicht darauf, ob bei neuen Statusmeldungen ein „via IFTTT“ vorhanden ist. Dennoch: Man sollte zumindest auf dem Schirm haben, dass einige Probleme auftreten können.

Zusammenfassung

In diesem Artikel habe ich das Social-Media-Rundum-Sorglos-Paket für WordPress Blogs vorgestellt. Nach einer kurzen Einführung der aktuell wichtigsten Social-Media-Elemente wurden entsprechende Plugins vorgestellt, die diese Elemente zur Verfügung stellen. Dabei habe ich verschiedene Plugins getestet und jeweils meine Favoriten vorgestellt. Im letzten Schritt wurde die Applikation IFTTT vorgestellt, mit deren Hilfe neue Blogbeiträge automatisch auf verschiedenen Kanälen publiziert werden können.

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Pascal Landau, trg.de
Ich heiße Pascal Landau und arbeite bei der strategischen Online Marketing Beratung TRG in Hamburg als Consultant mit dem Schwerpunkt SEO. Mit MySEOSolution.de betreibe ich eine private Webseite, auf der ich meine Studienarbeiten zu den Grundlagen der Suchmaschinenoptimierung und zum Linkbuilding in Theorie und Praxis veröffentlicht habe. Außerdem blogge ich dort regelmäßig über Entwicklungen im Bereich der Suchmaschinen-optimierung.
P. Landau, Twitter, Google+, XING
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Kommentare zu Das optimale Social-Media-Setup für Deinen WordPress Blog + Bonus Aktion:

  1. Rainer Safferthal sagt:

    Ich habe gerade diesen Beitrag über Google entdeckt und etwas drüber gelesen. Für mich als absoluter Neueinsteiger in das „soziale“ Web ein guter Artikel. Man steht schon wie ein Ochs vor dem Berg bei der Entscheidung welches Share Plugin man verwenden soll. Warum muss es eigentlich für jede Minifunktion immer gefühlte 1000 Plugins geben? In SEO-Plugins habe ich schon Begriffe wie Open Graph und so gelesen, aber keine Ahnung was damit gemeint ist. Hier wird mir vermutlich vieles klarer. DANKE!

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