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Die neue Facebook-Suche ist gefährlich!

Social Media  |   |  , 07:37 Uhr  |  28 Kommentare

FacebookWo wir Facebooks auf bestimmte Themenbereiche festgelegte Suche `Graph Search´ in unserem Artikel `Facebook-Suche im Social Graph vorgestellt´ noch als cleveren Schachzug bezeichnet haben, zeigen erste Praxistests der neuen Suchfunktion, dass die Begrenzung auf die vier Bereiche Personen, Fotos, Orte und Interessen auch zu datenschutzrechtlich eher bedenklichen Ergebnissen führen kann…

Um zu zeigen, welche teilweise grenzwertigen Dinge sich mit der neuen Suche von Facebook anstellen lassen, hat einer der ersten Nutzer einen Tumblr-Blog mit dem Titel `Actual Facebook Graph Searches´ angelegt und einige Beispiele seiner Meinung nach eher fragwürdiger Suchergebnisseiten veröffentlicht. Hier ein Auszug:

Mothers of Catholics from Italy who like Durex

Facebook-Suche am Beispiel Catholics

Current employers of people who like Racism

Facebook-Suche am Beispiel Racism

Married people who like Prostitutes

Facebook-Suche am Beispiel Prostitutes

Wie man an obigen Beispielen sehr gut erkennt, kann die thematisch begrenze Suche von Facebook schnell auch dazu führen, dass man als Nutzer in Ergebnisgruppen aufgeteilt wird, deren letztendliche Aus-sage man so eigentlich nie zugestimmt hätte.

Die neue Suche von Facebook schert die Nutzer zu sehr über einen Kamm, stellt Beziehungen zwischen Dingen her, die von den Nutzern in dieser Konstellation womöglich gar nicht so gemeint waren und macht aus einem nicht selten auch einfach nur aus Spaß gemachten Like unter anderen Umständen urplötzlich ein politisches Statement.

Mit Einführung der neuen Graph Search ist das einfache Liken von Inhalten auf Facebook keine zwischenmenschliche Spaßhandlung mehr, sondern zu einem algorithmischen Gradmesser für die Einteilung von Menschen in Ergebnisklassen verkommen, mit welchen sich die gefährlichsten Aussagen treffen lassen! Wohl dem, der heute noch weiß, was er gestern geliked hat…

Eure SEO-united.de Blogger
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Kommentare zu Die neue Facebook-Suche ist gefährlich!:

  1. Andi says:

    Kann echt gefährlich werden, nur wenige User verstehen die Suche und die Ironie bei manchen Likes. Wundern sich dann wieso ein „Freund“ Justin Bieber cool findet.

  2. Helen says:

    Also ich finde, wer solche Dinge wie in den Informationen preis gibt, hat es dann eben vielleicht auch nicht besser verdient als öffentlich vorgeführt zu werden. Zumal man ja selbst diese Daten preis gibt. Und wer zum einen eben seine Ehefrau auf Facebook angibt als auch diversen Escort-Seiten, der muss dann eben auch mit den Auswirkungen leben.

    Zumal jeder mit etwas Menschenverstand solche Dinge in seinen Privateinstellungen eingrenzen kann. Wer dies nicht weiß sollte sich eben mal mit diesen Dingen beschäftigen und nicht immer nur gegen Facebooks Datenschutzbestimmungen Sturm laufen, sondern sie tatsächlich auch einmal lesen. Und solche Suchen waren doch auch vorher schon möglich. Der Suchende hätte eben nur in der rechtsradikalen, der fanatischen oder der Kondom-Gruppe beginnen müssen. Lediglich der Weg ist durch Graph Search einfacher geworden…

  3. Vorsicht bei Facebook-Likes | Ibbpunkt.de says:

    […] Es geht um Gefällt-mir-Klicks auf Facebook. Diese werden nämlich auch in der Social-Graph-Suche erfasst, was mir bisher nicht bewusst war […]

  4. Gaptor says:

    Also das hier finde ich einen echten Usecase :-D

  5. Frederik says:

    Also Ich finde die Panikmache wie so oft übertrieben. Keiner kann mir erzählen dass ihn überrascht, dass er über seine Likes gefunden wird. Und wer „zum Spaß“ solche Dinge anklickt ist selbst schuld.

    Menschen einfach nur davon abzuraten Facebook zu nutzen ist der grundlegend falsche Weg! Es geht darum Menschen die nötige Kompetenz zu vermitteln (gerade bei Weiterbildungen @Eva Ihnenfeldt). Facebook ist nicht gefährlicher für die Reputation als alles andere was man öffentlich tut. Und es gilt immer: Nur was ich poste (oder like) kann auch gefunden werden.

    Ich plädiere für einen verantwortungsvollen Umgang und nicht für den Boykott oder die Dämonisierung!

    • Eva Ihnenfeldt says:

      Ich habe einfach mehrmals die Erfahrung gemacht, dass Social Media Verantwortliche durch persönliche Posts bei Facebook angreifbar wurden – darum mein ich: für PR-Führungskräfte gelten andere Regeln als für Privatpersonen. Da kann man gar nicht vorsichtig genug sein – Facebook ist meine „Litfaßsäule“ – ansonsten bleibe ich dort mit meinen Meinungen zu Politik, Konsum und Musik unsichtbar

      • Rainer Safferthal says:

        Richtig! Ob einer ein NPD- oder SED-LINKE Anhänger ist, das ist doch erst der Anfang. Man kann doch auch schön schauen, ob nicht einer die falsche Musik, den falschen Fernsehsender oder die falsche Cola mag.

      • Frederik says:

        Genau dafür gibt es die Möglichkeit Listen anzulegen, und zu kontrollieren wer welche Informationen etc. von mir sieht. Das meine ich mit der Vermittlung von Kompetenz. Denn auch (PR-)Führungskräfte haben ein Privatleben. Und sie brauchen das Wissen um Beruf und Privat zu trennen. Das gilt für sie selbst wie auch für ihre (zukünftigen) Angestellten wenn sie diese überprüfen indem sie sich das Facebookprofil ansehen. Facebook ist und bleibt in erster Linie ein privates und kein berufliches Netzwerk!

      • Rainer Safferthal says:

        Das meine ich mit der Vermittlung von Kompetenz.

        Das wird dann aber ein langer und steiniger Weg. Viele sind doch noch nicht mal in der Lage ebay-Angebote richtig zu lesen und zu verstehen.

    • Eva Ihnenfeldt says:

      Denkt doch an das Zuckerberg Weihnachtsfoto! Selbst die privatesten Privateinstellungen sind nicht dicht, ein komplettes Abschließen von privaten Äußerungen unmöglich. Mein Musikgeschmack etwa würde wohl meinen Ruf als seriöse GmbH-Geschäftsführerin doch zuuu sehr gefährden – neinnein, das teile ich nicht bei Facebook – dann bekomme ich noch Ärger mit Alice Schwarzer – und das will ich auf keinen Fall!

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