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Datenspende: Automatische Google Suchanfragen zur Bundestagswahl 2017

Google  |  Uwe Tippmann  |  , 18:20 Uhr  |  1 Kommentar

Heute schon bei der Datenspende gewesen? Daten spenden rettet Meinungsfreiheit – könnte auf der Packung stehen.

Ein Team aus bekannten Forschern und Daten-Journalisten hat sich dazu entschlossen die in Berlin ansässige Firma Algorithmwatch gGmbH zu gründen. Mission der Company ist es mehr über die komplexen Prozesse algorithmischer Entscheidungsfindung herauszufinden. Im Zuge der bevorstehenden Bundestagswahl 2017 sucht das Unternehmen nun Freiwillige Datenlieferanten, welche sich eine Browsererweiterung auf dem Rechner installieren, die dann aller vier Stunden automatisiert 16 vordefinierte Suchanfragen an Google sendet und anschließend die Ergebnisse nach Berlin funkt.

Klingt in dieser Konstellation ein wenig nach „Bundestrojaner light“ – ist aber nur eine Datenspende! Die Köpfe hinter dem Projekt erwecken zumindest einen seriösen Eindruck, immerhin ist mit @lorz ein Original Matzat mit an Bord 😉 … und ehrlich, wer sich SEOQuake installieren kann, der sollte sich um die paar Abfragen mehr keine Sorgen machen.

Damit es nicht bei 1 Nutzer bleibt… ist für einen guten wissenschaftlichen Zweck. Für Skeptiker wurde der Code hier veröffentlicht: https://github.com/algorithmwatch/datenspende und unter: https://datenspende.algorithmwatch.org/ werden die Ergebnisse des Tests täglich veröffentlicht (ist noch ganz frisch das Projekt)

Ich habe mir mal die Extension installiert und direkt gemerkt, dass Google aufgrund der vielen Abfragen ohne echte Nutzung – bei der ein oder anderen Abfrage sofort ein Captcha kam. Das war zu erwarten – bin gespannt, wie lang das gut geht. Mal angenommen, es laden sich 10.000 Nutzer die Extension runter (wurde immerhin auch Spiegel beworben) und alle senden aller vier Stunden 16 Anfragen, wären das in 60 Tagen 57.600.000 Suchanfragen!

Datenspende

 

Ich habe mir die Anfragen mal genauer angeschaut – die Anfragen sind im Format:
https://www.google.de/search?q=Bündnis90/Die+Grünen – gerade diese Anfrage mit Sonderzeichen – sollte man gut via Google Trends verfolgen können, sofern eine gewisse Massen an Datenspendern bei dem Projekt mitmacht.

Ich bin gespannt auf die Ergebnisse und das Level an Akzeptanz.

 

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Kommentare zu Datenspende: Automatische Google Suchanfragen zur Bundestagswahl 2017:

  1. […] einigen Tagen startete das Forschungsprojekt „Datenspende“ mit dem Ziel mehr über den Google-Algorithmus im Vorfeld der Bundestagswahl 2017 […]

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