SISTRIX Toolbox
SISTRIX Toolbox

Mehr erfahren
AdWords, KMU, wir machen den Unterschied!
Mehr erfahren

SEO Geschäftsmodell – Postleitzahlensuche adé

SEO  |  Uwe Tippmann  |  , 17:36 Uhr  |  10 Kommentare

Geschäftsmodelle, welche überwiegend darauf aufgebaut sind durch organischen Google-Traffic zu überleben, zählen zu den aussterbenden Ihrer Art. Ob Branchenbücher, Wetterdienste oder Filmverzeichnisse – Seitentypen, welche auf strukturierten Daten basieren sind für Google ein ideales Spielfeld, um diese auszuwerten und ebenso strukturiert in der Ergebnisliste direkt dem Nutzer auszugeben.Ziel dieser Datenintegrationen ist in vielen Fällen ein verbessertes Nutzererlebnis. Wenn man zum Beispiel danach sucht, welcher Kinofilm aktuell im Kino läuft – liefert Google direkt eine Auswahl der aktuellen Filme. Klickt man einen Film an, bekommt man alle Details inkl. des Kinoprogramms. Ein Klick auf eine Kinoseite wie filmstarts.de, kino.de oder die IMBD wird für diese Art von Meta-Suchanfragen überflüssig. Anzunehmen, dass die entsprechenden Seiten für diese Suchanfragen einen Rückgang aus dem Kanal erleben. Google baut immer häufiger direkte Antworten oder Datenformate, zum Teil sogar interaktiv wie der Taschenrechner, das Wettermodul oder den Maßeinheiten-Umrechner, ein.

Seit geraumer Zeit reihen sich nun auch die Gesuche nach Postleitzahlen zu den direkten Antworten ein und machen Postleitzahlenportale wie suche-postleitzahl.org, plz-postleitzahl.de oder postleitzahl-finden.de obsolet.

Google Postleitzahlensuche

Das Beispiel zur Postleitzahlensuche in Köln mit Hilfe von Google zeigt die PLZ-Filter im oberen Bereich. Klickt man eine Postleitzahl an, so zeigt Google in der rechten Spalte einen Kartenausschnitt an, der den Postleitzahlenbereich markiert. Zudem werden darunter Hotels, Restaurants, Sehenswürdigkeiten und Hochschulen im betreffenden Gebiet ausgegeben. Geografische Daten werden hier mit Entitäten und Point of Interest Daten verknüpft. Ein leichtes Spiel für Google, welches den Nutzer auf der Plattform hält und ein hohes Maß an Informationen bildet.

Aktuell wird die Postleitzahlensuche von Google bei Begriffen wie „PLZ“, „Postleitzahl“ in Verbindung mit einem Ort ausgelöst. In einigen Städten funktionieren auch Abfragen wie „PLZ Köln Mitte„, um das interaktive PLZ Menü zu erhalten. Wird man konkreter in der Adresse liefert Google eine Karte – bei der man mit etwas Glück die Postleitzahl der Adresse ausgeliefert bekommt – zum Beispiel wird für lokale Suchanfrage „PLZ Völksen„, einem kleinen Ortsteil (ca. 3000 Einwohner) der Stadt Springe südlich von Hannover – die Postleitzahl im Kartenbereich angezeigt:

Postleitzahl Völksen

Hingegen bei „PLZ Hannover Linden“ einem deutlich größeren Stadtteil von Hannover sucht man vergeblich nach der Postleitzahl (30449).

Hannover Linden - SEO

Unabhängig dieser noch verbesserungsfähigen Kleinigkeiten – gibt es keinen nennenswerten Grund mehr für einen Suchenden auf eine der Postleitzahlensuchen zu klicken. Da die meisten PLZ Suchen, die sich aktuell in den Top 10 tummeln, ca. 80% ihres Traffics lt. Similarweb aus der Google-Suche erhalten, ist ein Besucherrückgang absehbar.

Kennt Ihr andere Geschäftsmodelle, bei denen das Risiko besteht, dass diese in absehbarer Zukunft durch eine direkte Antwort oder ein neues interaktives Modul ersetzt werden könnten?

Sie befinden sind hier: SEO Geschäftsmodell – Postleitzahlensuche adé

Kommentare zu SEO Geschäftsmodell – Postleitzahlensuche adé:

  1. Dominik Stein Website sagt:

    Ehrlich gesagt kann man Google diese Entwicklung überhaupt nicht übel werden. Natürlich ist es schön, dass Sie an Ihren eigenen Anforderungen an Webmastern „Baue für die Nutzer“ festhalten. Auf der anderen Seite ist da noch die Sprachsuche, welche das nächste Große Ding darstellt.

    Klar ist es sehr schade für all die Webseiten, Genius hatte es mit den Lyrics auch nicht leicht. Hier ist es dann die Pflicht andere Märkte zu erschließen oder besser zu sein als Google. Auch wenn das ein Mammutprojekt ist.

  2. Baynado Website sagt:

    Ich find die Entwicklung sehr gut. Mich nerven diese Pseudoverzeichnisse und Vergleichssuchen. Was viele vergessen ist, dass Google selber auch zu Disposition steht, dank der Voice Seach. Ich sag nur Sparxhassistenten a la Alexa. Da können Landingpages oder Linklisten nicht mithalten.

    Ich hab übrigens meinen Bierflaschen Skill für Amazon Echo jetzt online und der geht grad voll ab. Man sagt dann einfach nur Alexa, öffne Bierflasche. Den Rest könnt ihr euch ja denken. 😁

  3. Mofo sagt:

    Google is G*tt.
    Google is Religion.
    Google ist überall.
    Google weiß alles.

    Ich glaube auch an Google.

  4. Mirjam Website sagt:

    Ohhhja, da gibt es noch einige arme Kandidaten, denen es schon seit längerer Zeit schwer fällt…
    flights.google.de ersetzt durchaus einige Vergleichsseiten.
    Oder auch bei Kleinigkeiten wie die Umrechnung von Celsius zu Fahrenheit. Früher hat man dazu eine Webseite angeklickt, die einen Rechner zur Verfügung stellte, der sich durch Werbeanzeigen amortisierte. Heute muss man Google nicht mehr verlassen….

    Ich muss gestehen, dass mir das allmächtige Google immer suspekter wird…
    Viele Grüße, Mirjam

1 2

Jetzt zu "SEO Geschäftsmodell – Postleitzahlensuche adé" kommentieren:


Ihre Agentur noch nicht dabei?

Ihr Job noch nicht dabei?

Ihr Beitrag noch nicht dabei?