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DA, TF und andere unnütze Bewertungskriterien im Linkbuilding Prozess

SEO  |  Uwe Tippmann  |  , 13:58 Uhr  |  2 Kommentare

Wir bei SEO united bekommen nahezu stündlich Anfragen von Agenturen, Shopbetreibern oder anderen Webmastern, die auf der Suche nach Links sind. Dabei decken sich die Texte der Anfragen in einem Punkt sehr deutlich: Es wird stets gefordert, dass die Links mindestens einen DA (Domain Authority) oder TF (TrustFlow) von XYZ haben sollen. Diese Werte sind aufgrund ihrer einfachen Manipulation für die Beurteilung eines guten Links mindestens so sinnbefreit wie der Alexa-Rank oder die Sichtbarkeit einer Seite.


Freelancer & SEO, Elvis Meisters trifft die Problematik mit seiner Formulierung ziemlich gut:

The problem is that there are so many guys selling DA 30-40 links for 50$ each and so many fall for that, but behind those DA 40 links are GSA spammed domain and later buyers wonder why they received Google Manual action. Tl’dr – DA is an excellent way to cheat newbies. Quelle: Elvis Meisters – Twitter

Moz-LogoDer Toolanbieter Moz hat nun als Erster auf den Missbrauch dieser „Link-Währung“ reagiert und berechnet seinen Domain Authority Wert (DA) nun neu. Ob diese Neuberechnung die Wertigkeit steigern kann bleibt abzuwarten, denn in die Neuberechnung fließt u.a. die Popularität einer Webseite stärker (links from untrafficked sites) ein – damit werden besucherstarke Themen wie Witze-Seiten, bekannte Verlagstitel oder sagen wir einfach Seiten mit populären Themen automatisch gegenüber unpopulären Themen wie zum Beispiel Polarreisen bevorzugt. Anders ausgedrückt könnte man sagen, Seiten die sich mit der USA, China und Deutschland beschäftigen haben immer einen höheren DA als Seiten die sich mit Laos, Andorra und Luxemburg beschäftigen. Mit Relevanz hat Popularität in vielen Fällen leider nur sehr wenig zu tun.

Popularität ist eine der Kennzahlen, denen bei der Umsetzung einer Linkbuilding-Strategie aus Mangel an vorhanden alternativen Bewertungsmaßstäben regelmäßig hinterhergehechelt wird. Ein Link von einer besucherstarken Seite lässt sich halt sehr einfach und ohne Diskussion dem Kunden oder dem eigenen Chef verkaufen. Über Traffic-Marktplätze wie tonic.com kann sich ein jeder Verkäufer im Handumdrehen eine besucherstarke Webseite oder einen klickstarken Link bauen. Im Schnitt kostet ein realer, relevanter Chrome-Besucher aus Deutschland gerade mal $0,004 damit werden aus müden Themen oder schlecht laufenden Verlagstiteln ganz schnell besucherstarke Seiten mit starken Links von hippen Influencern und Influencerinnen.

Ihr merkt schon, Traffic ist mindestens genau so manipulierbar, wie der Rest der aktuell verwendeten Kennzahlen im Linkbuilding.

Gutes Linkbuilding ist keine PR und lässt sich nicht nachhaltig automatisieren, sondern hat unserer Erfahrung nach etwas mit Relevanz, Authentizität der Verlinkung, Distanzen zu relevanten Seiten, inhaltlichen Autoritäten, Klickwahrscheinlichkeiten, Linkpositionen und Mehrwerten zu tun – Werte, die in Form des DA, TF oder einer Sichtbarkeit nicht wirklich abbildbar sind.

 

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Kommentare zu DA, TF und andere unnütze Bewertungskriterien im Linkbuilding Prozess:

  1. Winning Solutions says:

    Die Visibility hat ja noch nie wirklich viel ausgesagt, denke auch nicht das Google die zu einem großen Teil im Algorithmus drin hat sondern eher die DA. Aber auch hier hatte ich Webseiten gesehen welche durchgängig schlechte DA Links hatten und trotzdem auf dem ersten Platz geranked waren, das allein ist also nicht der heilige Gral :).

  2. Robert Kropp says:

    Alexa Rank… ja: SINNFREI.

    Vsibilibility einer Seite.. nicht sinnfrei, aber überbewertet. Ganz so einfach ist es nicht. Es ist richtig, Bewertungen kritisch zu betrachten. Ganz egal ob LRT, Sistrix, MOZ etc. Mehr Wert sollte jeder SEO auf inhaltliche Übereinstimmung (Themenrelevanz bzw. Affinität) der Themen liegen. Traffic kaufen…geht gar nicht. Bringt nur kurzzeitige – i.d.R. unrelevante – User.

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